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Das Watt verändert sich ständig. Die Gezeiten setzen Sandmassen in Bewegung, die unter Windeinfluss Inseln, Wattplatten und neue Rinnen bilden. Das Watt ist der ideale Lebens- und Ruheraum für tausende (Zug-)Vögel und die Brutstätte der Nordsee, wo auch Seehunde ein perfektes Zuhause finden: Auf den bei Ebbe freiwerdenden Sandbänken können sie sich unbehelligt ausruhen und ihre Jungen säugen. Seit 2009 steht das Wattenmeer auf der Liste des UNESCO-Welterbes.Jedes Jahr kommen zahlreiche Touristen ins Wattenmeer, um hier zu segeln, zu angeln oder Wattwanderungen zu unternehmen. Allerdings muss es sich dabei um „nachhaltige Freizeitaktivitäten“ handeln, die die Natur nicht stören oder gefährden.Bis zur letzten Eiszeit bildeten die Wattinseln einen zusammenhängenden Strandwall. Als die Eisschmelze einsetzte, stieg der Meeresspiegel an, die Naturgewalt des Wassers riss Lücken in das Gefüge der Dünen, und das dahinter liegende Moorgebiet wurde überströmt. So entstand das Wattenmeer. Durch eine schwere Sturmflut im Jahr 1362 wurden der Dollart und die Zuiderzee gebildet. Vom Festland aus setzte allmählich die Rückgewinnung des Landes ein. Der älteste Schutzdeich wurde um 1200 angelegt und später mit Holzpfählen verstärkt. Nach einer weiteren verheerenden Sturmflut 1825 wurden trotz der höheren Kosten zum ersten Mal Steine verwendet. Nach der Flutkatastrophe entschloss sich die niederländische Regierung, alle Deiche an das Niveau der Deltawerke anzupassen, d.h. auf eine Höhe von 7,65 Meter über dem Amsterdamer Pegel.Bei Noordpolderzijl können Neugierige auf den Deich steigen. Außerdem gibt es Pläne für einen Fahrradweg von Lauwersoog bis zum Dollart, der vor, hinter und über den Deich verlaufen soll.
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