Pfälzerwald-Verein e.V.
Die Burg Guttenberg (seltener auch Guttenburg) ist die Ruine einer Felsenburg nahe der französischen Grenze im deutschen Teil des Wasgaus, der zum Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz) gehört.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Guttenberg_(Pfalz)
1150 wurde die Reichsburg erstmals erwähnt, der damalige "Burgherr" war Landolf von Gudenburc.
Die "Guttenburg" wechselte mehrmals ihre Besitzer, darunter die Grafen von Leiningen und die Herzöge von Pfalz Zweibrücken.
1525 wurde die Burg durch den “lothringischen Bauernhaufen” zerstört und nie wieder aufgebaut.
Bis 1986 stand die Burg unter Französischer Verwaltung.
Von der Ruine war nicht mehr viel erhalten, da sie den umliegenden Orten als "Steinbruch" diente.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Zerfall gestoppt und es begannen erste Aufräumungsarbeiten.
Die Kriegswirren und die Besitzverhältnisse des Mundatwaldes ließen die Burg lange Zeit in Vergessenheit geraten,
erst als 1986 die "Verordnung 212" in Kraft trat wurden Maßnahmen zum Erhalt der Ruine getroffen.
Text: http://www.palzpix.de/guttenberg.html
Die Burg wurde möglicherweise auf den Resten einer ehemaligen römischen Siedlung gebaut. Münzfunde und die Nähe zu einer vermuteten Römerstraße lassen darauf schließen. Die sichere Ersterwähnung ist im 13. Jahrhundert, als die Burg zu den Reichsburgen um die Burg Trifels genannt wurde. Die Burg hatte über die Jahrhunderte viele Besitzer, so wie Philip I von Falkenstein, Truchsess (Vorsteher der Hofhaltung und Küche, Führer des Hofgesindes) des Königs Konrad IV, dem auch die Burg Anebos, Trifels, Neukastel, und Spiegelberg unterstand. Seine Frau Isengard von Falkenstein übergab 1246 diese Burgen dem König Konrad IV bei einem Besuch auf der Burg Trifels. 1250 kam die Burg in den Besitz der Fleckensteiner, wurde aber schon 1283 von König Rudolf von Habsburg als Reichslehen eingezogen (siehe auch Hohenburg und Löwenstein). Er versuchte das alte Reich wieder zusammenzustellen, verpfändete die Guttenberg aber wieder an die Fleckensteiner, Leininger und Otterbacher, die sich den Besitz teilten. Ab 1292 war die Burg im alleinigen Leiningerischen Besitz. 1330 verpfändete König Ludwig der Bayer die Guttenberg als Reichsgut an seine Neffen Pfalzgraf Rudolf II und Ruprecht I. Da den Pfalzgrafen die Pfandsumme fehlte, blieb die Burg im Besitz der Leininger (siehe auch Falkenburg und Wegelnburg). Nach 1330 hatten die Sickinger, Fleckensteiner, Lichtenberger, Raugrafen, und Graf EmichV von Leiningen die Burg in ihrem Besitz. 1384 teilten sich Kurpfalz und Leininger die Burg (siehe auch Falkenburg). 1410 übernimmt das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken sämtliche Besitztümer der Kurpfalz, somit geht auch der kurpfälzische Teil der Guttenberg und Falkenburg in den Besitz von Pfalz-Zweibrücken. Zu dieser Zeit wurde die Burg nicht als Wohnburg genutzt sondern war eine Amtsburg. Deswegen war 1413 die Besatzung der Burg gering, es bewohnte nur ein Amtmann namens Clesgin von Zabern, ein Keller, zwei Torwächter und eine Viehmagd die Guttenberg. 1427 wurde wegen Streitigkeiten, ein Teilungsvertrag zwischen Graf Emich V von Leinigen und dem Pfalzgraf Simmern-Zweibrücken festgelegt. In diesem Vertrag wurden nicht nur die genauen Burgabschnitte für jede Partei beschrieben, sondern auch die dazugehörigen herrschaftlichen Dörfer und Waldungen für jeden Besitzer festgelegt. Die zur Burg gehörenden Dörfer waren: Dierbach, Freckenfeld, Kandel, Minderslachen, Minfeld, Dörrenbach, Ober- und Niederotterbach sowie Rechtenbach. Als 1455 Leute aus Weißenburg versuchten ,Vieh von der Burg zu rauben, wurden 8 von ihnen erschlagen. Die Guttenberg blieb bis zur ihrer Zerstörung im Bauernkrieg 1525 im Besitz der Pfalz-Zweibrücker und den Leinigern. Nach dem zweiten Weltkrieg war die Burg französischer Besitz, erst 1985 wurde sie an das Land Rheinland Pfalz zurückgegeben. Eine Gedenktafel am Burgtor erinnert daran. Zu sehen ist das Tor zur Unterburg, der Innere Zwinger, Schießscharten, Balkenlöcher, Spurrillen, Wasserrinnen, Ausgrabungsreste, Treppenaufgang zur Oberburg, Reste des Bergfrieds und einen schönen Blick ins Rheinland.
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