Im Kamm zwischen Pflersch und Ridnaun erhebt sich die Wetterspitze. Sie wird auch von beiden Seiten angegangen, am besten jeweils über die Maurer(spitz)scharte, die unmittelbar nordwestlich unseres Gipfels liegt und die Zugänge verbindet. Einen weiteren gibt es von der Bergstation Ladurns, wegen des erhöhten Startpunktes vorderhand vielleicht vorteilhaft erscheinend, tatsächlich aber weniger geschmeidig zu begehen und kaum viel kürzer. Ich stelle ihn hier als Abstiegsoption vor, um für den Geübten eine attraktive Überschreitungsmöglichkeit anzubieten. Natürlich kann man auch die umgekehrte Richtung wählen, kommt dann per Lift aber erst um 9 Uhr los – kein wirklicher Vorteil.
Vorn in St. Anton über die Brücke und auf der Bergstraße zum Parkplatz P2. Hier schlagen wir die Forststraße zur Alrissalm ein und verlassen diese in der ersten Rechtskehre auf den abkürzenden Steig. Nach einer Weile kommt man auf eine Lichtung und zur bewirtschafteten Alrissalm, 1534 m. Man orientiert sich weiterhin an der Bezeichnung Nr. 27 und tritt damit ins Alrisstal ein. Bald offenbart sich ein freies Matten-Hochtal, in dem es auf altem Saumpfad mäßig steil aufwärtsgeht. Auf der rechten Seite reihen sich einige Serpentinen aneinander. Im Talhintergrund, wo das Gelände steiniger wird, auf die linke Seite hinüber und mit weiteren Kehren bis in die Maurerscharte, 2511 m, manchmal auch Alrissjoch genannt. Von drüben gesellt sich der Ridnauner Anstieg dazu – gemeinsam verbleiben 200 Höhenmeter am aufsteilenden, felsdurchsetzten Nordwestgrat, der jedoch nicht scharf ausgeprägt ist. Eher breit und schrofig leitet er ohne schwierige Stellen zum Gipfel der Wetterspitze, 2709 m.Der Abstieg
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Szerző
Mark Zahel
Mark Zahel hat als fleißiger Wanderer und Bergsteiger bisher mehr als 3000 Tage auf Alpentouren verbracht und schöpft aus dieser Passion seit über 20 Jahren eine intensive publizistische Tätigkeit. Die Liste seiner Buchveröffentlichungen umfasst inzwischen rund 80 Titel – in jüngster Zeit sind auch einige Wanderführer über norddeutsche Regionen hinzugekommen. Seine Kenntnisse reichen über weite Teile des Alpenbogens, besonders häufig aber ist er in dem breiten Streifen zwischen Bayern und Südtirol unterwegs. Zahel vergleicht seine Erkundungen gern mit einem Puzzlespiel, dem immer wieder neue Teile hinzugefügt werden, ohne dass es jemals »vollendet« werden könnte oder sollte. So bleibt die persönliche Entdeckungslust ungebrochen, während sich das »Gesamtbild« nach und nach immer detailreicher herausschärft.

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