Pfälzerwald-Verein e.V.
Der größte steinerne Tisch der Pfalz!?
An der B10 / L487, westlich von Hinterweidenthal, 196m ü.NN.
Quelle: www.rittersteineundmehr.de
Die Tischplatte ist 50 qm groß und wiegt ca. 300 Tonnen, dieses gewaltige Gewicht wird von einem 10 Meter hohen Tischfuß getragen.
Ein roter Sandsteinfelsen in Form eines einbeinigen Tisches, im Sattel zwischen dem langen Etschberg und dem Handschuhkopf. Vom Fuße des im Volksmund „Teufelstisch“ genannten Felsens, sieht man in westlicher Richtung die B10 und die L487, welche von der B10 abbiegt. In östlicher Richtung ist der Erlebnispark Teufelstisch und ein kleiner Teil von Hinterweidenthal zu sehen. Ansonsten ist der Blick durch den nördlich gelegenen Handschuhkopf und den langgezogenen Etschberg im Süden eingeschränkt. Der Standort des Felsen gehörte früher zur Gemarkung Wilgartswiesen/Kaltenbach, deswegen wurde er auch Kaltenbacher Teufelstisch genannt. Sandstein entsteht durch die Verklebung von Sand. Dieser Sand ist das Ergebnis eines über viele Jahre andauernden Abbauprozesses von verwittertem Gestein und besteht vorwiegend aus robustem Quarz. Der Sand wird durch den Wind oder über Flüsse weitergetragen. Dort wo er sich schließlich ablagert, kann er sich auch aufschichten. Durch den Auflastdruck von überlagerten Schichten und natürlichen Chemikalien verklebt er und wird zu einer festen Masse. Es gibt verschiedene Sandsteinarten, welche beim Verkleben durch unterschiedliche Chemikalien /Materialien entstehen. Diese Chemikalien/Materialien sind Ton-Tonsandstein (gelber Sandstein), Kalk – Kalksandstein (heller/weißer Sandstein) und Eisen – Eisensandstein (roter Sandstein). Jetzt beginnt alles wieder von vorne. Durch witterungsbedingte Abtragungen des Haardtgebirges werden über viele Jahre die Sandsteinfelsen freigelegt. Aber auch sie können den Kräften der Witterung nicht ewig standhalten. Irgendwann werden auch sie wieder zu Sand. Besonders fester Sandstein, durch Einlagerung von Kieselsäure oder besonders viel Eisen, bildete die „Tischplatte“, der weichere umgebende Felsen wurde durch Witterungskräfte abgetragen. Die Tischplatte hat das „Tischbein“ geschützt, was dann zu dieser außergewöhnlichen Form des Felsen führte. Laut Wikipedia ist der Felsen 14m hoch (11m das „Tischbein“ und 3m die „Platte“) und hat ein Gewicht von 284 geschätzten Tonnen. Legende Der Teufelstisch von Johann Martin Jäger alias „Fritz Claus“ (siehe auch: Rittersteine – Fritz Claus Weg) Im Kaltenbacher Tale Ein Tisch von Felsen steht. Dort saß der Teufel beim Mahle. Hört, wie die Sage geht: Einst schritt in jenem Walde Durch nächt'ges Dunkel schnell Hinauf die Bergeshalde Ein finsterer Gesell. Hell lodert in seinen Blicken Unheimlich wilde Hast. Nun will er sich erquicken, Er schaut nach guter Rast. Umsonst! Kein Stein zum Sitzen, Kein Tisch zum nächt'gen Mahl. Vor Zorn seine Augen blitzen Hin über Berg und Tal. Da - wie mit Blitzesschnelle Packt jetzt zwei Felsen frisch Der grimmige Geselle Und stellt sie auf als Tisch. Nachdem er dran gegessen, Ging durch die Nacht er fort. Den Tisch, wo er gesessen, Den ließ er einfach dort. Das war ein ängstlich Schauen Des Morgens drunten im Tal! Ein jeder sprach mit Grauen: Dort hielt der Teufel Mahl! Nur einer voller Zweifel Die Andern hell verlacht: "Ich geh", spricht er, "zum Teufel, Zum Mahle dort heut Nacht!" Man warnt ihn in der Runde, Er lacht und geht. Vom Turm Tönt laut die zwölfte Stunde - Da! – Welch ein Wind! Ein Sturm? Und jetzt? - Was ist geschehen? Welch grässlicher Todesschrei! Entsetzt die Lauscher stehen: "Mit dem dort ist's vorbei!" Der Keckste nimmer weilte Vorm Dorfe länger draus; Er schlug ein Kreuz und eilte Leis schauernd fort nach Haus. Aus: Wikipedia – Sage vom Teufelstisch oder Einst geriet der Teufel als Ritter und Sänger verkleidet unten an den Schlossberg bei Dahn. Es hatte sich gerade eine glänzende Gesellschaft von Rittern und Edelfrauen zur Mittagsruhe dort niedergelassen. Der fahrende Leiermann fragte, ob er genehm sei, und noch ehe er Antwort erhielt, sang und spielte er, dass ringsum der Wald ertönte und die Frauen begeistert seinem Liede lauschten. Dann hieß es: „Zum Mahle! Der Leiermann zeige uns weiter, was er kann!“ Das war dem Teufel, der auf eine Einladung gerechnet hatte, denn doch zu viel und in seinem Grimme drohte er die Männer alle an seinem Spieße zu braten. Und als die Ritter höhnisch darüber lachten, streckte er einen um den anderen ins Gras. Ihre Seelen band er an den Sattelknopf seines Pferdes; die Herzen aber briet er am Feuer. Mit Riesenmacht wühlte er darauf zwei Felsen aus dem Berg und trug sie auf die Höhe, legte eine steinerne Platte querüber und lud die Damen zum Schmause ein. Wer heute das Felsenbild sieht und die Geschichte kennt, dem wird es gar unheimlich beim Teufelstisch. Aus: Helmut Seebach : Pfälzisches Sagenlesebuch (siehe auch: Bücherliste)
Text: www.rittersteineundmehr.de
Der Teufelstisch ist das bekannteste Felsgebilde im Pfälzerwald und eines der größten Naturwunder in Deutschland.
Im Pfälzerwald stehen viele Tischfelsen, auch einige Teufelstische (Salzwoog, Eppenprunn, Lützelhardt), der Beeindruckenste
von allen steht oberhalb des ehemaligen Weilers Kaltenbach bei Hinterweidenthal der "Kaltenbacher Teufelstisch"
Die Tischplatte ist 50 qm groß und wiegt ca. 300 Tonnen, dieses gewaltige Gewicht wird von einem 10 Meter hohen Tischfuß getragen.
Auf der Gipfelplatte stand einst eine uralte Kiefer, man schätzte ihr Alter auf über 160 Jahre. Bei einem Hagelsturm 1999 wurde
die Kiefer so stark beschädigt das sie abstarb.
Opening times
Am Fuß des Teufelstisch befindet sich der "Spielpark Teufelstisch", ein Paradies für Kinder.
Eine Riesenrutsche, ein Barfußpfad, ein kleiner Irrgarten, eine Seilbahn und vieles mehr lassen bei den "Kleinen"
keine Langeweile aufkommen.
Öffnungszeiten des Spielpark täglich von 10:00 - 18:00 Uhr (Hundeverbot)
Der Eintritt ist frei, der Parkplatz ist gebührenpflichtig.
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