Pfälzerwald-Verein e.V.
"Zu Landeck auf der Feste saß König Dagobert, auf seinem Haupt die Krone, in seiner Hand das Schwert." (A.Becker)
Die Burg Landeck ist die Ruine einer Höhenburg südwestlich von Landau, bei Klingenmünster im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz.
Die Landeck ist eine der schönsten und bekanntesten Stauferburgen der Pfalz.
Die Burg ist die jüngste von drei Schutzburgen rund um Klingenmünster, die alle eine Aufgabe hatten: Das Kloster “Clinga Monasterium” zu schützen.
Die Landeck wurde vermutlich um 1180 nach der Zerstörung des "Schlössel" als Reichsburg erbaut.
Die Burg Landeck besitzt den besterhaltenen Bergfried aller Burgen in der Pfalz.
Der einzige Zugang zur Burg war eine auf Pfeilern gelagerte Holzbrücke.
Erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die Ringmauer mit seinen Flankierungstürmen errichtet.
Die Burg überstand den Bauernkrieg (1525) und den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) fast unbeschadet.
Erst im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde die Landeck zerstört, und nie wieder aufgebaut.
Seit dem Jahre 1881 kümmert sich der Landeck-Verein um den Erhalt der Ruine.
Text: www.palzpix.de/landeck.html
Um die Burggeschichte (König Dagobert / Haingeraide – siehe Rittersteine / am Tisch), ihre Entstehung (zur Zeit Karls des Großen *748-+814) und den Zweck der Anlage (Schutz für das Kloster Klingenmünster), gibt es wohl viele Gerüchte, von denen aber keins belegt ist. Für sicher gilt die Erbauungszeit um 1200. Die Burg Landeck galt als Reichsburg, das heißt, sie diente dem König als Stützpunkt auf seinen Reisen durch das Reich. Erstmalig erwähnt wurde die Burg im Zuge einer Güterteilung im Jahre 1237, als sie sich im Besitz der Grafen von Leiningen befand. Mitte des 13. Jahrhunderts kommen noch die Grafen von Zweibrücken als Mitbesitzer hinzu. Als der Leininger Burganteil nicht mehr weitervererbt werden konnte, übertrug König Rudolf von Habsburg (1273-1291) diesen Teil an Otto IV. von Ochsenstein, Landvogt (Güterverwalter und Gerichtsführer) des Königs. Dieser ließ die Burg weiter ausbauen und verstärken. 1405 gab es drei Besitzer an der Burg, als Friedrich von Ochsenstein ein Viertel der Anlage dem Bistum Speyer verkaufte. In einer Burgordnung aus dem Jahre 1456 geht hervor, das jeder der drei Eigentümer eine bestimmte Grundbewaffnung für die Burg zu stellen hatte, nämlich: zwei Hakenbüchsen (Handfeuerwaffe), eine bestimmte Pulvermenge, 100 Kugeln, zwei Armbrüste, eine Armbrustwinde und 100 Pfeile. 1485 fiel der Anteil der Ochsensteiner, nach deren Aussterben, an die pfälzischen Kurfürsten. 1525 wird die Burg im Bauernkrieg von elsässichen Bauern erobert und in Brand gesetzt. Der entstandene Schaden wird allerdings bald behoben. 1570 starben auch die Grafen von Zweibrücken aus, was den Anteil der pfälzischen Kurfürsten an der Burg Landeck vergrößerte. Nicht sicher nachgewiesen ist das Jahr der Zerstörung. Entweder 1680 durch Truppen des französischen Generals Montclar oder 1689 im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688-1697). Zu sehen ist eine gut erhaltene Burgruine die zeitweise bewirtschaftet ist. Eine Brücke ermöglicht den Zugang zur Burg, sie ist über den Halsgraben gebaut, der auf der Angriffsseite der Burg angelegt wurde. Reste von Türmen, Treppen, Wohngebäuden und Zisterne sind gut zu erkennen. Gut erhalten ist die Mantelmauer mit dem Bergfried. Dieser ist mittels hölzerner Wendeltreppe begehbar. Vom Turm bietet sich eine wunderschöne Aussicht ins Rheintal. Legende: Vor sehr langer Zeit lebte auf der Burg Landeck bei Klingenmünster der weise König Dagobert. Als eines Tages ein Bauer einen Edelmann anklagt, dieser habe seine Tochter entführt und geschändet, verurteilt der König den Edelmann und lässt ihn bestrafen. Die Edlen des Landes waren empört und griffen die Burg des Königs an. Als sich dieser in arger Not befand, erschien ein Bote des Bauern, der den König auf geheimen Wegen aus der brennenden Burg in Sicherheit brachte. Unter dem Schutz eines Dornenstrauches verharrt der König bis seine treuen Untertanen den Aufstand niedergeschlagen hatten. Zum Dank für seine Rettung schenkte er ihnen den Wald der heute noch unter dem Namen „Haingeraide“ bekannt ist. Siehe auch: Rittersteine – Am Tisch-Geraidegerichtsstätte.
Text: ehemals www.rittersteineundmehr.de
Nyitvatartás
Von Mai bis Oktober von 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr
und in der Zeit von November bis April von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr. (Eintritt frei)
Während der Öffnungszeiten gibt es in der Burgschänke durchgehend kalte u. warme Küche.
Megközelítés
Vom Pfalzklinikum Klingenmünster führt ein schmaler Fahrweg direkt hoch zur Burg.
(besser das Auto am Pfalzklinikum stehen lassen und den schönen Panoramaweg zur Burg hochlaufen)
Vorschlag: http://palzpix.de/landeck.html
Koordináták
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