Kós Károly-kilátó (Aussichtsturm)
Zebegény ist ein wirklich reizendes Dorf, in dem man aus unzähligen Programmmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten wählen kann. Auf dem sich über dem Dorf in die Höhe ragenden Berghang erwartet seit Sommer 2015 ein Aussichtspunkt aus Holz diejenigen, die sich am märchenhaften Anblick des Donauknies erfreuen wollen.
Ein wenig Geschichte
Der „Vorfahr“ des Aussichtspunktes, ein Turm aus Metall, stand ab den 1960er Jahren bis 2014 nahe dem jetzigen Turm auf der Stelle des Gedenkmals für den Vertrag von Trianon. Der mit der Zeit gefährlich gewordene Aussichtspunkt wurde abgerissen und ein neuer wurde an einer entfernteren Stelle des Kalvarienbergs aus Holz errichtet. Árpád Csóka, der Architekt, verwirklichte mehrere Symbole in dem Gebäude. Direkt davor stehend erinnert der Bau an die Gestalt der römischen Wachtürme. Ehemals verlief hier der Limes, der Grenzwall des Römischen Reichs. Der untere Teil des nach Károly Kos benannten Turms aus Lärchenholz stellt ein Sekler-Tor dar und würdigt als solches die siebenbürgische Abstammung des Architekten. Von der Seite gesehen erinnert er am ehesten an eine Kirche: Die Anspielung gilt der Zebegényer Kirche Unsere Liebe Frau vom Schnee, die im Zentrum des Dorfes anhand der Pläne von Kós und seiner Hände Arbeit entstand.
Das Panorama
Von der erhöhten Terrasse des Aussichtspunkts haben wir in der Morgensonne den schönsten Blick auf die Gegend: Wenn wir unsere Tour in Zebegény beginnen, sollten wir auf jeden Fall zu Beginn hier heraufkommen. Von der hiesigen Seite des Donauknies sind die bunten Häuser von Zebegény zu sehen. Den Blick links der Donau schwenkend können wir das weiße Gebäude des Dőry-Schlosses sehen und von diesem etwas rechts entfernt die berühmte Sieben-Bogen-Brücke, die eines der ältesten industriellen Denkmäler der ungarischen Eisenbahngeschichte ist.
Auf der linken Seite, am anderen Ufer der Donau, können wir die Häuserreihen von Dömös sehen. Rechts davon kann man den Blick über die Züge des Pilisgebirges bis zur sich im Vordergrund versteckenden, vom Ufer weiter entfernt liegenden Gemeinde Pilismarót gleiten lassen. Am rechten Rand lassen sich die Hänge des Burda und die südwestlichen Massive des Börzsöny erkennen.
Wenn Sie das Donauknie von noch größerer Höhe bestaunen wollen, in der Visegrád, Nagymaros, sowie die nördliche Spitze der Szentendrei-Insel und der sich zurück schlingende Bogen der Donau Teil des Panoramas sind, kann man mit einem kurzen Weg entlang der gelben Markierung (S) zum auf dem Hegyes-tető befindlichen Julianus-Aussichtspunkt gelangen.
Der Namensgeber
Der Bau wurde nach dem aus Siebenbürgen stammenden Architekten und Schriftsteller Károly Kós (1883-1977) benannt, dem wir auch die heutige Form der im Sezessionsstil errichteten Kirche Unserer lieben Frau vom Schnee verdanken können. Wenn wir uns vom Zentrum Zebegénys zum Aussichtspunkt aufmachen, führen die Wege mit den Markierungen gelb (S), grün (Z) und blaues Kreuz (K+), sowie der blaue Radweg an dem Gebäude vorbei. Kós gestaltete nicht nur die äußere und innere Form der Kirche, sondern auch ihre Einrichtung, ja sogar die bunten Glasfenster sind sein Werk. Den größten Einfluss hatte die Szekler Baukunst auf ihn: Zu seinen Lieblingen gehörten die Motive von Kalotaszeg. Neben seiner fantastischen Arbeit als Architekt war Kós auch als Schriftsteller, Buchverleger, Grafiker, Politiker und Lehrer erfolgreich.
Öffnungszeiten
| Montag | 00:00–24:00 Uhr |
| Dienstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Mittwoch | 00:00–24:00 Uhr |
| Donnerstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Freitag | 00:00–24:00 Uhr |
| Samstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Sonntag | 00:00–24:00 Uhr |
Preise:
KostenlosÖffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug der Linie Budapest-Vác-Szob bis zur Haltestelle Zebegény farren.
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- Vom Bahnhof aus kommt man am einfachsten zum Aussichtspunkt, wenn man der gelben Markierung (S) über den Petőfi-Platz - Kossuth-Straße - Szőnyi-István-Straße - Kálvária-Straße folgt. Direkt nach der Kapelle muss man am Eingang zum Friedhof links vom Weg abbiegen und entlang den Stationen des Leidenswegs auf den Kalvarienberg hinaufgehen. Bei der oberen Kapelle angekommen rechts auf den Weg mit der gelben Dreieck Markierung (S▲) abbiegen, der zum Aussichtspunkt führt (650 m).
- Wenn man zu Beginn der Szőnyi-István-Straße links abbiegend der gelben Dreieck Markierung (S▲) folgt, gelangt man über steile Serpentinen zum Aussichtspunkt (700 m).
Parken
- Zebegény liegt entlang der Verbindungsstraße 12 zwischen Vác und Szob.
- Es ist ratsam, das Auto auf dem kostenlosen Parkplatz des Bahnhofs stehen zu lassen und dann zu Fuß den kurzen Weg zum Aussichtspunkt zu gehen. In den engen Straßen in der Nähe des Aussichtspunktes ist das Parken schwer.
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