Látnivalók Andorrában
Fedezd fel a vidéket
Alpiner Zwergstaat zwischen Frankreich und Spanien
Gerade einmal eine Stunde dauert die Fahrt mit dem Auto von der Grenze zu Frankreich im Osten bis zur spanischen Grenze. Mit einer Fläche von 468 km² gehört Andorra zu den Zwergstaaten Europas. Die vertikale Ausdehnung ist dafür umso größer: Der Staat erstreckt sich zwischen 840 und 2942 m Höhe, 65 Gipfel überragen die 2000-m-Grenze. Der größte Anteil der Bevölkerung ist im Haupttal Andorras angesiedelt, das vom Fluss Gran Valira durchflossen wird. Dort befindet sich auch die Hauptstadt Andorra la Vella - Europas höchstgelegene Hauptstadt. Die Amtssprache des Staates ist Katalanisch.
Fénykép: lunamarina, CC BY, Adobe Stock
Über 300 Pistenkilometer in drei Skigebieten
Dank seiner Höhenlage bietet Andorra beste Voraussetzungen für alle, die sportlich aktiv sein möchten. Grandvalira ist das größte Skigebiet Europas außerhalb der Alpen und ist in sechs vielfältige Sektoren aufgeteilt. Neben einem modernen, umfassenden Pistenvergnügen bietet es auch Raum für ausgefallene Aktivitäten wie das Heli-Skiing. In Soldeu fanden bereits einige Ski-Weltcuprennen statt, darunter das Weltcupfinale 2019. Vom 15. bis 19. März 2023 wird der Weltcupzirkus erneut zum Saisonfinale nach Andorra reisen.
Videó: Stations de ski
Zwei weitere Skigebiete befinden sich im Westen des Landes in Pal-Arinsal und Arcalis. Beide haben sich zim Skiverbund Vallnord zusammengeschlossen. Du kannst beide Skigebiete mit einem Skipass nutzen. Erste Anlaufstelle für Langläufer ist das Langlaufgebiet Naturlandie. Hier findest du eine 15 km lange Loipe in über 2000 Meter Höhe vor. Die schneebedeckten Gipfeln der Pyrenäen laden Skitourengeher zu spektakulären Ausflügen mit grandiosen Ausblicken auf die Nachbarländer Spanien und Frankreich ein.
Wandern in den ursprünglichen Gebirgszügen der Pyrenäen
Naturfreunde erkunden das Land auf den gut gekennzeichneten Wanderwegen. Zahlreiche Fernwanderwege, wie der grenzüberschreitende Camino del Reencuentro oder der Coronallacs führen durch Andorra.
Wer sich für die Kultur des Landes interessiert, folgt der Route Hábitat Rural (Ländliches Habitat), der Ruta del Hierro (Eisenroute) oder der Route Camino Hidroeléctrico de Engolasters (Hydroelektrische Route des Engolasters).
Alle, die es hoch hinaus zieht, besteigen den Comapedrosa. Mit einer Höhe von 2942 m ist er der höchste Berg im Fürstentum. Umgeben wird er vom Parc Natural Comunal de les Valls del Comapedrosa. Die Hochgebirgslandschaft besticht mit Wäldern, Seen und Wasserfällen sowie der heimischen Tier- und Pflanzenwelt.
Kristallklare Seen im Schatten der Berge
Einzigartig sind auch die kristallklaren Bergseen in und um Andorra. Unerschrockene Wasserratten wagen sich selbst ins eiskalte Nass der funkelnden Bergseen. Mit einer Fläche von 21,3 Hektar ist der See Juclà der größte in Andorra und auch für wasserscheue Wanderer ein sehenswertes Ausflugsziel. Den größten See des Landes kannst du beispielsweise bei einer abwechslungsreichen Wanderung durch das untere Juclar-Tal erkunden. Am Ufer des Sees angekommen, kannst du den Blick in die rauhe, hochalpine Landschaft mit dem markanten Gipfel des Pic d'Escobes schweifen lassen.
Im Areal Vallnord werden im Sommer Mountainbiker zur Bergstation transportiert, um anschließend ins Tal hinunterzubrettern. Auch an Möglichkeiten für Kletterer mangelt es in Andorra gewiss nicht. Die Vía Ferrata del Roc d’Esquers, die Vía Ferrata Sant Vicenç d’Enclar und die Directíssima del Roc del Quer sind nur einige Beispiele für die hervorragend angelegte Klettersteige.
Regelmäßiger Schauplatz der Tour de France
Die Passstraßen Andorras sind regelmäßige Etappenbestandteile der wichtigsten Radrundfahrt der Welt - der Tour de France. Zahlreiche Serpentinen schlängeln sich in engen Kehren auf die majestätischen Berge. Zweimal - zuletzt im Jahr 2021 - war Andorra la Velle Etappenzielort. Bekanntester Schauplatz ist allerdings der Anstieg hoch nach Andorra-Arcalis, der besonders deutschen Radsportfans ein Begriff ist: 1997 gewann Jan Ullrich in unnachahmlicher Manier die Etappe, übernahm das Gelbe Trikot und wurde zum ersten und einzigen Tour de France Sieger aus Deutschland.
Il s'agit du circuit cyclotourisme d'Andorre nº 7.
Erlebe die Vielfältige Flora und Fauna in den Nationalparks
Rund 1500 Arten der Flora und Fauna warten in Andorra darauf, entdeckt zu werden. Die weiße Narzisse gilt dabei als die Nationalblume des kleinen Fürstentums. Auch Heilpflanzen (Erdbeere und Stechpalme), Pilze (Steilpilz, Reizker und Feld-Schwindling) und eine große Anzahl von Bäumen und Sträuchern, wie Hasel und Buchsbaum findet man hier zu genüge.
Tiere wie Gämse, Murmeltiere, Aurelios-Gebirgseidechsen, Eichhörnchen, Wildschweine, und Greifvögel wie der Lammergeier erfreuen sich ebenfalls an der abwechslungsreichen Natur. Die Tierarten werden in Andorra als biologisches Erbe angesehen und in verschiedenen Jagd- und Fischrevieren sowie in Naturparks geschützt.
Traditionelle Feierlichkeiten
Wer neben so viel Aktivität und Bewegung auch in die jahrhundertealten Traditionen des Pyrenäenstaates eintauchen will, besucht die zahlreichen Feste und Feierlichkeiten. Jeden letzten Samstag im Mai findet in der Gemeinde Sant Juliá de Lória das Aplec de Canólich statt. Neben der feierlichen Messe, wird das berühmte Canólich-Brot verteilt und mit bunten Feuerwerkskörper der Nachthimmel zum Brennen gebracht.
Das Thema Feuer steht auch bei den Fallaires in der Hauptstadt Andorra la Vella im Mittelpunkt. Um die Johannisnacht und die Sommersonnenwende zu feiern, ist es in Andorra Tradition, am 23. Juni Fackeln anzuzünden und sie schwindelerregend zu schwenken bis große Feuerbälle entstehen. Wichtigstes Fest im Fürstentum ist dann der Tag der Meritxell am 8. September.



