Pfälzerwald-Verein e.V.
Östlich von Edenkoben, südlich des Werderbergs, 316m ü.NN.
Gedenkstein mit Blick auf die Rheinebene und auf die Rietburg.
Quelle: www.rittersteineundmehr.de
Zu Ehren General von Werder, der die deutschen Truppen 1870/71 zum Sieg über die Franzosen führte.
Gedenkstein für das erhaltene Signal des Sieges der Deutschen über die Franzosen. An der Stelle des Gedenksteins wurde das Signal, übermittelt durch optische Telegraphen (siehe auch: Rittersteine – Signal), welches vom Sieg der Deutschen kündete, gesehen. Auf der Vorderseite, des aus Sandstein gearbeiteten Gedenksteines, steht: „28. September 1870“ darunter : “O Straßburg, o Straßburg, du wunderschöne Stadt“. Unter dem Text befand sich, wohl aus einem anderen Material, eine Platte, im Sandstein eingelassen. Leider fehlt diese heute. Auf der Rückseite steht: “Straßburg verloren 30. IX. 1681. Wiedergewonnen 28. IX. 1870“. Straßburg ging, sowie das Elsass und Lothringen, durch die Reunionkriege/politik von König Ludwig XIV. (*05.09.1639 - +01.09.1715 genannt: „der Sonnenkönig“) am 30.09.1681 an Frankreich verloren. Optischer Telegraph: Auf einem Turm aus Holz oder Stein stand ein fünf Meter hoher Mast mit einem beweglichen Querbalken. An beiden Enden des Balkens befand sich ein kleinerer schwenkbarer Balken. Durch verdrehen der einzelnen Balken konnte man verschiedene Figuren erzeugen. Jeder Figur wurde ein bestimmter Buchstabe oder eine Zahl zugeordnet. Insgesamt konnte man 196 verschiedene Zeichen erstellen. Auf einer Strecke von 250km wurde ein Buchstabe in nur 2 Minuten übermittelt. In der Pfalz gab es vermutlich mehrere Linien. Von Metz nach Landau, Straßburg – Mainz, Metz – Mainz und Paris – Mainz. „Übertragen“ wurde aber nur in einem geheimen Code, damit der Feind nicht mitlesen konnte. Diese Methode funktionierte nur bei Tage und guter Sicht. Nach Aufkommen der elektromagnetischen Telegraphen, verschwand der Optische. Der Deutsch-Französische Krieg Im Vorfeld des Krieges standen politische Spannungen zwischen dem Kaiserreich Frankreich und dem aufstrebenden Königreich Preußens. Die französische Bevölkerung befürworteten einen „populärer Krieg“ gegen Preußen um die Ehre Frankreichs zu retten und setzte Napoleon III. (*20.04.1808 – +09.01.1873) unter Druck. Der eigentliche Anlass bildete die Kandidatur von Prinz Leopold von Hohenzollern (*22.09.1835 - +08.06.1905) auf den Thron Spaniens. Damit wäre die Vormachtstellung Frankreichs in Gefahr, die Franzosen fürchteten eine „Umklammerung“ durch das Hause Hohenzollern, ein Zustand den sie unter keinen Umständen dulden wollten. Auf Anraten des Königs von Preußen, Wilhelm I. (*22.03.1797 - +09.03.1888), verzichtete Prinz Leopold auf den Thron. Nun sollte König Wilhelm I. den Franzosen zusichern, das auch in Zukunft die Hohenzollern auf den Thron Spaniens verzichteten. Wilhelm I. lehnte dies jedoch ab. Über diese Entscheidung, Wilhelm I., informierte der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck (*01.04.1815 - +30.07.1898) die Länder des Norddeutschen Bundes. Er schickte ein Telegramm in geänderter Form, das auch als „Emser Depesche“ bekannt wurde. Frankreich fühlte sich durch diese Depesche beleidigt und erklärte Deutschland den Krieg. Anders als erwartet, verbündeten sich der norddeutsche Bund und die süddeutschen Staaten gegen Frankreich. Zusätzlich blieb die Unterstützung Dänemarks, Österreichs und Italiens für Frankreich aus. Es standen sich also nur die Deutschen und die Franzosen gegenüber. Am 4. August 1870 griffen preußische und bayrische Truppen die Franzosen im Elsass an. Weißenburg, Wörth (siehe auch: Aussichtspunkte - Friedensturm Wörth (F)) und Spichern wurden in schneller Folge genommen. Deutsche Armeen besiegten den Gegner oder zwangen ihn zum Rückzug. Napoleon III. wurde bei Sedan gefangengenommen, Metz eingekesselt und Paris im Dezember 1870 von deutscher Artillerie beschossen. Am 28 Januar 1871 fällt Paris nach schweren Kämpfen und Belagerung in deutsche Hand. Die restliche französische Armee wird bis in die Schweiz zurückgedrängt, wo sie schließlich interniert wird. Im Mai 1871 wurde zwischen den Kriegsparteien der Frieden beschlossen. Der Krieg forderte 49400 Tote auf deutscher und 139000 Tote auf französischer Seite (siehe auch: Orientierungspunkte - Turkogräber). Die Franzosen mussten den Deutschen eine Kriegsentschädigung in Höhe von 4 Mrd. Mark bezahlen, sowie das Elsass und Lothringen an Deutschland abgeben. Nach Ende des Krieges war das Französische Kaiserreich zusammengebrochen, während sich die deutschen Staaten zu einem gemeinsamen Deutschland zusammengeschlossen hatten. Noch während des Krieges wurde in Versailles das deutsche Kaiserreich gegründet. Der neue deutsche Kaiser wurde Wilhelm I. Um dem Gedenken des Sieges von 1871 einen schöneren Rahmen zu geben, wurde das, in nur wenigen Schritten entfernte, Friedensdenkmal (früher Siegesdenkmal) über Edenkoben gebaut. (siehe auch: Aussichtspunkt – Friedensdenkmal).
Text: www.rittersteineundmehr.de
Zu Ehren General von Werder, der die deutschen Truppen 1870/71 zum Sieg über die Franzosen führte.
Im Sommer 1872 wurde auf dem Werderplatz ein Sandsteinobelisk zur Erinnerung an die Eroberung Straßburgs aufgestellt.
Gestaltet wurde das Denkmal von dem Edenkobener Bildhauer Kleindienst.
Mit dem Plan ein Siegesdenkmal zu errichten wurde der Straßburger Stein südlich, an den Rand des frühern Steinbruch versetzt.
Ursprünglich befand sich in der Einfassung ein Portrait des Generals, die Spitze des Denkmals krönte ein Adler.
Auf der Rückseite des Straßburger Stein steht geschrieben: "Straßburg verloren 30.IX. 1681 Wiedergewonnen 28. IX. 1870"
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