Weite Bereiche der Stollensysteme der „Weißen Grube“ und der „Grube Maria“ wurden in den letzten Jahren freigelegt und sind als Besucherbergwerke begehbar. Beim Rundgang durch die mehrere 100 m begehbaren Grubenbauten sowie großen unter- und übertägigen Abbauweitungen können Spuren aus allen Bergbauepochen der letzten 600 Jahre beobachtet werden. Thematisch ergänzend empfiehlt sich ein Besuch des Pfälzischen Bergbaumuseums in der Ortsmitte von Imsbach.
In der Pfalz hat der Bergbau eine lange Tradition, in einigen Gebieten nachweislich bis in die keltische Zeit. In der Bergbauerlebniswelt Imsbach, die zwei Besucherbergwerke und das Pfälzische Bergbaumuseum umfasst, ist die Vielfalt dieser in der Region gewonnenen Bodenschätze zu bestaunen:
Bergbauspuren aus den letzten 600 Jahren begegnen dem Besucher bei einem Rundgang durch das ausgedehnte Stollensystem des Besucherbergwerks "Weiße Grube": Von sauber mit Schlägel und Eisen bearbeiteten Bereichen aus dem Mittelalter bis hin zu den mit Sprengstoff herausgeschossenen Grubenbauen der letzten Bergbauphase zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Kupfer-, Silber- und Kobalterz wurde hier in mühsamer Arbeit ans Tageslicht gebracht. In den großen unter- und übertägigen Abbauweitungen lassen in allen Farben leuchtende Minerale den einstigen Erzreichtum der Grube erahnen. Übertage werden Techniken zur Aufbereitung der Erze gezeigt.
Seit 2006 ist die über 250 Jahre alte und letztmals 1923 betriebene Eisenerzgrube "Grube Maria" zu begehen. Die Besichtigung ihrer Stollen und Schächte bietet ein eindrucksvolles Bild von der harten Arbeit unter Tage. Die Grube besitzt zwei Ebenen (bergmännisch = „Sohlen“). Der Hauptstollen der unteren Sohle ist etwa 250 Meter lang und dabei völlig gerade, so dass man von seinem hinteren Ende aus noch den Eingang als kleinen hellen Punkt erkennen kann. Hier und in mehreren Seitenstollen erfährt man viel über die erschlossenen Gesteine, die Eisenerzvorkommen und Bergbautechniken. Über einen Schacht mit Wendeltreppe gelangt man zum rund 15 Meter höher liegenden Stollen der oberen Sohle, der in seinem Verlauf enge Stollen aus dem 18. Jahrhundert quert.
Die Ausstellung „Der Pfälzische Bergbau“ präsentiert im Pfälzischen Bergbaumuseum die in der Pfalz gewonnenen mineralischen und metallischen Rohstoffe und deren Verwendung und bildet somit 300 Millionen Jahre Erdgeschichte ab. In der neu konzipierten Dauerausstellung "Terra Crystallum" erhält der Besucher einen faszinierenden Überblick über einzigartige Mineralien aus der ganzen Welt. Rund 400 Exponate, eine Dauerleihgabe aus der Privatsammlung von Roger Lang, zeigen die Farben- und Formenpracht von Erzen, Mineralen und Edelsteinen – ein Besuch lohnt sich! Darüber hinaus bietet das Museum, das sich in der Ortsmitte von Imsbach befindet, wechselnde Sonderausstellungen.
Ergänzend dazu führen drei montanhistorische Rundwanderwege (Kupferweg 1 und Kupferweg 2, Eisenweg) an zahlreichen Relikten des Bergbaus vorbei. Sie sind mit Infotafeln beschildert und bieten neben Einblicken in die Montanhistorie auch herrliche Ausblicke und ein erholsames Naturerlebnis.
Weitere Informationen unter www.bergbauerlebniswelt-imsbach.de.
Pfalzcard-InhaberInnen erhalten freien Eintritt in das Besucherbergwerk und das Museum in Imsbach.
Zur Zeit ist die Bergbauerlebniswelt leider auf unbestimmte Zeit geschlossen!
Nyitvatartás
Aktuelle Öffnungszeiten unter www.bew-imsbach.de
Bitte informieren Sie sich ggf. unter Tel. 06302 602 61, info@bew-imsbach.de
Árak:
Eintrittspreise unter www.bew-imsbach.de
Tömegközlekedéssel
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