Am östlichen Tor des Bükk-Gebirges transportiert eine der beliebtesten und landschaftlich schönsten Waldbahnen Ungarns ihre Fahrgäste vom Zentrum von Diósgyőr bis nahe Ómassa.
Seit 1921 verkehrt die Waldbahn auf den Hängen rund um Lillafüred. Das dadurch erschlossene Szinva-Tal wurde in diesen Jahren, mit der Überschreitung der Grenzen der Höhenwälder und Erholungsgebiete, zu einem beliebten Ausflugsziel, wo neben moderner Forstwirtschaft auch die neu erbaute Lillafüred Palotaszálló-Gästegruppe und Touristen aus Miskolc das neue Verkehrsmittel wünschten – der Personenverkehr bestand so von Anfang an ständig. Die ältesten noch heute verkehrenden offenen Wagen sind gleich alt wie die Bahn selbst.
Obwohl der Güterverkehr heute vollständig eingestellt ist und bis auf eine Ausnahme auch die Nebenlinien nicht mehr existieren, ist die Hauptlinie nach Lillafüred immer noch beliebt. Die Bahn, die vom Stadtzentrum aus auf einer steil ansteigenden Strecke verkehrt, führt in drei Viertel Stunden bis an den Rand des Bükk-Hochlands.
Haltestellen:
- Bahnhof Miskolc-Dorottya utca
- Haltestelle Diósgyőr*
- Haltestelle Majláth*
- Bahnhof Papírgyár*
- Haltestelle Lillafüred
- Haltestelle Fazola-kohó*
- Haltestelle Pisztrángtelep*
- Bahnhof Garadna
* bedingte Haltestellen, die Züge halten nur, wenn Fahrgäste ein- oder aussteigen.
Preise:
Vollpreis
- Einzelfahrt: 2600 Ft
- Hin- und Rückfahrt (Fahrkarte): 5200 Ft
Ermäßigte Fahrkarte (Kinder 3-14 Jahre, Schüler, Rentner):
- Einzelfahrt: 1900 Ft
- Hin- und Rückfahrt (Fahrkarte): 3800 Ft
Tageskarte:
- Vollpreis: 7350 Ft
- Ermäßigt: 5250 Ft
- Familienticket: 18 900 Ft
Weitere Ticketpreise sind auf der Homepage der Waldbahn einsehbar.
Fahrplan:
Die Züge verkehren das ganze Jahr über, den aktuellen Fahrplan findet man auf der Homepage von LÁEV.
Die Angaben sind unverbindlich und spiegeln den Stand März 2025 wider. Bitte informieren Sie sich vor Anreise auf der Webseite des Anbieters und melden Sie uns etwaige Abweichungen!
Autorentipp
- Auf der 13 Kilometer langen Strecke, die knapp eine Stunde dauert, berührt die Bahn die gesamte Palette der Ausflugsziele, von den städtischen Spazierwegen in Diósgyőr über die belebten Waldpfade von Lillafüred bis hin zu den selten besuchten Sehenswürdigkeiten rund um Ómassa. Allein aufgrund dieses reichhaltigen Angebots lohnt es sich beim ersten Mal, die gesamte Strecke durchzufahren und von der Fensterbank aus die Umgebung zu entdecken... was auch nicht schwerfallen wird, da fast alle Sehenswürdigkeiten in Sichtweite sind.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Höhenprofil anzeigenSicherheitshinweise
- Beim Spaziergang zwischen den Bahngleisen darf nicht vergessen werden, dass Sonder- oder Gleiswartungszüge jederzeit kommen können. Der Wald um die Kurven dient als überraschend guter Schallschutz.
- Halte stets ausreichenden Abstand: Die größten Fahrzeuge sind bis zu 2,5 Meter breit, das bedeutet auf beiden Seiten je 70 cm von der Schienenmitte, zuzüglich eventuell herausragender Ladung oder offen gelassener Türen.
- Betrete keine Weichen und deren zehn Meter Umkreis: Diese sind meist ölverschmiert, die Schwellen sind rutschig, außerdem enthalten Weichen viele Stolperfallen, die besonders nachts oder unter Schnee versteckt sind.
- Stelle niemals Weichen um: Das Gewicht könnte auf deinen Fuß fallen, der bewegliche Schienenkopf kann Hände oder Füße einklemmen, und ein Zug auf einer falsch gestellten Weiche kann bei sogar geringer Geschwindigkeit einen Unfall verursachen.
- Halte einige Meter Abstand vor oder hinter stehenden Fahrzeugen, wenn du Gleise überquerst: Der Zug oder seine Lokomotive kann jederzeit ohne gesondertes Signal losfahren.
- Die Schienenoberfläche ist auch bei feuchtem Wetter noch rutschig, selbst wenn sie nur dünn von Rost bedeckt ist.
Weitere Infos und Links
Im im Bahnhofgebäude von Lillafüred eingerichteten Ökotourismuszentrum stellt eine sehenswerte Ausstellung die weitere Umgebung und die Geschichte der Waldbahn vor.
Weitere aktuelle Informationen sind auf der eigene Webseite der Bahn zu finden.
Wegbeschreibung
Die Bahn startet von der Dorottya utca in Miskolc, am Fuß eines zehnstöckigen Hochhauses (auf dessen Dach das von unten kaum sichtbare Szabó Gyula-Observatorium steht). Fahrkarten können in der Wartehalle des Bahnhofs gekauft werden, wo es in der Sommer-Hauptverkehrszeit zu längeren Warteschlangen kommen kann. Nach der Abfahrt entfernt sich der Zug schnell von der dichten städtischen Umgebung und legt den nächsten Kilometer zwischen den Häusern und Gärten der Előhegy utca zurück. Von hier hat man noch einen guten Blick auf die westlichen Wohngebiete Miskolcs, und zwischen den Hausfassaden taucht gelegentlich auch die Burg Diósgyőr in der Ferne auf. Nach der langen, vorstädtischen Kurve fährt der Zug erst durch das Wohngebiet am Majláth-Betriebshof, dessen Hof von einer Reihe der aktuellen Fahrzeuge der Bahn eingenommen wird, darunter auch einige ältere Wagen und museale Exemplare. Im beheizten Lokomotivschuppen mit offenen Türen befinden sich manchmal weitere Loks, die gerade gewartet oder restauriert werden. Bald überqueren wir die Landstraße nach Lillafüred, dann den Szinva-Bach, und erreichen schließlich den Wald.
Zwischen den schattigen Bäumen summt der Motor schon lauter, denn der Anstieg ist steil und wird mit nur kleinen Unterbrechungen bis zur Endstation andauern. Mit der Höhengewinnung erweitert sich auch die Aussicht, die sich erstmals am vierten Kilometer der Strecke am Bahnhof Papírgyár wie auf einer großen Leinwand vor den Fahrgästen öffnet. Hier zweigt die letzte erhaltene Nebenstrecke ab, die ins Tal zurückführt bis nach Mahóca. Auch nach dem Bahnhof setzt sich der steile Anstieg fort. Die Strecke quert mal auf Dämmen, mal über kleine Brücken die Seitenbachtäler und windet sich langsam, aber stetig höher am Hang, etwas steiler als der Szinva-Bach im Tal.
Nach einer Kurve folgt ein tiefer Felsdurchschnitt und dann beeindruckende Höhe: Unter der Strecke liegt das Mély-Tal mit dem darüber führenden Viadukt. Dieses 22 Meter hohe Bauwerk ist eine der höchsten Eisenbahnbrücken Ungarns. Das einzige vergleichbare große Bauwerk auf Schmalspurbahnen unseres Landes liegt ebenfalls hier, in den folgenden Kilometern. Nach der Talbrücke wird der Wald lichter, die zuvor undurchdringlichen Büsche weichen vereinzelt stehenden riesigen Buchen. Zwischen den über dreißig Meter hohen Uraltbäumen wirkt die Bahn manchmal wie ein kleines Spielzeugeisenbahnzüglein. Der Wald wird bald weiter dünner, und aus fast fünfzig Metern Höhe eröffnet sich den Fahrgästen der Blick auf das Panorama von Alsóhámor.
Die nächste Haltestelle liegt am steilen Hang in Puskaporos, wo in den dichter befahrenen Sommermonaten bereits der Gegenverkehr erwartet. Der Fahrgastverkehr ist hier minimal; außer einigen Freizeitnutzern aus den dortigen Ferienhäusern steigen nur Wanderer vom blauen Kreuz markierten Wanderweg zum Fehér-kő hier ein und aus.
Nach der Haltestelle folgt ein weiterer bewaldeter Anstieg, dann der erste Tunnel, hinter dessen Ausgang ein angelegter Stadtpark und die Gegend um Lillafüred liegen. Der Zug fährt bald an der überdachten Bahnsteigüberdachung vor und die meisten Fahrgäste steigen aus. Alle Sehenswürdigkeiten der Umgebung sind von hier aus nah erreichbar: der Hámori-See, das Palotaszálló und Lillafüred selbst sind in ein bis zwei Minuten zu Fuß erreichbar, ebenso wie die hier verlaufenden vier Wanderwege. Allerdings ist erst etwas mehr als die Hälfte der Zugfahrt hinter uns.
Nach der Abfahrt folgt ein weiterer Tunnel, am Ende dessen wir wieder gleichzeitig in die Natur zurückkehren, aus der wir kurz zuvor verschwunden sind... Die Bahn balanciert am noch steileren Hang, während unter dem Hang das Wasser des Hámori-Sees glänzt. Die Schienen führen zuerst über die einzigartige, gebogene Görbe-Brücke, dann über das kleine, einbogige Savós-Talviadukt, wieder in endlosen Wald. Langsam erreicht die Strecke die Ómassa-Straße, die sich zusammen mit dem Garadna-Bach kaum am engen Talboden ausgeht. Erst in Höhe von Ómassa beginnt der Raum wieder sich zu weiten, nachdem die Bahn an der berühmten Alten Hütte vorbeigefahren ist, wo bei besonderen Anlässen heute noch Eisen glüht. An dieser Haltestelle gibt es wieder erheblichen Fahrgastverkehr, und wer noch bleibt, fährt meist bis zum Ende mit.
Über den Teichen der Forellenfarm in Lillafüred herrscht wieder der Wald, und die Strecke ist an manchen Stellen von tischgroßen Ahornblättern gesäumt. Die idyllische Landschaft beginnt fast schon zur Gewohnheit zu werden, als wir fast unerwartet die Endstation Garadna erreichen. Die Lage der Station zwei Kilometer unterhalb von Ómassa ist nicht besonders günstig: Hier begrüßen „nur“ Wanderwege zum Kleinen Hochland, ein kleines Restaurant und eine Schutzhütte die Fahrgäste. Natürlich starten viele, die bis hierher gefahren sind, nicht sofort die Rückfahrt, da viele der erwähnten Wanderwege hier ihren Ausgangspunkt haben. Nach einem kleinen Aufstieg kann man noch eindrucksvollere Orte erreichen, von wo aus der Ausgangspunkt in Miskolc nur eine beruhigende Entfernung unter dem Schatten des riesigen Bükker Waldes darstellt.
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Diósgyőr megállóhely)
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Mártabánya megállóhely)
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Majláth megállóhely)
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Papírgyár állomás)
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Puskaporos állomás)
Anna-barlang (Lillafüred)
Lillafüredi-vízesés
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Lillafüred megállóhely)
Hámori-tó, Lillafüred
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Fazola-kohó megállóhely)
Újmassai őskohó (Fazola-kohó)
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Közép-Garadna megállóhely)
Lillafüredi Állami Erdei Vasút (Garadna állomás)
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
- Die Endstation der Bahn in Miskolc ist mit der Tramlinie 1 und dem Bus 54 erreichbar, wenn man an der ehemaligen Dorottya utca, heute an der Haltestelle "LÁEV" (kleine Waldbahn) aussteigt.
- Parallel zur Bahn verlaufen die Linien des städtischen Nahverkehrs: Bis Felső-Majláth fahren weiterhin die Straßenbahn 1 und der Bus 54, von dort bis Lillafüred die Busse 5 und 15, und von Lillafüred bis ins Zentrum von Ómassa verkehrt täglich ausschließlich der Bus 15. Die obere Endstation der Bahn ist eine Station vor der letzten Haltestelle dieses Busses, und von der Haltestelle "Garadna, vasút" ist Ómassa in einer Gehminute erreichbar.
- Lillafüred ist auch von Eger erreichbar, an freien Tagen in der Sommersaison, an Feiertagen das ganze Jahr über mit überregionalen Bussen.
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Anfahrt
- Die Endstationen der Waldbahn liegen in einem engen Umfeld von Bus- beziehungsweise Straßenbahnhaltestellen.
Parken
- In Miskolc findet man Parkplätze gegenüber der Endstation der Waldbahn an der Tankstelle oder in den kleineren Straßen der Umgebung. Parkgebühren fallen nicht an.
- In der Nähe der Endstation Garadna gibt es keine ausgewiesenen Parkplätze; auf dem breiten Seitenstreifen der Ómassaer Landstraße können nur begrenzt Autos parken. Weitere ähnlich unbefestigte Parkplätze befinden sich unterhalb des Bahnhofs ca. 100 Meter entfernt beim Eingang zum Jugendcamp.
Koordinaten
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Ausrüstung
- Im Sommer verkehrt die Bahn mit offenen, aber überdachten Wagen ohne Fenster, bei kälterem Wetter kommen traditionelle, geschlossene und beheizte Fahrzeuge zum Einsatz, so dass das Wetter kein Problem für Reisende darstellt, die einfach nur Bahn fahren möchten.
- Für Rollstuhlfahrer steht ein individuell mit Hebelift ausgestatteter Wagen zur Verfügung.
Lokalisierung
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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