Pfarrkirche Globasnitz
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Das Gebiet um Globasnitz und den Hemmaberg ist uralter Siedlungsboden, der Grabungsfunden zufolge bereits ab dem 15. Jh. vor Christus besiedelt wurde. Globasnitz selbst steht auf dem Boden einer Römersiedlung, die als „Vicus Juenna“ auf einer spätrömischen Straßenkarte, der Tabula Peutingeria, genannt ist. Der Name, vom Gott Jovenat abgeleitet, lebt im Begriff „Jauntal“ weiter. Juenna lag an der Straße von Virunum am Zollfeld nach Celeia (Celje in Slowenien). Der Name „Globasinvilla“ ist dann erst im 12. Jh. urkundlich belegt.
Im Ortszentrum von Globasnitz befindet sich die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Diese war zunächst Eigenkirche der Junecker, dann der Spanheimer und kam 1265 unter das Patronat des Stiftes Eberndorf. Als Pfarre wurde Globasnitz erstmals 1296 genannt. Es handelt sich dabei um einen mittelgroßen, im Kern romanischen, gotisch erweiterten und veränderten Bau.
Im Inneren sind im Chorschluss noch Reste von Wandmalereien des 14. Jhs. erhalten. Diese entstanden in zwei Etappen: Die ältere Schicht mit den Standfiguren der Apostel Paulus und Jakobus major stammen aus der ersten Hälfte des 14. Jhs., die jüngeren Darstellungen der Heiligen Ägidius und Florian sowie das Stifterwappen der Weispriacher malte 1467 Peter Seyter.
Die Altäre stammen einheitlich aus der Mitte des 18. Jhs. Der Hochaltar (1770/71) mit Opfergangsportalen besitzt im Mittelfeld eine Marienstatue mit Kind, flankiert von den Statuen der hll. Petrus und Paulus über den Opfergangsportalen. Die beiden Seitenaltäre (1)770 zeigen links die hl. Katharina und rechts die hl. Margareta.
Die Kanzel stammt aus dem 19. Jh., der Taufstein ist spätgotisch.
Neben der Kirche befindet sich ein frühgotischer Karner mit Wandmalereien des 16. Jhs.im Inneren und daneben eine gotische Lichtsäule. Das archäologische Pilgermuseum Globasnitz-Hemmabergzeigt zahlreiche Funde, die bei den rund 20-jährigen Ausgrabungen im Raum von Globasnitz zu Tage gekommen sind. Neben den wertvollen Mosaiken, die aus den frühchristlichen Kirchen vom Hemmaberg geborgen werden konnten, und dem Wasserbecken aus der sagenumwobenen Rosaliengrotte, zeigt das Museum u. a. auch spätantiken Frauenschmuck. Marmorreliefs, Inschriften und Grabfunde ergänzen das Bild der römischen Antike in dieser Region.
Die Lichtsäule im Friedhof aus dem frühen 16. Jh. besteht aus einem Tabernakel auf einem achteckigen Pfeiler mit dem Wappen der Weispriacher.
Literaturnachweis:
Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, S. 197 f.
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Pfarrkirche Globasnitz
9142 Globasnitz
+43 (0)4230/216 oder +43 (0)676/8772-8128 http://www.kath-kirche-kaernten.at/pfarren/pfarre/C2928 E-mail: pfarramt.glob@aon.at
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