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Die Frauensiedlung Loheland war in den 1920ern ein wichtiges Zentrum der europäischen Reformbewegung. Bis heute besitzen die dort praktizierte ganzheitliche Lehre und die bestehenden Baudenkmäler einen herausragenden kulturgeschichtlichen Wert.
Die Frauensiedlung Loheland ist ein Zeugnis der europäischen Reformbewegung der Moderne. Sie entstand zeitgleich mit dem Bauhaus ab 1919 mit der Gründung der „Loheland Schule für Körperbildung, Landbau und Handwerk“. Bis 1934 wuchs die Anlage auf dem Herzberg unweit von Fulda auf 20 Bauten an. Heute steht die Siedlung, die auch später noch erweitert wurde, als Gesamtensemble unter Denkmalschutz.Die Gründung von Loheland geht auf die Initiative von Louise Langgaard und Hedwig von Rohden zurück. Die beiden Frauen hatten seit 1912 ein „Seminar für klassische Gymnastik“ unterrichtet und gründeten 1919 die Loheland Schule als ganzheitliche Ausbildungsstätte für junge Frauen. Dabei ging es nicht nur um Körperbildung, Tanz und Musik, sondern auch um Handwerk und bildkünstlerische Tätigkeiten. Zudem wurde mit biodynamischem Land- und Gartenbau experimentiert.Lernen, Arbeiten und das soziale Leben in der Gemeinschaft – etwa 24 Lehrkräfte lebten in den 1920ern in Loheland – verbanden sich im Siedlungskonzept. Die Bauten unterschieden sich dabei allerdings stark vom parallel wirkenden Bauhaus. Sie zitierten mit Schrägdächern, Holzverkleidungen, Natursteinwänden und Fachwerk traditionelle Heimatschutzarchitektur. Neben Louise Langgaard wirkte u. a. auch der Hamburger Architekt Walther Baedeker beim Bau mit.Die Gebäude besitzen jeweils eine eigene Charakteristik. Ein Loheländer Gesamtkunstwerk, das noch mit Originalmöbeln ausgestattet ist, ist zum Beispiel das schlanke Evahaus mit spitzem Satteldach, in dem einst die Tänzerin Eva Maria Deinhardt wohnte. Experimentell war dagegen die Waggonia von 1927, die aus vier ausrangierten Eisenbahnwaggons besteht, die mittels einer Holzverkleidung zu einem U-förmigen Bau zusammengefügt wurden. Imposant ist der 1924 begonnene Franziskusbau mit seinem an Sakralbauten erinnernden Natursteingewölbe, der 1982 eine Erweiterung erhielt.Die Gesamtanlage umfasst mittlerweile 40 Bauten. In der idyllischen Siedlung, in der heute nicht nur Frauen, sondern auch Familien und einige Oberstufenschüler leben, befinden sich unter anderem eine Rudolf-Steiner-Schule, ein Kindergarten und das Archiv der 1971 gegründeten Loheland-Stiftung. Loheland steht Besuchern zur Besichtigung offen. [KS]
Nyitvatartás
Sommer (01.03. - 31.12.)
täglich 8 - 18 Uhr
Winter (01.01. - 29.02.)
täglich 8 - 17 Uhr
Tömegközlekedéssel
Nächstgelegener Bahnhof der Deutschen Bahn: Fulda
Nächstgelegene Haltestelle ÖPNV (Bus, Straßenbahn o.ä.): Loheland-Schule
Parkolás
Am Objekt befinden sich kostenfreie PKW- und Bus-Parkplätze.
Koordináták
Ajánlatok a környéken
Loheland

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