Nagy Péter-mennykő – Großer Peter Himmelsfels
Die 709 Meter hohe Felsstirn von Nagy Péter-mennykő (Großer Peter Himmelsfels) befindet sich oben auf einem Felsenturm der durch Cryoplanation entstand, d.h. er wurde vom Frost geformt. In der Eiszeit haben die extremen Temperaturen eine ständige Volumenveränderung verursacht, weiterhin hat das ins gespaltene Gestein eindringende und dort frierende Wasser den Fels zerkleinert, dadurch entstand eine aus ihrer Umgebung herausragende basteiartige Formation. Wir gelangen auf die Spitze dieser Bastei, wenn wir diesen einmaligen Panoramapunkt im Zemplén besuchen.
Schon der Pfad, der von der Markierung Blau (K) hierher führt, ist traumhaft schön, man wandert durch einen uralten, unberührten Buchenwald. Wenn wir dann auf die Felsspitze hinaustreten, erblicken wir ein herrliches Panorama: neben dem mittleren, abwechslungsreichen Abschnitt des ungarischen Teils des Zemplén können wir in der Ferne auch die Grenzlinie der Milic-Gruppe sehen, darunter schimmert hell die auf einem einsamen Andesitkegel erbaute Burg von Füzér. Rechts, in einer langen, tiefen Schlucht fließt der Kemence-patak (Kemence Bach) erst nach Osten, wendet aber abrupt nach Norden und endet in Pálháza, im Becken des Hegyköz. Nicht von ungefähr wurde einst gerade hier an der Kleinbahn nach Níregyháza ein Nebenflügel nach Pálháza errichtet. Die Bahn transportierte im Gebirgsinneren gefällte Bäume in Städte weiter, wo diese weiterverarbeitet wurden. Die optimalste Route für die Bahn war im Kemence-völgy (Kemence-Tal). Mit der Kleinbahn kann man auch noch heutzutage aus Rostalló nach Pálháza fahren.
Unter den vielen Aussichtspunkten des Zemplén kann man vom Nagy Péter-mennykő aus die Struktur des Berglandes am besten beobachten und erkunden. Es ist eine einmalige Landschaft, die sich uns zeigt: sonst sieht man in Ungarn vor allem runde Mittelgebirgs-Kegel, hier aber dreieckförmige Bergspitzen und relativ steile Abhänge. Von hierher rührt der Name der größten Stadt der Region, Sátoraljaújhely: die sich über ihr erhebenden spitzen Berge werden wegen ihrer Form „Sátoros hegy“, also Zeltberge genannt. Diese sind östlich vom Nagy Péter-mennykő klar zu sehen. Auffallend ist noch die Flächenausdehnung des Zemplén, der voll bewaldet ist. Leider wird diese Fläche oft von barbarischen Kahlschlägen verunstaltet. Zemplén ist ein Gebirge mit zahlreichen Spitzen, man findet keine Plateaus, die spitzen, wellenartigen Bergmassen werden von tiefen, langen Tälern zerfurcht.
Bei klarem Wetter ist rechts von der Milic-Gruppe der Vihorlát zu sehen, ein weiter entfernter Teil der Karpaten, der etwa so hoch ist, wie der Berg Mátra.
Öffnungszeiten
Preise:
Kostenlos.Öffentliche Verkehrsmittel
- In die Bushaltestelle Regéc,autóbusz-forduló kommen einige Busse am Tag.
- Man kann sich auch aus der Haltestelle Háromhuta (Középhuta) templom auf den Weg machen.
- Nach Rostalló kommt man aus Pálháza mit der Pálházi Erdei Vasút (Waldeisenbahn).
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Anfahrt
- Aus Regéc führt die Markierung Blau (K) am schnellsten zum Ziel. Von hier zweigt bei einer Lichtung nach links ein Weg mit der Markierung Blau▲ (K▲) ab, auf dem man nach einem 10-minuten Spaziergang am Aussichtspunkt ankommt (insgesamt 6,9 km, 375 m Höhenunterschied).
- Es gibt auch einen kürzeren Weg, wenn man den Grün (Z) markierten Touristenweg wählt. Auf der Markierung Grün (Z) wandernd kommt man zu einem Tannenwald mit Felsbrocken, hier muss man steil nach Oben klettern. Nach einer zauberhaften Strecke verlassen wir den dichten Wald und erreichen einen Forstweg. Hier geht der Touristenpfad links weiter, wir aber müssen auf einem Weg, den rechts ein Zaun säumt, geradeaus weitergehen. Wenn wir in einigen Minuten zu einem beidseitigen Kahlschlag angelangen, dann sind wir richtig. Unweit der Verzweigung Nagy Péter-mennykő erreichen wir die Markierung (Zan der Ecke des Zaunes. Mit dieser Abkürzung sparen wir eine gute halbe Stunde ein (6,1 km, 316 m Höhenunterschied).
- Aus Középhuta müssen wir die Markierung Gelb (S) bis zur Mlaka-rét (Mlaka Wiese) hochklettern, dort links die Markierung Blau (K) nehmen. Nach einer langen Wanderung finden wir bei einer Lichtung rechts die Verzweigung zu Blau▲ (K▲), diese zeigt den Weg zum Nagy Péter-mennykő (6,8 km, 456 m Höhenunterschied).
- Aus Rostalló steigen wir die Markierung Gelb (S) entlang zur Mlaka-rét (Mlaka Wiese), dort müssen wir rechts die Markierung Blau (K) nehmen. Nach einer langen Wanderung finden wir bei einer Lichtung rechts die Verzweigung zu Blau▲ (K▲), diese zeigt den Weg zum Nagy Péter-mennykő (6,9 km, 454 m Höhenunterschied).
Parken
- In Regéc darf man auf der Hauptstraße parken. Man kann aber auch aus dem Dorf rausfahren und am Ende einer kleinen Steigung rechts, wo man die Burg erblickt, befindet sich eine Feldstraße, wo man ebenfalls parken darf. Die Markierung Grün (Z) führt auf der asphaltierten Straße.
- In Középhuta kann man am Dorfeingang, am Waldesrand das Auto abstellen.
- In der Nähe von Rostalló befindet sich beim Kőkapu Hotel ein Parkplatz, aber auch im Wald bei der Endhaltestelle der Kleinbahn darf man parken.
Koordinaten
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