Am Horn-Farben
Welche Ursachen haben die verschiedenen Färbungen im Buntsandstein?
Bei der Bildung des Buntsandsteins vor 251 bis 243 Millionen Jahren war das Klima in der Region trocken und heiß. Diese Klimabedingungen waren für die Bildung von rotem Eisenoxid (Hämatit) notwendig. Diese umhüllt die Quarzkörner mit einem roten bis violett-roten Überzug. Dieser Vorgang kann mit dem Rosten eines Eisennagels verglichen werden. Die Quarzkörner, die den überwiegenden Anteil des Buntsandsteins darstellen, sind in ihrer reinen Form hellgrau bis weiß. Ab und zu sind an den Felswänden hellere Schichten zu erkennen. Hier sind zwei unterschiedliche Entstehungsbedingungen denkbar:
1. Hydrothermale Bleichung:
In geeigneten, durchlässigen Schichten kann warmes Tiefenwasser eindringen und die Eisenbestandteile herauslösen und abführen.
2. Transport durch den Wind:
Hier werden die Hämatitumhüllungen der Quarzsande beim Transport durch die Luft stärker abgerieben und zeigen so die ursprüngliche Farbe. Schwarze und harte Gesteinskrusten weisen auf Eisen- und Manganoxide hin, die aus dem Inneren des Gesteinverbandes herausgelöst und an die Gesteinsoberfläche transportiert wurden. Zudem gibt es weiße Ausblühungen von verschiedenen Salzen aus dem Gestein.
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