St. Andrä, Basilika Maria Loreto
St. Andrä, Basilika Maria Loreto
1647 ließ Fürstbischof Albert von Priamis in St. Andrä eine Loretokapelle nach den Maßen jener in Italien erbauen. Über diese Kapelle errichtete Franz Kaspar Graf von Stadion in den Jahren 1683 bis 1687 die heutige barocke Kirche. Die ursprüngliche Gnadenkapelle wurde dann im Zuge einer Umgestaltung des Kirchenraumes 1790/1793 abgerissen und stattdessen der Gnadenaltar im linken Eingangsbereich der Kirche geschaffen, wo sich die sogenannte „Schwarze Madonna“ auch heute noch befindet, umgeben von einem breiten silbernen Baldachin (1870).
Die Kirche ist ein imposanter Bau mit breiter 5-achsiger Fassade mit Riesenpilasterordnung, 3 Eingangsportalen, zwei großen Apostelstatuen (Petrus und Paulus) und zwei 60 m hohen Türmen an der Südseite. Der Innenraum ist ein monumentaler Saalbau mit den Maßen 45 m x 40,5 m mit einer Flachtonne und seitlichen Kapellenanbauten mit Apsis. Die Abschlusswand des Chores ist mit illusionistischer Malerei aus dem Jahre 1793 gestaltet. Die Malerei umrahmt dabei die vor ihr aufgestellte Kreuzigungsgruppe. Es ist eine gemalte Säulenarchitektur mit den beiden Propheten Jeremias und Isaias. Zwischen ihnen öffnet sich die Landschaft von Jerusalem. Über allem schweben Gottvater und der Heilige Geist. In einer Lunette befindet sich das Wappen des Fürstbischofs Franz Caspar von Stadion. Die zur Sakristei führenden Wände des Chores tragen folgende Bilder: Dankopfer des Noah, der Verkauf Josefs durch seine Brüder, die Eherne Schlange und das Opfer Abrahams. Diese Bilder gehören typologisch zur Kreuzigung. An der Decke befinden sich Bilder der vier Evangelisten. Die Kreuzigungsgruppe wird dem Klagenfurter Künstler Markus Antonius Clauß 1691 zugeschrieben. An der Südwand vor dem Chor hängt ein prunkvoll gerahmtes Marienbild, angeblich eine Kopie eines Marienporträts des hl. Lukas.
Am Eingang zu den Seitenkapellen befinden sich links der Altar des göttlichen Herzens und rechts des reinsten Herzens Mariens. Die Gemälde stammen von Paul Deschwanden (1871/72) ebenso wie die Altarblätter (1875) der spätbarocken Altäre in den beiden Seitenkapellen, die hll. Josef (links) und Ignatius von Loyola (rechts) darstellend.
Am 21. Juli 2014 erhob Papst Franziskus die Kirche per Dekret zur Basilica minor. Die Kirche ist durch die an den nördlichen Chor anschließende Sakristei mit dem Klosterkomplex verbunden.
Literaturnachweis:
Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, S. 518–520.
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Ajánlatok a környéken
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Eine empfehlenswerte Radtour über die Pack ins Lavanttal und weiter ins benachbarte Slowenien und wieder zurück nach Voitsberg.
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