Lage
Der Troppberg ist bis zum Gipfel hin bewaldet. Ohne Aussichtswarte sieht man nicht aus dem Wienerwald hinaus. Bereits in den ältesten Wienerwald-Führern finden sich Lobeshymnen auf den Troppberg, der gleich hoch ist wie der höchste Gipfel Wiens, der Hermannskogel mit seiner Habsburgwarte.
Vor allem die Aussicht wird gerühmt, so dass dort schon im Jahre 1830 ein hölzernes Schaugerüst am Troppberg entstand. 1870 wurde es durch einen Steinbau ersetzt; die alte Gustav Jäger-Warte ist mittlerweile von Bäumen überwachsen. Wer heute das schöne Panorama auf die Voralpen (Ötscher), Kalkalpen (Schneeberg und Rax), auf das Tullnerfeld, das Wiener Becken und natürlich den Wienerwald genießen möchte, muss auf die 24 Meter hohe stählerne Aussichtsplattform der Funkanlage aufsteigen, bekannt als "Troppbergwarte".
Chronik
Bereits 1820 wurde vom Forstpersonal ein einfacher Steigbaum mit Sprossen errichtet und zehn Jahre später in ein Schaugerüst umgebaut. 1852 erfolgt die Aufstellung einer 9 m hohen Tribüne, welche vom Verschönerungsverein Purkersdorf im Jahr 1870 durch einen 11 m hohen Steinbau ersetzt wurde.
Um 1900 betreibt die Familie Hergesell, später Familie Pfeiffer, neben der Aussichtswarte eine Schutzhütte (heute steht dort das Trafohäuschen für die Funkanlage). 1901 geht die Warte in den Besitz des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK). Er renoviert sie und benennt sie nach dem Vereinsgründer "Gustav Jäger-Warte". 1927 übernimmt der Verschönerungsverein Purkersdorf die renovierte Jägerwarte und will sie in "Alexander Kendl-Warte" umbenennen, nach deren Vereinsobmann. Die Namensnennung "Gustav Jäger-Warte" wird jedoch bis heute beibehalten - eine eingemauerte Tafel an erinnert daran.
1943 errichtet die Deutsche Wehrmacht auf dem Dach der Jägerwarte einen Flugzeugbeobachtungsposten mit schwerem Maschinengewehr. 1945 kommen die ersten Russen von Tullnerbach über den Troppberg nach Gablitz. Da die Aussicht wegen hoch gewachsener Bäume zunehmend eingeschränkt war, wurde 1962 neben der alten Gustav Jägerwarte eine doppelt so hohe Betonsäule mit Aussichtsplattform errichtet, aber im Jahr 1991 wegen Baumängel abgetragen und durch den heute existierenden 37 m hohen Funkturm ersetzt.
Der Funkturm ist ein Gemeinschaftsprojekt der drei Anrainergemeinden Gablitz, Purkersdorf und Tullnerbach und wird von Feuerwehr, Rotes Kreuz, ÖAMTC und ÖBB genützt. Die in 24 m Höhe errichtete Aussichtsplattform am Funkturm ist ganzjährig (für max. 10 Personen gleichzeitig) frei zugänglich und heute als "Troppbergwarte" bekannt.
Zustiege
Der Troppberg ist ein klassisches Wienerwald-Ausflugsziel; aus allen Himmelsrichtungen führen markierte Wanderwege zur Gustav Jägerwarte und Troppbergwarte:
- Kürzester Zustieg vom Wienerwaldhof in Tullnerbach (vms. Waldgasthof Rieger) ca. 40 Minuten
- Von Purkersdorf und Tullnerbach jeweils 1½ bis 2 Stunden
- Seit 2011 führt der Abschnitt Purkersdorf-Göttweig des österreichischen Jakobsweges über den Troppberg
Karten
- BEV-Karten 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 57 (Neulengbach) und 56 (Baden)
- Freytag & Berndt Wienerwald Atlas
Nyitvatartás
Tömegközlekedéssel
Keresd meg az útvonaltervet a célállomásra
Megközelítés
Parkolás
- Purkersdorf Park & Ride
- Wienerwaldhof (Fam. Rieger), Strohzogl 67, 3011 Tullnerbach
Koordináták
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