Der erste Englische Garten Ungarns wurde nach 1783 von dem Ingenieur, Ferenc Böhm entworfen, als die ersten Bäume um den künstlich ausgebildeten Alten-See und Cseke-See auf Bitte von Ferenc Esterházy gepflanzt wurden. Die Englischen Gärten, in denen die natürliche Gartengestaltung und keine exakt angelegten Beete bevorzugt werden, kamen ab den 1700-er Jahren in England in Mode. Aber in Europa wurden die exakt ausgestalteten, barocken, französchischen Gärten erst mehr als ein Jahrhundert später von ihnen abgelöst. So war der Englische Garten in Tata nicht nur der erste in Ungarn, sondern auch er ging seinem Alter voraus.
Der Englische Garten wurde selbst von der Natur inspiriiert,aber in einem idealisierten Bild. Bei seiner Gestaltung ist wichtig, dass er in die Landschaft passen soll und er darf mit keinem Zaun umgeben werden. Die Pflanzen sind in Gruppen mit großen Kontrasten gepflanzt, damit sie von allen Seiten gut aussehen. Der Garten in Tata war nicht nur wegen seiner neuartigen Gestaltung einzigartig. Er prunkte damals nicht nur in seiner heutigen Größe, sondern er befand sich eigentlich in dem ganzen Tata so, dass er sich in die Landschaft harmonisch einpasste.
In dem Park von Tata befinden sich mehrere solche Elemente, die den romantischen Charakter verstärken: kleine Brücken, Pavillons, Wasserfall, Ruinen, winkelige Promenaden. Aber das ist auch wichtig, dass er neben einem See angelegt wurde. Die zwei Griff Vögel am Eingang des Parks sind die Werke von Antal Schweiger. Das erneuerte, in seiner alten Pracht sichtbare Palmenhaus diente schon auch früher den Tourismus, da sich die Bewohner von Tata und die Besucher aus der Hauptstadt schon am Anfang des 20. Jahrhunderts in dem drin ausgestalteten Kiosk gern amüsierten. Neben den Promenaden erscheinen verschiedene Gartenbauwerke hier und da vor den Augen der Besucher. Eins ist davon die Kunsthöhle, die "Hölle" heißt, an deren Seite das Wasser einer Quelle rieselt.
Das älteste Gebäude des Englischen Gartens ist das Kleinschloss, das ursprünglich als Sommerhaus im Zopfstil gebaut wurde. Seine Besonderheit ist die Treppe der Terasse, die konzentrische Kreise darstellt, die entstehen, wenn man einen Kies ins Wasser wirft. Das geneigte Gebiet vor dem Gebäude benutzte Graf Miklós Ferenc Esterházy dafür, Theateraufführungen zu halten.
Im nördlichen Gebiet des Englischen Gartens stehen die Mauer einer Kunstruine im romantischen Stil, die Reste einer Kirche mit drei Schiffen imitiert. Die im Jahr 1801 gebauten Kunstruinen wurden von dem Archtekt, Charles Moreau entworfen - ins Bauwerk wurde leider auch die 24 Kapitelle und Balkenköpfe der Kirchenruine in Vértesszentkereszt aus dem 12. Jahrhundert eingebaut.
Um 1840 wurde das kleine Gebäude mit regelrechtem Oktaedergrundriss gebaut, das eine spitzbogige, türkische Moschee darstellt. Seine Besonderheit besteht darin, dass die Hütte eines heiligen, türkischen Einsiedlers damals an seiner Stelle stand. Vor dem Gebäude können wir uns auf der Kazinczy-Bank erholen, die an die Besuche des Schriftstellers hier erinnert. Auf dem südlichen Gebiet des Parks befindet sich das Tataer Trainingslager seit 1948, das zur Vorbereitung unserer Spitzensportlers dient.
In den 2010-er Jahren wurde das Gebiet aufgrund des 1823 gemachten Lageplan wiederhergestellt - ähnlich seinem ursprünglichen Zustand. Die Kunstruinen, das Kleinschloss und das Palmenhaus wurden auch renoviert und es wurde eine Freilichtbühne angelegt.
Den Cseke-See kann man auf dem mehr als 2 km langen Spazierweg bequem herumspazieren, bei dem wir bestimmt zahlreiche Angler treffen werden. An der Promenade kann man viele Trauerweiden sehen, was heute nicht mehr überraschend ist. Aber es ist sehr interessant, dass diese beliebte Baumart der Zeit der Romantik, die aus China stammt, wurde in Ungarn zuerst hier angepflanzt.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Englischen Gartens können wir sogar künstliche Inseln finden. Auf dem Gebiet zwischen dem Lager und dem Cseke-See befinden sich wunderschöne, alte Platanen, die hybride Enzeldinge sind und deshalb haben sie, wenn wir die Pflanzentaxonomie sehen, einen besonderen Wert.
Öffnungszeiten
Der Park darf über das ganze Jahr frei besucht werden.Preise:
Kostenlos.Öffentliche Verkehrsmittel
- Aus den Stadt- oder Fernbussen sollen wie an der Haltestelle Tata, Kristály Szálló aussteigen.
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- Wenn wir von der Haltestelle losgehen, sollen wir zwischen dem Forrás-ház (Quellen-Haus) und Hotel Kristály zum Szabadság Platz einbiegen, dessen Weiterführung die Damjanich Straße ist. Diese Straße führt direkt bis zum Eingang des Parks (250 m).
Parken
- In der Damjanich Straße können wir parken, die sich am östlichen Zipfel des Sees befindet.
Koordinaten
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