Die Evangelische Michaelskirche überragt mit ihrem Turm die Ebene in den Riedgemeinden. In den letzten Kriegstagen, im Februar 1945 wurde die Kirche zerstört, bald danach wieder aufgebaut.
Über eine wechselvolle, fast 1000 jährige Geschichte erzählt diese Kirche. Die Turmfundamente wurden ca. 1070 gelegt. Im Jahr 1326 wird erstmals eine Kirche erwähnt, die an den Turm angebaut wurde. Die eigentliche Kirche lag näher am Rhein und fiel 1508/09 wiederholten Hochwassern zum Opfer. Seither wird das heute Michaelskirche genannte Gebäude als Dorfkirche genutzt. Bald danach (1548), ist der erste lutherische Pfarrer in Ottenheim aktenkundig. Bei der Teilung der Herrschaft Geroldseck 1628 fällt das Dorf an die katholische Markgrafschaft Baden-Baden. Ab 1656 bis 1693 sind erneut evangelische Pfarrer in Ottenheim tätig. Die letzte katholische Nutzung ab 1693 endet 1765. Fast 200 Jahre lang wurde in der Folge die Kirche als Simultaneum von beiden Konfessionen genutzt. Die zugestandenen Zeiten wurden wohl argwöhnisch von beiden Seiten beäugt.
Am 12. Februar 1945 fiel die Kirche einem Artilleriebeschuss zum Opfer. Der hohe Turm wurde als Ausguck benutzt und bot deshalb ein strategisches Ziel.
Die Kirche wurde der evang. Gemeinde zugesprochen, die bereits 1949 in der Zeit um Michaelis die wiederauferbaute Kirche ihrer Bestimmung übergeben.
Eine große Spendenbereitschaft ermöglichte 2015 - 70 Jahre nach der Zerstörung - den Wiederaufbau des Spitzturmes auf seine ursprüngliche Höhe von 61 Metern.
Letöltések
Presseartikel zum Abschluss der BaumassnahmeKoordináták
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