Tief verwurzelt im katholischen Glauben war es im 19. Jahrhundert für die Bauern selbstverständlich, sich mit Haus- und Feldkreuzen Stätten der Andacht zu schaffen. Man baute sie zum Beispiel bei Viehseuchen, nach Unwettern, persönlichen Unglücksfällen oder in Erinnerung an liebe Menschen. Die Wanderung führt zu Feld- und Hauskreuzen, einer Kapelle und religiösen Bildnissen mitten im Wald.
Die Gestaltung der Orte der Stille reicht vom aufwändig gestaltetem Jesuskreuz an der Hauswand eines stattlichen Bauernhofs über den geschlossenen Andachtsraum einer schmucken Kapelle bis hin zum einfachen Marienbild. Bis heute wird die Glocke der Kapelle in Gumpeltshofen jeden Tag um 12 Uhr von der Hausherrin des benachbarten Hofs geläutet.
Die erste Hälfte der Wanderung prägen Wiesen, Weiden und ein Weiler. Beim Aufstieg auf den waldreichen Beurener Berg öffnet sich der Blick Richtung Westen. Bei guter Sicht sind in der Ferne die Waldburg und Schloss Zeil zu sehen. Kurz vor dem Abstieg Richtung Ausgangspunkt der Wanderung lohnt sich, die Augen nach Norden zu richten. Dort blinken die Urseen wie Spiegel am Horizont.
Autorentipp
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Bei der Betrachtung des Arma-Christi-Kreuzes an der Kreisstraße bitte auf den Verkehr achten.Weitere Infos und Links
Einkehrmöglichkeit: Landgasthaus zum Kreuz, Beuren
Gumpeltshofener Kapelle
Arma-Christi-Kreuz im Wetterkasten
Arma-Christi-Kreuz an der Kreisstraße
Aussichtspunkt Rolholz
Bildstöckle im Wald
Marienbildnis mit Jesuskind
Kirche St. Petrus und Paulus, Isny-Beuren
Koordinaten
Buchempfehlungen des Autors
Thierer, Manfred; Rückgauer, Ursula (2010): Stätten der Stille. Die Kapellen im Landkreis Ravensburg. Kunstverlag Josef Fink.
Kartenempfehlungen des Autors
Wanderkarte Isny Argenbühl, Maßstab 1:25.000
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