Die zwischen 1288 und 1330 erbaute Kirche zählt zu den ursprünglich drei gotischen Hallenkirchen in Mainz. Ihr gewölbter Bau mit einem lichtdurchfluteten Schiff auf fast quadratischem Grundriss strahlt große Eleganz aus. Leider wurde die Innenausstattung im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Ein besonderes Kunstwerk, das um 1470 entstandene feinfühlige Vesperbild auf dem rechten Seitenaltar, stammt ursprünglich aus St. Christoph.
Die Pfarrkirche St. Quintin gilt als älteste Pfarrkirche von Mainz und wird erstmals 774 urkundlich erwähnt. Sie ist eine spätgotische Hallenkirche, die zwischen 1288 und 1330 erbaut wurde.
Der Turm, errichtet 1489, beherbergte einst auch eine Türmerwohnung. Heute hängen dort vier Glocken, darunter die älteste Glocke von Mainz, das sogenannte „Lumpenglöckchen“ – eine Bienenkorbglocke aus etwa dem Jahr 1250.
Der Hochaltar zeigt links eine überlebensgroße Statue des Heiligen Quintin, Schutzpatron der Gefangenen, rechts den Heiligen Blasius, den zweiten Patron der Kirche. Auf dem linken Seitenaltar ist der Heilige Apostel Judas Thaddäus dargestellt. Sein Gnadenbild zieht insbesondere an seinem Festtag, dem 28. Oktober, zahlreiche Pilger an. Viele Besucher tragen ihre Bitten und Dankesworte in das große Fürbitt-Buch auf dem Altar ein.
Hinter dem Seitenaltar befindet sich die Kreuzkapelle, in der ein altes Kreuz steht. Der Korpus, vermutlich aus dem frühen 15. Jahrhundert, zeigt den gekreuzigten Jesus mit einem fast lächelnden Ausdruck auf den Lippen.
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St. Quintin
55116 Mainz
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