Der Großglockner ist als höchster Berg Österreichs der Wunschtraum vieler Bergsteiger. Im Sommer ist er überlaufen wie nur wenige andere Gipfel, und auf seinem schmalen Gipfelgrat spielen sich oft haarsträubende Szenen ab. Aber auch als Skitour wird er von Jahr zu Jahr beliebter, was einerseits an der verbesserten Ausrüstung und Skitechnik der Tourengeher liegt, andererseits aber mit Sicherheit auch zu einem Teil an der hervorragenden Stüdlhütte. Deshalb können an schönen Wochenenden zur Skitourenzeit ähnlich chaotische Situationen entstehen wie im Sommer.
Wer diese meiden möchte, der sollte sich diesen Berg besser wochentags vornehmen – was nicht nur sicherer ist, sondern auch deutlich entspannter. Obwohl der Anstieg häufig als lange Tagestour durchgeführt wird, empfiehlt sich eine Übernachtung auf der Stüdlhütte. Dadurch lassen sich die 1900 Meter Höhenunterschied bequem auf zwei Tage verteilen, und ein früher Aufbruch bietet die Chance, die Gipfelfelsen vor der großen Masse zu erreichen. Insbesondere sollte man sich das außergewöhnlich gute Essen auf der Hütte nicht entgehen lassen.
Der Anstieg wird auch gerne im Zuge der sogenannten Glocknerumfahrung durchgeführt, die mit einer tollen Abfahrt über das Hofmannskees zur Pasterze hinabführt und über Oberwalderhütte und Teufelskampkees wieder auf die Südseite wechselt. Für Start und Ziel dieser kleinen Gebietsdurchquerung ist dabei die Franz-Josefs-Höhe eine Option, die ab der Öffnung der Großglockner-Hochalpenstraße etwa ab Anfang Mai erreicht werden kann.
Aufstieg zur Hütte Am Ende des großen Parkplatzes führt eine Brücke nach links über den Bach. Nun auf dem Fahrweg taleinwärts bis zu einer Gabelung. Hier wechseln wir wieder die Bachseite, steigen über einen steileren Hang auf und halten uns links zur Lucknerhütte (im Winter geschlossen). Wir folgen dem Talverlauf noch ein Stück in Richtung Norden bis zu einer Steilstufe. Diese wird links vom Bach überwunden. Im weiteren Verlauf folgen wir dem Tal hinauf zur Fanatscharte, in der sich die Stüdlhütte befindet.Aufstieg zum Gipfel Von der Hütte zuerst wenige Meter hinab in die Scharte und Querung nach Osten, bis nach links ein Aufstieg auf das Ködnitzkees möglich ist. Über den anfangs flachen und relativ spaltenarmen Gletscher geht es nach Norden auf den Ausläufer der Südflanke des Kleinglockner zu. Vor Erreichen der Felsen halten wir uns rechts und gelangen auf einen schmalen Gletscherast, der sich in einem Kar hinaufzieht bis zum Grat. Nach oben hin wird der Hang sehr steil und kann bei
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