Rundtour durch den kleinen Weinort Ruppertsberg: Historische Bauwerke, Gassen und Spuren aus vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert entdecken.
Start ist auf dem Dorfplatz an der kath. Kirche St. Martin. Ein Blick in die spätgotischen Hallenkirche mit einer um 1510 geschaffenen Steinkanzel lohnt sich. Es geht durch die Straßen des Weinortes zum ursprünglichen Standort des Ruppertsberger Wasserschlosses, dem ehemaligen Schulhaus oder Pfarrhof. An der Plotz und auf dem Dorfplatz können römische Säulenfragmente angeschaut werden. Der Bauernhof in der Hauptstraße 1 (1580) besitzt eine originale Toranlage. Ein spätbarockes Wohnhaus in der Kirchgasse 3 zeigt typische Architektur jener Zeit. Das klassizistische Teehaus (1844) ist ein Wahrzeichen Ruppertsbergs. Abends und am Wochenende gibt es Einkehrmöglichkeiten.
A szerző tippje
Der Ortsrundgang kann auch gut mit einer Weinprobe in einem der Ruppertsberger Weingüter oder dem Ruppertsberger Winzerverein verbunden werden.
Úttípusok
Pihenőpontok
Weingut Hofgut SchädlerWeinstube Keller's Keller
Hofgut Ruppertsberg
Gaststätte Zum Winzer
Útleírás
Start des Rundgangs ist auf dem Dorfplatz an der kath. Kirche St. Martin.
Der Platz wird geprägt von der Katholischen Kirche. Im Urzeigersinn sind das ehemalige katholische Schwesternhaus und Schulhaus Platzprägend und erwähnenswert.
Katholische Kirche St. Martin
Die dreischiffige Hallenkirche stammt aus den frühen 1500er-Jahren und ist das einzige erhaltene gotische Bauwerk dieser Art in der Pfalz. Besonders sehenswert ist die kunstvoll gearbeitete Steinkanzel von etwa 1510 mit Darstellungen von Heiligen und Propheten. Vermutlich stammte diese vom Heidelberger Bildhauer Lorenz Lechler ursprünglich für das Liebfrauenstift Worms-Herrnsheim gefertigt.
Ehemaliges Schulhaus (Mittelgasse 7)
Dieser markante Putzbau wurde 1729 errichtet, möglicherweise zunächst als Rathaus. Später nutzte man ihn auch als Schulgebäude. Barocke Symmetrie und die mit geohrten Sandsteineinfassungen versehenen Fenster prägen sein Erscheinungsbild.
Ehemaliges katholisches Schwesternhaus
Unweit der Kirche steht das 1900 errichtete zweigeschossige Bruchsteingebäude mit Sandsteingliederung und Blankziegeln. Es diente einst als Schwesternhaus und repräsentiert typische Bauweise der damaligen Zeit.
Wir verlassen jetzt den Dorfplatz und biegen am Chor der St. Martin Kirche in die Raiffeisenstraße ein. Direkt neben der Kirche angrenzend liegt der Katholische Pfarrhof.
Katholischer Pfarrhof
Auf einer weitläufigen Parzelle gelegen, reicht die Geschichte des Pfarrhofs bis ins Spätmittelalter zurück. Das querstehende heutige Pfarrhaus entstand 1850, während das ehemalige Pfarrhaus an der Straße nun als Gemeindehaus dient.
Über einen Stichweg kann der Standort des ehemaligem Wasserschlosses von Ruppertsberg erreicht werden. Von diesem ist allerdings nichts mehr erhalten und das Gebäudeensemble im Privatbesitz.
Standort ehemaliges Wasserschloss Ruppertsberg Vermutlich im 13. Jahrhundert als Adelssitz errichtet, wechselte das Schloss 1541 in den Besitz der Freiherren von Dalberg. Mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, im 18. Jhd. als Vierflügelanlage mit Türmen und Garten. Seit dem späten 18 Jhd. Aufteilung in private Wohnhäuser.
Zurück in der Raiffeisenstraße folgen wir dieser und biegen links in die Franz-Fluch-Straße ein, der wir bis zur Einmündung Obergasse. Von hier aus können wir über einen Stichweg zum Ruppertsberger Teehaus laufen, welches Ortsbildprägend ist.
Ruppertsberger Teehaus
1844 als klassizistischer Pavillon für das Weingut Bürklin-Wolf errichtet, ist der kubische Bau mit großen Rundbogenfenstern in den Weinbergen heute ein Wahrzeichen Ruppertsbergs – und ein beliebter Ort für standesamtliche Trauungen. Direkt unterhalb liegt das Hofgut Ruppertsberg in diesem befindet sich ein Bio-Hofladen und das Restaurant "Hofgut Ruppertsberg", welches mit dem Grünen Micheilin-Stern ausgezeichnet wurde.
Zurück, auf dem ursprünglichen Weg laufen wir in die Obergasse. Hier stehen einige Wohngebäude unter Denkmalschutz:
Obergasse 12 (Restaurant Kellers Keller): Dreiseithof, im Kern aus dem frühen 19. Jahrhundert, ältere Reste, z. B. Kellerfenstergewände um 1600.
Hofanlage Obergasse 14/16: 18. Jhd.
Hofanlage Obergasse 21: 16. bis 19. Jhd.
"An der Plotz" - römische Säulen
Am Ende der Obergasse befindet sich rechts der Parkplatz "An der Plotz". Hier zeugen zwei römische Säulenfragmente von der Besiedlung in der Römerzeit. Die bei Bauarbeiten entdeckten Fundstücke weisen auf ehemalige Gutshöfe in der Region hin. Neben Keramik und Glas kamen auch Grab- und Weihesteine ans Licht.
Weiter geht es links einbiegend ein Stück die "Hauptstraße" entlang und wieder links einbiegend in die Mittelgasse weiter. Direkt an der Kreuzung steht ein Dreiseithof. Im Kern ist dieser aus dem frühen 19. Jahrhundert, wenige ältere Reste (Kellerfenstergewände um 1600). Wir gehen die Mittelgasse weiter An deren Ende erreichen wir wieder den Dorfplatz. Hier laden Bänke unter den Platanen zum Ausruhen mit Blick auf die St. Martinskirche und kleinen römischen Säulenfragmenten (Mittelgasse 2) ein.
Informationen zur Dorfgeschichte:
Ruppertsberg blickt auf eine lange Geschichte zurück: Schon die Römer betrieben hier zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert Gutshöfe. Im Hochmittelalter entstand das Dorf vermutlich im Schutz der „Hoheburg“, die im 14. Jahrhundert zerstört wurde. Später errichteten die Ritter von Ruppertsberg an der Nordostecke eine Wasserburg, das spätere Schloss.
Die Herrschaft war im Mittelalter geteilt: Das Obergericht unterstand dem Bischof von Speyer, das Niedergericht den Rittern von Ruppertsberg. Mit der französischen Revolution endete diese Ordnung, das Schloss wurde zerstört und verkauft.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelten Einwanderer aus Holland, Dänemark und Österreich hier. Von 1797 bis 1814 gehörte Ruppertsberg zu Frankreich, danach bis 1945 zu Bayern. Heute gehört der Ort zur Verbandsgemeinde Deidesheim, Landkreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz.
Höhepunkt im Jahreslauf ist die Weinkerwe am letzten Augustwochenende!
Ruppertsberg: Kath. Pfarrkirche St. Martin
Friedhof
Weingut Hofgut Schädler
Weinstube Keller's Keller
Hofgut Ruppertsberg
Gaststätte Zum Winzer
Café 207
JK WineLounge im Weingut Köhr
Bio-Hofladen
Tömegközlekedéssel
Tömegközlekedéssel elérhető
Mit der Regionalbahn bis Bahnhof Deidesheim, von dort weiter mit der Buslinie 512 Richtung Neustadt/Wstr. bis zur Haltestelle Ruppertsberg Schlossgarten oder Pfälzer Hof. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum Dorfplatz.
Keresd meg az útvonaltervet a célállomásra
Megközelítés
Über die A65 (Ausfahrt Deidesheim) oder die B271 bis Ausfahrt Ruppertsberg, dann der Beschilderung ins Ortszentrum folgen.
Parkolás
Parkmöglichkeit auf dem Dorfplatz Ruppertsberg
Naviadresse: Kirchstraße 9, 67152 Ruppertsberg
Koordináták
A régióról szóló kiadványok:
Felszerelés
Wetterangepasste Kleidung und Schuhwerk

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