Filialkirche Maria Wolschart
Die Wallfahrtskirche Maria Wolschart ist urkundlich bereits im 18. Jh. als Ort der Marienverehrung erwähnt. Erbaut wurde die Kirche von Graf Gustav von Egger, nach Plänen von Andreas Wank. Der 1843 in gotisierender Form errichtete kleine Bau, anstelle einer hölzernen Kapelle aus dem 18. Jh., besitzt einen 6-eckigen Dachreiter mit barockem Zwiebelhelm. Die Hauptfassade vermittelt einen historisierenden Gesamteindruck. An die Kirche schließt im Weste eine 3-achsige Vorlaube auf 4 ionische Säulen an. Das Langhaus ist tonnengewölbt mit 5/8 Schluss. Über dem Altar befindet sich ein frühbarockes Pietà-Relief.
Schon 1458 wird diese Örtlichkeit als „Woleschart“ (Wolfswald) bezeichnet. Die Legende erzählt von einem Marienbild an einer Fichte, die dem damaligen Besitzer ein Dorn im Auge war. Seine Knechte sollen sich jedoch geweigert haben, diese Fichte zu fällen. Als er daraufhin selbst Hand anlegte und sich schwer verletzte, gelobte er für den Fall der Gesundung, eine Kapelle an der Stelle des Baumes zu errichten. So soll die noch heute bestehende Holzkapelle entstanden sein. Eine Niederschrift aus dem Jahre 1749 berichtet von einem Schneider, der an einem schmerzhaften Bruch litt und aus Dankbarkeit das Sieben-Schmerzen-Bild anbrachte. Nach Schwierigkeiten mit der kirchlichen und staatlichen Obrigkeit musste die Holzkapelle abgerissen werden. 1799 wurde die Kapelle wieder errichtet. 1843 erfolgte schließlich der Bau der heutigen Wallfahrtskirche.. In Maria Wolschart finden anlässlich des Annatages (26. Juli), des Portiunculafestes (1. Sonntag im August) und des Festes Mariä Aufnahme in den Himmel größere Gottesdienste statt.
Literaturnachweis:
Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, S. 1090
Stift St. Georgen am Längsee. Stiftsführer. DDr. Christian Stromberger, St. Georgen/Längsee 2010
Koordináták
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