Prédikálószék (Predigtstuhl)
Zwei malerische Aussichten und ein Aussichtsturm
Prédikálószék thront majestätisch über dem Donauknie. Von dem 639 Meter hohen Dach eröffnet sich ein Panorama auf die hufförmige Kurve der Donau, gegenüber sind über den Windungen des Flusses die Felsenhänge des Szent-Mihály-Berges und im Hintergrund die Massen der Börzsöny (Pilsengebirge) zu sehen. Das wunderschöne Panorama ist von der Höhe und der bedeutenden Steile gesteigert.
Aber der Aussicht ist nicht nur nordwärts unvergesslich: in östlicher Richtung beherrschen die der Donau entgegenlaufenden Hügelflanken des Visegráder Gebirges und die Massen des Berges Naszály das Bild, doch ist auch die Burg von Visegrád leicht zu bemerken. Bei klarem Wetter kann man bis zum Mátra-Gebirge schauen. Die Harmonie der waldbewachsenen Bergregionen und des das Visegráder Tal durchbrechenden Flusses bietet ein malerisches Bild, welches diese Gegend zu einem Naturwunder der Nordwestkarpaten werden lässt. Obwohl Prédikálószék für das Panorama der Kurve der Donau bekannt ist, ist das Bild der Bergregion ostwärts auch spektakulär.
Die Elemente, die unsere geographische Umgebung am meisten bestimmen, (der Bergrahmen und die Donau) treffen sich außer dieses Ortes nur an den zwei Rändern des Gebirges. Die Bächer, die am Hauptrücken der Karpaten entspringen, einigen sich allmählich, bilden immer größere Flüsse und sie münden beinahe ohne Ausnahme in die Donau. Währenddessen befindet sich das Geröll der Wasserläufe auf der großen Ebene des Karpatenbeckens. Der hufförmige Pass der Donau ist die Makette der Entstehung der Landschaft in Karpaten und "die Illustration" der Wirkung, die das Gebirge und der Fluss aufeinander haben.
Der beruhigte Vulkan
Das Visegrader Gebirge zusammen mit dem Szent Mihály-Berg gegenüber sind verkommene Reste eines riesengroßen (mehr als 1500 m hohen) Schichtvulkanes. Der einstige Vulkan auf dem Keserűs-Berg ragte allmählich hoch und wurde steil. Seine Form eröffnete sich in einer U-Form während eines riesengroßen Bergrutsches. Der Szent Mihály-Berg besteht zum Teil aus diesem Gestein, der also geologisch gesehen der Teil des Visegrader Gebirges ist. Die Erosion des einst monumentalen Vulkans war schon beendet, als die Donau erschien und die Ruhe der Landschaft verstörte. Die tektonischen Kräfte haben sogar begonnen zu arbeiten und die Gesteinmassen der Hügellandschaft ragten hervor. Der Fluss war auch aktiv und hat mit der vertikalen Bewegung Schritt gehalten und grub sich immer tiefer zwischen das Visegrader Gebirge und den Szent Mihály-Berg. Die Bächer, die von den höher gelegenen Gebieten kamen, passten sich auch an die Situation an: sie gruben sich durch eine standhafte, langsame Arbeit in das harte, Andesitgestein. So entstanden tiefe und enge Täler auf dem Gebiet an der Donau, das man aus dem Aussichtsturm ostwärts sehen kann.
In der gleichen Richtung können wir die zentrale Caldera (Vertiefung mit Erosionsursprung) des Vulkans vom Keserűs-Berg besichtigen, die die Laien wegen der Veränderungen des Reliefs nicht mehr sehen können. Das Zentrum der Vulkanreste ist von Prédikálószék, Szent Mihály-Berg, Öreg-Pap-Berg, Keserűs-Berg umgeben. (Der Öreg-Pap-Berg ist leicht zu erkennen, weil er ostwärts bedeutend über seine Umgebung ragt.)
Winde moderner Zeiten
In der Nähe der Spitze, auf einem großen Felsstück befindet sich eine Gedenktafel des "Donaukreises" (ungarische Umweltorganisation) - an Erinnerung der Demonstrationen vor dem Systemwechsel, die eine wichtige Rolle gespielt haben, um den Bau des Kraftwerks Nagymaros zu verhindern. Nach dem Plan wäre ein Energiespeicher (Wasserspeicher) mit Saugpumpe auf Prédikálószék gebaut worden, damit seine Turbine mit Hilfe des aufgepumpten und abgelassenen Wassers billigen Strom erzeugt. Die schwer naturschädigende Investition scheiterte zum Glück und auf der Spitze befinden sich nur ein Aussichtsturm, der einem Predigtstuhl ähnlich ist, ein Erholungsplatz und ein Holzkreuz.
Auf dem Dach des Aussichtsturmes gibt es sogar eine Webkamera, so können wir uns vor der Abfahrt von dem aktuellen Wetter überzeugen. In der Gegend des Aussichtsturmes gibt es außerdem kostenloses WLAN, sodass wir unsere frischen Fotos sofort teilen können.
Der Aussichtsturm dient außerdem auch als thematische Ausstellung: hier werden Legenden aus der Gegend, Geschichten und Szenen aus dem Leben ungarischer Könige vorgestellt.
Das Gebäude ist auch für Biwakieren geeignet. Seine Umgebung ist aber ein Waldreservat, deshalb dürfen wir die markierten Wanderwege nicht verlassen!
Öffnungszeiten
Preise:
Kostenlos.Öffentliche Verkehrsmittel
- Von Esztergom und Budapest sollen wir bis zur Bushaltestelle Dömös, templom fahren.
- Auch von der Bushaltestelle Pilisszentlászló, községháza können wir losgehen.
- Auch die Bushaltestelle Pilisszentkereszt, Dobogókő, hegytető kann der Ausgangspunkt sein.
- Wenn die Dömöser Fähre fährt, kann man auch von der Zughaltestelle Dömösi átkelés vasúti megállóhely der Eisenbahnlinie Budapest-Szob nach Dömös gelangen.*
*Die Fähre in Dömös verkehrt nur von April bis September, aber auch dann muss man den Hafen anrufen!
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Anfahrt
- Von Dömös sollen wir der Wegmarkierung Rot (P) und von dort der nach links abzweigenden Wegmarkierung Rot▲ (P▲) bis zum Prédikálószék folgen (4 km, 526 m Anstieg).
- Von Dömös können wir auch auf der Wegmarkierung Rot+ (P+) hinaufgehen. Dazu sollen wir am Bergrücken rechts auf dem Weg mit der Markierung Rot▲(P▲) halten, damit wir an die Spitze gelangen (5,9 km, 500 m Anstieg).
- Von Pilisszentlászló führt die Wegmarkierung Rot+(P+) zum Bergrücken von Prédikálószék, woher wir der Wegmarkierung Rot▲(P▲) bis zum Aussichtsturm folgen sollen (6,7 km, 277 m Anstieg).
- Von Dobogókő beschreibt die Wegmarkierung Rot▲ (P▲) einen großen Halbkreis zum Prédikálószék (6,9 km, 209 m Anstieg).
Parken
- Parken ist in Dömös vor dem Geschäft in der Kossuth-Lajos-Straße oder in der Umgebung des Hauptplatzes möglich.
- Wenn wir auf der Wegmarkierung Rot+(P+) die Route starten wollen, finden wir in der Nähe dieser Markierung, in der Táncsics-Mihály-Straße einen Parkplatz.
- In Pilisszentlászló kann man vor dem Restaurant Kis Rigó parken.
- In Dobogókő befindet sich ein kostenpflichtiger Parkplatz.
Koordinaten
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