Im westlichen Vorsprung des Zentrums von Bükk stand einmal in dem engen Tal des Eger – Bachs auf dem steilen, rauen Felsen die Burg Szarvaskő. Der Ursprung ihres Namens ist nicht bekannt, aber nach der Legende verfolgten die Hunde bei einer Jagd einen Hirsch bis zum Gipfel, der von dort in die Tiefe sprang.
Ähnlich den anderen zeitgenössischen Burgen verordnete ihr Bau Béla der IV. wegen des Tatarensturms. Er wollte das Schutzsystem des Landes verstärken und Zuflucht für die Einwohner schaffen. Nach der bewahrten Urkunden gab Béla der IV. die Bauerlaubnis 1248 dem Bischof von Eger. Damals wurde der runde Felsen „ Kerekkő“ (Rundfelsen) genannt. Die Burg wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Es hatte damals keine militärische Bedeutung. Sie wurde beim Jagden und Festen benutzt. Zum Burggut gehörten damals mehrere Siedlungen. Die Zinsener, die hier lebten, mussten dem Burgherr Steuer bezahlen. Am Ende des 15. Jahrhunderts entwickelte sich die Siedlung Szarvaskő – alja. Davon entstand der verkürzte Name Szarvaskő. Diese Festung gehört zu den Burgen von Eger. Die Wachmannschaft wechselte sich jede Woche. Sie bekamen dann in einem Brotbeutel ihr Essen für die ganze Woche. Diese Art von den Burgen wurde damals als „Brotbeutelburg“ genannt.
In dem 16. Jahrhundert führte man lange Prozesse wegen der Burg und des Burggutes. In der Zeit der Türkenherrschaft gehörte sie zur Territorialhoheit des Burgkapitäns von Eger. Die Überwachung übte der berühmte Kapitän István Dobó aus. Bis die Burg Eger erfolgreich gegen Türken kämpfte, hielt sich auch die Burg Szarvaskő. Hier übernachteten Boten aber die Einwohner flohen langsam weg. Als Eger fiel, eroberten die Türken die Burg ohne Widerstand. Die Burgschützer flohen weg, als sie die Übermacht und ihre Hoffnungslose Lage sahen.
Fast 100 Jahre lang besaßen die Türken die Burg und diesen strategisch wichtigen nord-westlichen Durchgang. Als man 1687 unter der Führung eines italienischen Markgrafs zurückeroberte, nahmen einige Türken den Namen Szarvaskői auf und wurden Christen.
Nach der Türkenzeit lebte hier eine Zeitlang der Bischof von Eger István Telekessy im teilweise freiwilligen Exil, bis ihn der Papst in sein Amt zurücksetzte. Im 18. Jahrhundert verlier die Burg ihre strategische Bedeutung und begann stark zu verfallen. Die Einwohner haben ihre Steine bei den Bauarbeiten im Dorf benutzt. Sie wurden in die Häuser, Schulen und Kirchen eingebaut.
1910 stand noch die Fassadenmauer der Burg. Bis 1931 stand ein Teil des Mauers mit zwei Fensteröffnungen und einer Türöffnung. Diese Mauern sind verfallen. Bis heute blieben noch einige Grundwände, der Rest eines Turmes und der Burggraben auf. An der Stelle des Holzkreuzes auf dem südwestlichen Rand des Gipfels steht heute die Ungarische Fahne. Demgegenüber steht ein neues Kreuz zur Erinnerung an den Bischof und an die hier gestandene Sankt Nikolaus Burgkapelle. Nach den Ruinen kann man feststellen, dass die Burg 68 Meter lang und 14-26 Meter breit war.
Wahrscheinlich gab es 2 Tore, ein mehrstöckiges Keller, ein größerer und ein kleiner Turm, Wohnungen, Küche und Gefängnis in der Burg.
Die Burg funktioniert heute als Aussichtspunkt. Man kann von hier Szarvaskő und die umliegenden Gebirgen anschauen. Es ist interessant, dass hier keine archäologischen Ausgrabungen durchgeführt wurden. Man wollte nie die Burg rekonstruieren. Es ist vielversprechend, dass man seit 2015 versucht Mittel für die Ausgrabungen und für die Teilrekonstruktion zu finden.
Tipps des Autors
Der Felsen des Burgberges und seine Umgebung gehören heute zum Naturschutzgebiet Bükk. Hier leben zahlreiche geschützte Pflanzen. Aus der Dorfmitte startet ein geologischer Lehrpfad. Es läuft an der Markierung Blau \ (K\). Sie ist 10 Kilometer lang und zeigt die vulkanischen Gesteine und die Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Unterwegs sieht man das Major – Verdeck, die Burgruinen und den Akasztó – Berg.
Öffnungszeiten
Sie ist im ganzen Jahr zu besuchen.Preise:
KostenlosÖffentliche Verkehrsmittel
- Vom Zug Szilvásvárad-Eger Linie sollten sie in der Haltestelle Szarvaskő aussteigen.
- Wenn man mit dem Bus fährt sollte man an der Haltestelle Szarvaskő, italbolt aussteigen.
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- Vom Bahnhof geht man auf der Vasút Straße entlang bis zur Hautstraße. Dort biegen Sie rechts ab und an der Bushaltestelle wieder nach rechts. Folgen Sie die Markierung Blau (K) und Blau \ (K\). An einer Y Verzweigung führt die Markierung Blau L (KL) zu den Burgruinen.
- Von der Bushaltestelle führt der Weg durch den Parkplatz mit der Markierung Blau (K) und Blau \ (K\) dann Markierung Blau L (KL) zu den Bergruinen.
Parken
- Die Landstraße 25 führt durch Szarvaskő; Neben der Bushaltestelle in der Dorfmitte finden Sie einen Parkplatz.
Koordinaten
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