Hülben sind typische Gewässerformen der Schwäbischen Alb. Sie entstanden häufig als Sammelstellen für Regenwasser und dienten früher der Wasserversorgung von Mensch und Vieh in der ansonsten wasserarmen Karstlandschaft. Die Neue Hülbe wurde bereits früh in historischen Urkunden erwähnt. Ihre rechteckige Form lässt auf eine künstliche Anlage schließen, auch wenn ihre genaue Entstehungszeit nicht eindeutig geklärt ist.
Seit 1930 steht das Gewässer unter Naturschutz. Um eine vollständige Verlandung zu verhindern, wurden in den Jahren 1971 und 1981 Teilbereiche ausgebaggert. Im Zentrum der Hülbe hat sich über Jahrzehnte ein besonderer Schwingrasen mit Torfmoosen entwickelt. Diese schwimmende Vegetationsdecke bildet einen wertvollen Lebensraum für seltene Moor- und Feuchtpflanzen.
Zu den bemerkenswerten Arten zählen unter anderem die gefährdete Gewöhnliche Moosbeere, Torfmoose, Schnabel-Segge sowie Pflanzen wie Fieberklee und Blutauge. Auch zahlreiche Libellenarten, Wasserschnecken und Amphibien finden hier geeignete Lebensräume.
Umgeben von Grünland und lockeren Gehölzbeständen mit Weiden und Moorbirken wirkt die Neue Hülbe wie eine stille Oase in der offenen Landschaft. Als Naturdenkmal und kulturhistorisches Zeugnis der früheren Wasserbewirtschaftung ist sie ein besonders schützenswerter Bestandteil der Alblandschaft.
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Böhmenkirch - Wir sind oben - auf der Alb!
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