Pfälzerwald-Verein e.V.
Das Sieges- und Friedensdenkmal in Edenkoben wurde 1899 auf dem Werderberg bei Edenkoben zur Erinnerung an den Sieg im Krieg von 1870/71 errichtet. Heute wird das Denkmal meist nur „Friedensdenkmal“ genannt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sieges-_und_Friedensdenkmal_Edenkoben
Ehemals Siegesdenkmal, wurde 1899 auf dem Werderberg bei Edenkoben erbaut. Es soll an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnern. Der Standort des Denkmals wurde gewählt, weil man von dieser Stelle (genau genommen vom Straßburger Stein, ganz in der Nähe, ca. 300m) die Signale aus Straßburg über den Sieg der geeinten Deutschen über die Franzosen, erhalten hatte. Das nach Osten geöffnete Bauwerk bietet bei gutem Wetter, am besten von seiner „Dachterrasse“ aus, einen schönen Blick über Edenkoben und die Rheinebene bis zum Odenwald und Heidelberg. Die Terrasse erreicht man von der Westseite über eine Sandsteintreppe mit 65 Stufen. Das Denkmal ist mit Ornamenten und Fresken verziert. Außerdem sind die Wappen von Bayern und der Pfalz aus dem 19. Jahrhundert jeweils rechts und links des Denkmals angebracht. Im Gewölbe findet man die drei Herrenbüsten von Kaiser Wilhelm I., König Ludwig II. und Prinzregent Luitpold (den Hauptinitiatoren dieses Krieges). Die zwei Frauen darunter symbolisieren Nord- und Süddeutschland. Unter ihren Händen, welche sie sich halten, steht: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern. In keiner Noth uns trennen und Gefahr“(?) Die vier Medaillons hinter den Büsten zeigen die Heerführer und Politiker von 1870/71. Es sind, von rechts nach links: General von der Tann, Reichskanzler Fürst Bismarck, Generalfeldmarschall Graf Moltke und General von Hartmann. Im Hintergrund sind die Wappen der einzelnen Kleinstaaten zu erkennen, die sich bei Kriegsbeginn zusammenfanden und später zum Deutschen Reich wurden . Es waren die Norddeutschen Staaten - Preußen, Baden, Württemberg, Strelitz, Schwerin, Braunschweig, Oldenburg, Bremen, Rudolstadt, Lübeck, Schwarzburg, Sondershausen, Hamburg, Mecklenburg, u. a.. Die Süddeutschen Staaten - Bayern, Hessen, Sachsen, Weimar-Eisenach, Meining, Altenburg-Sachsen, Waldeck, Coburg-Gotha, Reussal ,Reuss i.l. Lippe, u.a.. Die Decke ziert ein Mosaik in welchem u.a. die Kaiserkrone abgebildet ist und darunter der Spruch: „Einigkeit macht Stark“. Vor dem Gewölbe befindet sich die Bronzestatue eines reitenden Jünglings. Ursprünglich befand sich ein Schwert in seiner Hand. Bei der 1200-Jahrfeier Edenkobens wurde das Schwert durch einen Palmzweig ersetzt und aus dem Siegesdenkmal wurde das Friedensdenkmal. Heute finden dort öffentliche (Musik) und private (Hochzeit) Veranstaltungen statt. Geplant und gebaut wurde das Bauwerk von August Drumm, M. Dülfer und Christian Hocke. 1989 wurde das Denkmal renoviert. Der Deutsch-Französische Krieg Im Vorfeld des Krieges standen politische Spannungen zwischen dem Kaiserreich Frankreich und dem aufstrebenden Königreich Preußens. Die französische Bevölkerung befürworteten einen „populärer Krieg“ gegen Preußen um die Ehre Frankreichs zu retten und setzte Napoleon III. (*20.04.1808 – +09.01.1873) unter Druck. Der eigentliche Anlass bildete die Kandidatur von Prinz Leopold von Hohenzollern (*22.09.1835 - +08.06.1905) auf den Thron Spaniens. Damit wäre die Vormachtstellung Frankreichs in Gefahr, die Franzosen fürchteten eine „Umklammerung“ durch das Hause Hohenzollern, ein Zustand den sie unter keinen Umständen dulden wollten. Auf Anraten des Königs von Preußen, Wilhelm I. (*22.03.1797 - +09.03.1888), verzichtete Prinz Leopold auf den Thron. Nun sollte König Wilhelm I. den Franzosen zusichern, das auch in Zukunft die Hohenzollern auf den Thron Spaniens verzichteten. Wilhelm I. lehnte dies jedoch ab. Über diese Entscheidung, Wilhelm I., informierte der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck (*01.04.1815 - +30.07.1898) die Länder des Norddeutschen Bundes. Er schickte ein Telegramm in geänderter Form, das auch als „Emser Depesche“ bekannt wurde. Frankreich fühlte sich durch diese Depesche beleidigt und erklärte Deutschland den Krieg. Anders als erwartet, verbündeten sich der norddeutsche Bund und die süddeutschen Staaten gegen Frankreich. Zusätzlich blieb die Unterstützung Dänemarks, Österreichs und Italiens für Frankreich aus. Es standen sich also nur die Deutschen und die Franzosen gegenüber. Am 4. August 1870 griffen preußische und bayrische Truppen die Franzosen im Elsass an! Weißenburg, Wörth (siehe auch: Aussichtspunkte - Friedensturm Wörth (F)) und Spichern wurden in schneller Folge genommen. Deutsche Armeen besiegten den Gegner oder zwangen ihn zum Rückzug. Napoleon III. wurde bei Sedan gefangengenommen, Metz eingekesselt und Paris im Dezember 1870 von deutscher Artillerie beschossen. Am 28 Januar 1871 fällt Paris nach schweren Kämpfen und Belagerung in deutsche Hand. Die restliche französische Armee wird bis in die Schweiz zurückgedrängt, wo sie schließlich interniert wird. Im Mai 1871 wurde zwischen den Kriegsparteien der Frieden beschlossen. Der Krieg forderte 49400 Tote auf deutscher und 139000 Tote auf französischer Seite. Die Franzosen mussten den Deutschen eine Kriegsentschädigung in Höhe von 4 Mrd. Mark bezahlen, sowie das Elsass und Lothringen an Deutschland abgeben. Nach Ende des Krieges war das Französische Kaiserreich zusammengebrochen, während sich die deutschen Staaten zu einem gemeinsamen Deutschland zusammengeschlossen hatten. Noch während des Krieges wurde in Versailles das deutsche Kaiserreich gegründet. Der neue deutsche Kaiser wurde Wilhelm I.
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