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Prinzensteig (Variante SG II) - Mitterkarhütte - Lackenhütte

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  • Morgennebel am Toplitzbach – Blick zum Backenstein
    Morgennebel am Toplitzbach – Blick zum Backenstein
    Foto: Wolfgang Drexler, Alpenverein Gebirgsverein

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    Eine lange, unmarkierte Rundtour, die zunächst technisch und dann orientierungsmäßig sehr anspruchsvoll ist, dafür aber mit völlig unberührter Karstlandschaft in mittlerer Höhenlage belohnt.
    schwer
    Strecke 18,5 km
    8:30 h
    1.068 hm
    1.068 hm
    1.655 hm
    709 hm
    Hinter dem Gasthof Fischerhütte wird vor Absturzgelände oberhalb des Toplitzsees gewarnt, denn der Prinzensteig verläuft am See entlang ziemlich schmal und ausgesetzt. Dort, wo er das Ufer verlässt, ist er im Aufstieg aufgrund des felsigen und steilen Geländes selbst mit Hilfe von GPS nur schwer zu finden. Als Alternative für diesen Abschnitt gibt es eine direkte Klettervariante im Schwierigkeitsgrad II.

    Sobald man beim Hinterbach angelangt ist, sind die Kletter-Schwierigkeiten dieser Tour bewältigt. Dafür beginnt bald danach eine Abfolge alter Wege und Pfade, die ohne moderne Hilfsmittel kaum noch zu finden sind. GPS und eine gute digitale Karte sind unabdingbar, um im weitläufigen Karstgelände der Pfadspur zur Mitterkarhütte zu folgen, die nur spärlich mit Steinmännern gekennzeichneten ist. Noch kniffliger ist dann der Weiterweg zur Lackenhütte, wo es darum geht, per GPS jeweils den nächsten Steinmann zu entdecken.

    Erst bei der Lackenhütte trifft man wieder auf einen gut erhaltenen Weg, der zum Drei-Seen-Blick und zurück ins Tal führt.

    Autorentipp

    Die Originalroute am Prinzensteig ist von oben wesentlich einfacher zu finden als von unten: Es empfiehlt sich eine entsprechende Erkundungstour.
    Schwierigkeit
    T5II schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Gefahrenpotenzial
    Höchster Punkt
    1.655 m
    Tiefster Punkt
    709 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez
    Exposition
    NOSW

    Wegearten

    Schotterweg 29,99%Naturweg 6,21%Pfad 63,55%Straße 0,03%Unbekannt 0,19%
    Schotterweg
    5,5 km
    Naturweg
    1,1 km
    Pfad
    11,7 km
    Straße
    7 m
    Unbekannt
    36 m
    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    Diese Tour verlangt absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie hervorragendes Orientierungsvermögen.

    Die Direkt-Variante als Alternative zum unteren Prinzensteig erreicht den Kletter-Schwierigkeitsgrad II.

    Die alte Route vorbei an der Mitterkarhütte zur Lackenhütte ist heute nur mehr mit GPS und digitaler Karte zu finden. Man sollte daher im Umgang mit diesen Hilfsmitteln geübt sein.

    Insgesamt ist die hier beschriebene Tour nur für sehr erfahrene und umsichtige Bergsteiger geeignet.

    Weitere Infos und Links

    Prinzensteig – Vorderbachalm

    Weiße Wand über Plotschkar ab/bis Gößl

    Drei-Seen-Blick

    Elm mit Überschreitung

    Redender Stein über Widderkar und Steinerne Stiege

    Lahngangseen über Neusteinsattel und Bärensteig

    Hinterer Bruderkogel über Dreibrüdersee mit Widderkar

    Backenstein mit Aufstieg über den "Jägersteig"

    Hundskogel über Lärchkar (SG I)

    Trisselwand über Nanigrubn (Lahnegrubn)

    Wegbeschreibung

    Von Gößl aus folgt man dem Wanderweg in Richtung Toplitzsee, hält sich dabei zwei Mal links und geht über eine Brücke, um vorbei an der Gößler Wand das Gasthaus Fischerhütte zu erreichen. Dort durchquert man den Gastgarten, geht am Kiosk vorbei und am Seeufer entlang weiter, wo ein schmaler, unmarkierter Steig beginnt, der oberhalb einer im See schwimmenden Holzpattform schräg nach links über eine Felsrampe hinauf führt. Anschließend verläuft der Pfad parallel zum Seeufer weiter, teilweise auf schmalen Felsbändern etwas ausgesetzt, später schräg durch Buchenwald (Steinmänner) bis zu einer markanten Bachüberquerung auf einem gesicherten Baumstamm. Auf der anderen Seite des Vorderbaches geht es schräg nach links ansteigend bergauf - hier wird der Verlauf des Pfades von unten kommend undeutlich. Die Originalroute des Prinzensteigens führt nach links und ein Stück weit parallel zum Vorderbach, um dann nach rechts oben in Zick-Zack durch die Schrofen hochzuführen, wo die Route dann auch durch Steinmänner und Rotpunkte gekennzeichnet ist.

    Wenn man diesen Aufstieg nicht findet, kann man alternativ dazu am Wandfuß entlang nach rechts weiterqueren, bis man plattige Felsschrofen erreicht hat, diese schräg nach oben überklettern und einen massiven querliegenden Baumstamm übersteigen, danach ein Stück weit senkrecht bergauf kraxeln bis zu einer kleine Höhle im Felsen. Von dort steigt man zunächst schräg nach rechts weiter über Schrofen bergauf (SG I+) und geht weiter oben am Wandfuß im lichten Wald nach links zurück, bis man eine markante, sehr steile rinnenartige Verschneidung erreicht hat, in der meist Wasser fließt. Durch diese felsige Wasserrinne klettert man etwas schräg nach rechts verlaufend hoch (SG II), vorbei an viel Totholz, bis die Rinne sich weitet und flacher wird. Danach folgt man rechts einer weiteren steilen, aber trockenen Rinne nach oben, quert später auf den felsigen Rücken rechts von ihr aus und folgt diesem Rücken bergauf, bis man eine deutlich ausgeprägte, quer verlaufende Flachzone erreicht, wo man auf Steinmänner trifft und damit den hier von links kommenden  Prinzensteig wieder erreicht hat. Man folgt den Steinmännern durch den Wald nach rechts bis zu einer Querrampe (Rotpunktmarkierungen), danach steil bergauf bis zum Wandfuß und an ihm weiter bergauf bis zu einer überhängenden Felswand (großer Steinmann), steigt durch einen steilen Schrofenriss auf eine felsige Rippe (Rotpunkte) und folgt dieser Rippe entlang von Steinmännern nach oben, bis das Gelände flach wird. Nach einem kurzen Abstieg zu einem Sattel im Wald geht man schräg nach rechts flach weiter und folgt einem deutlichen Pfad entlang von Steinmännern bis zum Hinterbach, wo man auf das Ende eines alten Forstweges trifft. Bei der ersten Abzweigung nach rechts verlässt man diesen Forstweg wieder und geht auf einem Ziehweg über den Bach und dann bergauf bis zum Wald und zu einer T-Kreuzung, wo man sich links hält, um bei der nachfolgenden T-Kreuzung dann nach rechts abzubiegen und einem breiten Schotterfahrweg über zwei Kehren hinweg bis zu seinem Ende zu folgen.

    Wenige Meter vor dem Wendeplatz am Ende des Fahrweges  führt in spitzem Winkel nach links ein unscheinbarer und nicht-markierter Pfad schräg bergauf, der bald zu einem kleinen Hohlweg mit deutlichen Begehungsspuren wird. Hinter einem kleinen Sattel mit einer alten Skimarkierung („Bei den Liagern“) durchquert man lichten Lärchenbestand und folgt den spärlichen Steinmännern schräg bergauf zu einer Steinmauer mit Durchstieg und weiter zu einer T-Kreuzung mit einer alten roten Pfeilmarkierung am Fels. Nach links ginge es hier weiter in Richtung Elmgrube, nach rechts beginnt der Verbindungspfad zur Mitterkarhütte, der zunächst auf einen flachen Sattel und dahinter bergab in eine Karstmulde führt, wo sich die Wegspuren verlaufen. Spätestens hier wird man die Hilfe des GPS benötigen, um den weiteren Verlauf der Route schräg nach links und durch eine felsige Einsattelung zu finden. Danach erkennt man wieder Steigspuren, die durch die wilde Karstlandschaft auf und ab führen, bis ein markanter Linksknick erreicht ist, von wo es auf einem ziemlich deutlichen Steig in gerader Linie bis zur Mitterkarhütte weitergeht.

    Man passiert die Mitterkarhütte sowie ihr „Häusl“ und geht in einem weiten Bogen nach rechts auf einen markanten Steinmann zu. Ab hier wird man neuerlich GPS benötigen, um gerade weiter auf einen Karstrücken und dort in einem 90-Grad-Winkel nach links zu navigieren, wo man dem Rücken folgend nach ca. 100 Metern wieder auf kleine Steinmänner und Pfadspuren trifft. Diese drehen bald nach rechts, führen später bergab durch eine felsige Schlucht und über einen Steinwall und anschließend durch eine flache Rinne wieder leicht bergauf (Steinmänner). Der Pfad verläuft schließlich durch Latschen und macht eine Biegung nach links, wo man kurz vor einem kleinen Schuttkar samt Hirschpfuhl in spitzem Winkel schräg nach rechts unten in eine Rinne absteigt und dieser auf Steigspuren folgt, bis man die „Lacken“ erblickt und schräg nach rechts die obere Hütte erreicht, von der es auch zur unteren Lackenhütte nicht mehr weit ist, wo ein Sonnenbankerl zur Rast einlädt.

    Direkt vor der unteren Hütte beginnt ein deutlicher Weg, der über zwei kleine Steinbrücken nach links und bald leicht bergauf führt, dann in einer Querung unter einer Felswand entlang und ein paar Meter bergab in ein kleines Kar. Hier biegt man in spitzem Winkel nach rechts unten ab und folgt einem deutlich sichtbaren alten Almweg talwärts bis zu den Wegweisern zum „Drei-Seen-Blick“ nach rechts, der in wenigen Minuten erreicht ist.

    Vom „Drei-Seen-Blick“ aus folgt man dem beschilderten Rückweg nach Gößl.

    Einkehr
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    Wegpunkt
    Startpunkt
    Endpunkt
    Tiefpunkt
    Höhepunkt
    Vorhersage
    Heute {low} bis {high} und {precipitation} {precipitation_type}
    {x} weitere anzeigen
    Foto
    Video

    Öffentliche Verkehrsmittel

    Busverbindung von Bad Aussee über Grundlsee-Ort bis nach Gößl.

    Anfahrt

    A9 bis zur Abfahrt Liezen, über die B320 (Ennstal-Bundesstraße) bis Stainach-Irdning, dann B145 bis Bad Aussee und weiter über Grundlsee-Ort bis nach Gößl.

    Von Norden kommend auf der die B145 über Bad Ischl und Bad Goisern nach Bad Aussee und weiter über Grundlsee bis nach Gößl.

    Parken

    Öffentlicher Parkplatz am See-Ufer in Gößl.

    Sämtliche Parkplätze am Grundlsee sind gebührenpflichtig!

    Koordinaten

    DD
    47.636426, 13.904010
    GMS
    47°38'11.1"N 13°54'14.4"E
    UTM
    33T 417671 5276473
    w3w 
    ///ausgelastet.erbse.genug
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchtipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Kartentipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Wanderausrüstung.

    In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.

    GPS und digitale Karte sind auf dieser Tour unbedingt erforderlich!


    Nutzerfragen


    17.08.2023
    Wolfgang Drexler  
    Sehr spannende historische Dokumente!!! Und ein weiteres Projekt, über das man 100 Jahre später nur mehr den Kopf schütteln kann… Ist auch bekannt, woran das „Abringen von 900 Pferdestärken“ letztlich gescheitert ist?
    17.08.2023
    Sepp Einzenberger  
    Fragesteller
    Kannst Du mir Deine Mail-Adresse senden an sepp@flashnet.co.at dann sende ich Dir mehr INFOs und die Antwort auf Deine Frage.

    21.08.2019
    Wolfgang Drexler  
    Hallo Alex, eine sehr interessante und kreative Frage, die du da stellst! Die Antwort darauf lautet wohl: „Im Prinzip schon, aber…“ Allen mir verfügbaren Karten zufolge gibt es keinerlei Weg(spuren) auf einer solchen Abkürzung. Man ist dort also frei im Gelände unterwegs und hat dabei auch eine beträchtliche Höhendifferenz (mehr als 200 HM) bergab zu überwinden. Das Gelände ist somit alles andere als flach. Außerdem befindet man sich im Karst und trifft auf jede Menge kleinere und größere Hindernisse. Die Vegetation ist allerdings auf den Satellitenbildern licht genug, dass ein Durchkommen möglich sein sollte, vermutlich wird es aber ein echter „Kampf“. In jedem Fall müsste man unbedingt die sogenannte „Kammertret“ oberhalb des Drei-Seen-Blicks ansteuern und nicht den Drei-Seen-Blick selbst, denn dieser liegt in absolutem Absturzgelände. Meine Voraussage insgesamt wäre: WENN eine solche Abkürzung des Weges überhaupt gelingt, dann dauert sie vermutlich wesentlich länger als der „Umweg“ über die Lackenhütte. LG, Wolfgang
    21.08.2019
    Alex S.
    Fragesteller
    Hallo wolfgang, danke für deine wertvolle und rasche Antwort. Ja, da hast du sicher recht. Und die Aussicht von der Lackenhütte ist ja auch was besonderes! Lg alex
    20.10.2020
    Dominika Meindl
    Lieber Wolfgang, ist das zufällig die Tour, bei der wir einander getroffen haben? Meine Wegfindung war an diesem Tag ohne GPS tatsächlich recht herausfordernd! ;-) Liebe Grüße, Dominika

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    Schwierigkeit
    T5II schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    18,5 km
    Dauer
    8:30 h
    Aufstieg
    1.068 hm
    Abstieg
    1.068 hm
    Höchster Punkt
    1.655 m
    Tiefster Punkt
    709 m
    Rundtour Aussichtsreich Geheimtipp ausgesetzt Kletterstellen

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

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