Die Felsőtárkányer Waldbahn wurde vor mehr als hundert Jahren zum Transport des im Bükk-Gebirge geschlagenen Holzes gegründet. Wie bei vielen anderen Waldbahnen wurden lange Zeit immer neue Zweigstrecken gebaut (hier nicht nur für den Holztransport), doch Ende der 1960er Jahre begann der Verfall, so dass heute im Vergleich zum früheren Streckennetz nur noch eine kleine Reststrecke von den kleinen Zügen befahren wird.
Die Schmalspurbahn musste zwei Jahre pausieren, in dieser Zeit wurde der Großteil der Strecke erneuert und die Wagen komfortabler modernisiert. Seit Juni 2023 sind die Züge wieder auf der gewohnten Strecke unterwegs.
Die Geschichte der Schmalspurbahn begann im Jahr 1915, als die erste Strecke von Felsőtárkány ins Hidegkúti-Tal gebaut wurde, bald folgte die Strecke zum Stimecz-Haus im Vöröskő-Tal. (Teile dieser Strecken sind heute noch in Betrieb: Züge fahren bis zum Näherei als erster Abschnitt, von dort bis zum Stimecz-Haus auf den als zweites entstandenen Gleisen). Damals sorgten noch Pferde für den Zugkraft, und das Holz wurde von Felsőtárkány mit Wagen weitertransportiert. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Bedeutung des Bükk-Gebirges für die Holzgewinnung größer, und parallel dazu begann auch der rapide Ausbau der Schmalspurbahn: Zuerst verlängerte man die Strecke bis Eger-Felnőmet und dann bis Eger-Faraktár, was die Verbindung zur Normalspurbahn schuf, danach entstanden mehr und mehr Zweigstrecken in den Tälern des Bükk.
Zu Beginn arbeiteten neben vier Dampflokomotiven auch sogenannte Motorloks in Felsőtárkány, allerdings nur bergauf: Bergab fuhr die Bahn als Rollbetrieb mit Achsrollen, also nutzte sie die Schwerkraft, damit die beladenen Züge aus den Wäldern ins Tal rollen konnten. Damals liefen die Gleise noch durch die Hauptstraße von Felsőtárkány, was viele Konflikte mit den Anwohnern verursachte. Anfangs kündigten Bremsmänner mit einer Glocke die Zugannahme an, später – in Anlehnung an die Blütezeit der Bahn – ritt ein Hornbläser vor den Zügen her. Dennoch kam es 1923 zu einer Katastrophe, als ein Zug eine Kuhherde überfuhr, woraufhin die aufgebrachte lokale Bevölkerung – wie moderne Ludditen – in der Nacht die Schienen zerschnitt. Daraufhin baute man eilig eine neue Streckenführung um das Dorf herum, an deren Stelle heute ein Radweg verläuft, auf dem man entlangfahren kann.
Der nächste große Schritt im Leben der Schmalspurbahn war die Einführung des Steintransports: 1938 wurde die Zweigstrecke zur Steinbruch im Berva-Tal gebaut – immer mehr Steine, gleichzeitig aber immer weniger Holz wurden transportiert, so dass ab 1946 das damals 46 Kilometer lange Netz nach und nach verkürzt wurde.
Zuerst wurde der Verkehr zwischen Eger-Felnőmet und Eger-Fatelep eingestellt, gleichzeitig wurde 1954 der Personenverkehr zwischen Felnőmet und Stimecz-Haus sowie zwischen Felnőmet und dem Berva-Steinbruch aufgenommen. 1961 kam die erste Diesellok auf die Schmalspurbahn, bald gefolgt von drei weiteren C50-Modellen. Die letzte große Entwicklung fand 1969 statt, als am Várhegy nahe Felsőtárkány eine 2,5 Kilometer lange Zweigstrecke zum Dolomitsteinbruch errichtet wurde. Gleichzeitig begann der Abbau der Gleise in den Waldbächen, was wohl die sichtbarste Phase des langsamen Verfalls war, als die Strecke zwischen Felnőmet und Felsőtárkány abgebaut wurde.
Glücklicherweise blieben die Gleise zwischen Felsőtárkány und Stimecz-Haus erhalten, so dass an den Wochenenden eine der beiden C50-Dieselloks ihre Runden auf der etwa 5 Kilometer langen Strecke dreht und je nach Jahreszeit und Wetter offene oder geschlossene Vierachs-Personenwagen zieht, sehr zum Vergnügen der Ausflügler.
Haltestellen:
Preise:
- Erwachsene: Einfache Fahrt 1500 HUF, Hin- und Rückfahrt 2500 HUF
- Kinder (3-14 Jahre oder mit Tagesstudentenausweis): Einfache Fahrt 1000 HUF, Hin- und Rückfahrt 1600 HUF
- Kinder unter 3 Jahren fahren kostenlos
- Hund: Einfache Fahrt 1000 HUF, Hin- und Rückfahrt 2000 HUF (Blindenführhunde fahren kostenlos)
- Fahrrad (transportierbar ohne Störung der Fahrgäste): Einfache Fahrt 1500 HUF, Hin- und Rückfahrt 3000 HUF
Fahrplan:
Die Züge verkehren von Mitte März bis Anfang November, der Fahrplan ist auf der Homepage der Schmalspurbahn verfügbar.
Die Angaben sind unverbindlich und entsprechen dem Stand von März 2025. Bitte informiere dich vor der Anreise auf der Webseite des Anbieters und melde uns Abweichungen!
Autorentipp
- Von Stimecz-Haus aus kann man parallel zur Schmalspurbahn bequem zu Fuß zurück nach Felsőtárkány wandern und dabei ein wenig beim Wildpark verweilen.
- Das Gebiet um das Stimecz-Haus und den Felsőtárkányer See eignet sich hervorragend zum Picknicken.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Höhenprofil anzeigenSicherheitshinweise
- Beim Gehen zwischen den Bahngleisen darf man nicht vergessen, dass jederzeit ein Sonderzug oder ein Gleiswartungsfahrzeug ankommen kann, und der Wald ist überraschend gut schalldicht. Halte immer genügend Abstand: Die breitesten Fahrzeuge können bis zu 2,5 m breit sein, das heißt links und rechts 70 cm vom Schienenträger entfernt, dazu kann eine überhängende Ladung oder eine offen stehende Tür kommen.
- Gehe niemals zwischen den Schienen oder auf den Weichen und in einem Umkreis von zehn Metern um sie herum: Diese Stellen sind meist ölverschmiert, die Schwellen sind rutschig, und die Weichen enthalten viele Stolperfallen, die besonders nachts oder bei Schnee verborgen bleiben.
- Stelle niemals eine Weiche um: Die Fallklappe kann auf deinen Fuß fallen, das bewegliche Herzstück kann auch andere Körperteile einklemmen, und der Zug, der auf eine falsch gestellte Weiche trifft, kann selbst bei sehr niedriger Geschwindigkeit einen Unfall verursachen.
- Halte einige Meter Abstand vor und hinter stehenden Fahrzeugen, wenn du die Gleise kreuzt: Der Zug oder seine Lok kann jederzeit ohne Warnung losfahren.
- Die Oberfläche der Schienen ist bei nassem Wetter selbst bei leichtem Rostschleier sehr rutschig.
Wegbeschreibung
Wenn man sich der Schmalspurbahn auf der Hauptstraße nähert, erscheint das Gleis fast aus dem Nichts, der kleine Bahnhof liegt unter einer riesigen Kiefer. Wer rechtzeitig ankommt, kann auch die Rangierbewegungen beobachten, die teilweise mithilfe der Schwerkraft durchgeführt werden, das heißt die Wagen rollen auf der abschüssigen Strecke mit Hilfe der Bremsen an die richtige Stelle. Nachdem alle ihren Platz eingenommen haben, beginnt die kleine C50-Lok zu dampfen, der Zug rollt über das winzige Betriebswerk und erreicht fast sofort die Haltestelle Felsőtárkány Felsenquelle, die eigentlich das Ende eines Stumpfgleises in unmittelbarer Nachbarschaft zum Felsőtárkány-See ist. Einst führte die Linie ins Barát-Tal von hier weiter durch die Felsenklamm bis zur Grenzwiese.
Der kleine Zug rangiert dann zurück bis zum Tor des Betriebswerks, setzt danach den Fahrweg vor den Häusern der Bocskai István-Straße fort und bewältigt dabei stellenweise recht steile Abschnitte. Nach dem letzten Haus öffnet sich zur Fahrtrichtung links die Landschaft dank einer Wiese, und man kann lange Zeit die hohen Gipfel des Bükk-Gebirges bewundern.
Nachdem man die Haltestelle Egeresvölgy-Näherei passiert hat, lohnt ein Blick nach rechts: Aus einem kleinen Wildpark schauen Mufflons und Rehe auf den rumpelnden Zug, dann beginnt das echte Erlebnis der Waldbahn im Vöröskő-Tal. Das Gleis, das parallel zum Bach verläuft, schlängelt sich unermüdlich in einem immer tiefer werdenden Tal empor, während jahrhundertealte Bäume sich darüber neigen und einen natürlichen Tunnel bilden – zur großen Freude der Fahrgäste.
In der Nähe des Stimecz-Hauses erreicht der Zug plötzlich eine Wiese, passiert einen Abzweig (hier kann die Lok wenden, bevor sie zurück nach Felsőtárkány fährt) und hat nur noch eine Kurve bis zur oberen Endhaltestelle vor sich, wo man an einer gemütlichen kleinen Haltestelle aussteigen kann. Rastplätze, Feuerstellen und markierte Wanderwege warten hier auf die Wanderer, die ab hier auch auf dem alten Verlauf der Schmalspurbahn zu Fuß weitergehen können.
Felsőtárkányi Erdei Vasút (Felsőtárkány Szikla-forrás megállóhely)
Felsőtárkányi Erdei Vasút (Egeresvölgy-Varróház megállóhely)
Varróház vadaskert
Felsőtárkányi Erdei Vasút (Stimecz-ház megállóhely)
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
- Für die Überlandbusse ist es sinnvoll, an der Haltestelle Felsőtárkány, Heizhaus auszusteigen.
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- Die Haltestelle Felsőtárkány, Heizhaus befindet sich direkt neben dem Bahnhof der Schmalspurbahn.
Parken
- Die Schmalspurbahn hat einen eigenen (begrenzten) Parkplatz – sollte dieser voll sein, empfiehlt sich ein Halt auf dem Parkplatz des nahegelegenen Dorfgemeinschaftshauses.
Koordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
Ausrüstung
- Um mit der Schmalspurbahn durchzufahren, benötigst du keine besonderen Ausrüstungsgegenstände.
- Wenn du planst, entlang der Bahngleise zu spazieren, ist wegen des Schotterbetts unbedingt festes, geschlossenes Schuhwerk notwendig.
Lokalisierung
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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