Das Tal - laut des bekannten Geographers, Lajos Lóczy - bekam seinen Namen von einem Benediktinerkloster (Kloster heißt "kolostor" auf Ungarisch. Er dachte, "koloska" stammt aus "kolostor".). Aber außer eines Felses, der "Mönchhöhle" genannt wird, weist nichts darauf hin, dass hier ein Mönchkloster gewesen wäre. Der Name des Tales ist sogar älter, als unser Wort "kolostor", deshalb ist es wahrscheinlich, dass der Männername "Kolozs" die richtige Quelle ist.
Wegen seiner Gegebenheiten wurde es von den Naturwanderern schon früh entdeckt. In dieser Zeit, als die Touristen zu der idyllischen Quelle wanderten, brachten die Viehhalter ihre Tiere auch dahin, damit sie trinken können. Mit dem Ausbau wurde auch vor vielen Jahrzehnten begonnen und zum Glück wurde es bald unter Naturschutz gesetzt. Als das Gebiet im Jahr 1954 als geschüzt erklärt wurde, verfügte es jahrzehntelang auch über einen eigenen Naturschutzwächter, der so eifrig war, dass er die Zahl der Besucher immer notiert hatte. Aus ihren Angaben stellt es sich heraus: bis am Anfang der 60-er Jahre nur 4000 Touristen das Koloska-Tal als Zielpunkt wählten, betrug diese Zahl am Ende der 70-er Jahre 100 000. Der Ausbau des Ausflugsortes war langsam. In dieser Zeit wurde auch der wildromantische Pfad (Markierung Rot (P)) ausgebaut, der mit dem Asphaltweg, der von Arács führt, parallel läuft.
Der Eingang des Tales befindet sich in Arács (ein Stadtteil von Füred), zwischen dem Tamás- und Peter-Berg. Neben der traditionsreichen Koloska-Tscharda, die sich in einer romantischen Waldumgebung befindet, startet der Pfad, der entlang dem Koloska-Bach führt. In dem Wald, wo der Pfad geht, ist die Eiche die entscheidende Baumart. Man kann gut sehen, dass die Forstwirtschaft daran arbeitet, die natürlichen Zustände zu bewahren. Zahlreiche gefallene Zweige liegen auf dem Boden und die Strauchschicht ist sehr reich.
Wo das Tal breiter wird, können die Wanderer die von Dolomitenfelsen geschützte Koloska-Quelle und eine auch im Sommer kühle Waldwiese finden, die populäre Ausflugs- und Picknickorte sind. Früher wurde das Koloska-Tal von den Einheimischen das Tal der sieben Quellen genannt, weil das Wasser aus den sedimentären Gesteinen an manchen Orten sickerte. Der Ausbau wurde 1961 beendet und der immer größer werdende Touristenverkehr wandelte das Bild des Tales um, das bis dann von der Viehzucht geprägt war. Die Erscheinung der Touristen verunmöglichte das Tränken der Tiere und auch mit der Viehzucht wurde in dieser Zeit aufgehört. In dieser Zeit wurden auch Erholungs- und Feuerplätze um die Quelle gebaut und das Wanderwegnetzwerk der Umgebung wurde auch ausgestaltet. Die Quelle ernährt einen kleinen Teich, deswegen hat der Ort eine besondere Atmosphäre. Aus dem Brunnen über der Quelle kann man Wasser nehmen.
Wenn wir noch in der Nähe der Quelle, auf der Markierung Grün▲ (Z▲) losgehen, führt uns der steile Pfad mit Hilfe von Treppen ins Reich der Kiefer, bis zum Koloska-Fels. Von dem Rand des Felses, der mit Geländer geschützt ist, eröffnet sich ein angenehmer Anblick vor uns: wir können das mit Wald bedeckte Tal und das Plateau bewundern.
Wenn wir die Wiese durchqueren, und auf der Markierung Rot (P) weitergehen, wandelt das Tal zu einer Klamm. Auch die Felsen tauchen immer öfter auf. Die Landschaft wird ganz wildromantisch. Die Route ist sowohl für einen romantischen Spaziergang als auch für Wanderer geeignet. Außerdem kann der Lehrpfad, der die Pflanzen- und Tierwelt, die Entstehung und Geologie und die heutige Forstwirtschaft der Umgebung vorstellt, zahlreiche interessante Informationen vermitteln. Wer den Spaziergang zu kurz findet, kann sogar die "Turngeräte" im Wald in Anspruch nehmen.
Am Ende des Tales können wir ein interessantes Phänomen sehen: den berühmten Koloska-Lindenbaum, der mit dem Fels zusammengewachsen ist. Daneben können wir über ein Zitat von Béla Hamvas nachdenken, das wir an dem Schild lesen können. Von hier ist das Tal nur 1,5 km lang, bis wir zu einer Abzweigung kommen. Hier kann man sich entscheiden, ob man rückwärts wieder die stimmungsvolle Klamm wählen möchte oder auf einer anderen Route eine Rundtour machen will.
Tipp des Autors:
- Von der Koloska Straße, die von Arács führt, ist das ganze Koloska-Tal bis zur Abzweigung nach dem Koloska-Lindenbaum etwa 4,5 km lang.
- Es lohnt sich, auch den Jókai-Aussichtsturm auf dem Tamás-Berg zu besuchen, der sich auf der Markierung Blau (K) befindet und wo wir ein wunderschönes Rundpanorama bewundern können.
- Wenn wir von der Tscharda auf dem Asphaltweg gehen, können wir bald den Eingang des Wildparks im Koloska-Tal erreichen. In dem Park, der über das ganze Jahr kostenlos besucht werden kann, können wir sogar Rot- und Damhirsche, Mufflon und Geflügel sehen.
- In der Koloska Straße kann man zahlreiche Häuser sehen, die wegen ihrer volksbaulichen Werte geschützt sind.
Öffnungszeiten
| Montag | 00:00–24:00 Uhr |
| Dienstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Mittwoch | 00:00–24:00 Uhr |
| Donnerstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Freitag | 00:00–24:00 Uhr |
| Samstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Sonntag | 00:00–24:00 Uhr |
Preise:
Kostenlos.Öffentliche Verkehrsmittel
- Mit den Fernbussen sollen wir bis zur Haltestelle Balatonfüred, Arácsi Népház fahren.
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Anfahrt
- Von der Haltestelle sollen wir auf dem Weg 70 m um die Kirche herum gehend spazieren, dann finden wir die Koloska-Straße rechts.
Parken
- Mit dem Auto können wir an mehreren Orten anhalten. Es hängt davon ab, wie viel wir spazieren möchten. Wir können direkt an der Koloska-Quelle, am Wildpark und an der Tscharda einen Parkplatz finden.
- Wenn wir aus Balatonarács kommen, können wir auf dem Arácsi Weg, bevor er die Lóczy Lajos Straße erreicht, einen Parkplatz finden.
Koordinaten
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Koloska-Tal
8230 Balatonfüred
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