Ursprünglich hieß der 448 m hohe bewaldete Bergkegel im Eichsfeld direkt an der Grenze zu Hessen Stuffenberg. Vermutlich befand sich auf dem Berg schon eine vorchristliche germanische Kultstätte. Seit dem Spätmittelalter war der „Heilige Berg des Eichsfeldes“ der bedeutendste katholische Wallfahrtsort im Eichsfeld. Von einem Waldparkplatz zwischen Döringshof und Bebendorf kann man den Gipfel in einem etwa halbstündigem Fußweg erreichen. Auf der Nordseite führt von Geismar ausgehend der traditionelle Kreuzweg auf den Berg, der in der Feldflur unterhalb des Berges als etwa 700 m lange, schnurgerade Allee angelegt ist. Auf dem Gipfelplateau befinden sich unter anderem eine Kirche, das Franziskanerkloster und das weithin sichtbare Dr.-Konrad-Martin-Kreuz (1933 errichtet). Die Erlöserkirche St. Salvator wurde um 1360 erbaut, ein Bethaus an der Südseite neben der Sakristei stammt aus der Zeit vor 1000. Der heutige Name Hülfensberg ist abgeleitet vom Hülfenskreuz (Sankt Gehilfe, Sante Hulpe), einem als zentrale Wallfahrtsfigur dienenden Kruzifix in der Kirche.
Das wertvolle romanische Kreuz im Gnadenaltar soll aus dem 12. Jh. stammen und der Sage nach von einem Ritter aus dem Heiligen Land mitgebracht worden sein. Es ist das bekannteste und meistverehrte sakrale Kunstwerk des Bistums Erfurt. Seit 1357 hatte das Zisterzienserinnenkloster Anrode das Patronat über die Kirche und organisierte die Wallfahrten zum Hülfenskreuz. 1810 wurde das Kloster Anrode aufgehoben und mit all seinen Besitzungen an Franz Just von Wedemeyer verkauft, der später das Plateau des Hülfenberges mit der Gnadenkirche der bischöflichen Behörde schenkte. Die Franziskaner-Niederlassung auf dem Berg wurde 1860 von der Sächsischen Franziskanerprovinz („Saxonia“) gegründet. Die vier auf dem Hülfensberg lebenden Franziskaner gehören heute zur Deutschen Franziskanerprovinz von der heiligen Elisabeth mit Sitz in München. Das Kloster wurde gleichzeitig mit dem Kirchenumbau 1890/91 nach Plänen von Bruder Paschalis Gratze vergrößert und mit der Kirche dem Bischöflichen Stuhl in Paderborn überschrieben. Das alte „Nonnenhaus“ erhielt einen überdachten Gang zum Kloster, das jetzt aus dem Konventsgebäude besteht, einem Pilgersaal, einer eigenen Beichthalle, einem ehemaligen Priesterhaus und dem angrenzenden Klostergarten. 1990 wurden Kloster und Gästehaus renoviert. Heute bietet es Besuchern die Möglichkeit, im "Kloster zum Mitleben" Abstand und Ruhe zu gewinnen. Direkt neben der Kirche befindet sich die 1903 eingeweihte Bonifatiuskapelle, die an die Fällung der Donar-Eiche durch den christlichen Missionar Bonifatius auf dem Hülfensberg im Jahr 732 erinnern soll (wahrscheinlichere Hypothesen verlegen das Geschehen nach Geismar bei Fritzlar). Das 18,60 m hohe Dr.-Konrad-Martin-Kreuz (Konrad Martin aus Geismar war 1856 - 1875 Bischof von Paderborn) wurde 1933 am nördlichen Aussichtspunkt des Berges errichtet und ist zeitweise beleuchtet) weithin sichtbar.
Während der DDR-Zeit lag der Hülfensberg mit dem Kloster nur 1 km von der Grenze nach Hessen entfernt im abgeriegelten Sperrgebiet. Die geduldeten Wallfahrten waren nur mit Passierschein und für Bewohner der umliegenden Orte möglich. Seit der Wende ist der Hülfensberg wieder uneingeschränkt zugänglich. 1995 zählte man 60.000 Besucher als Wallfahrer, Wanderer und Gottesdienstbesucher.
Quelle: Wikipedia
Coordinates
Recommendations nearby
The Monastery Trail (Side Route III) is a circular route in four stages from Mühlhausen to the monastery Hülfensberg and back to Mühlhausen.
A hike from the industrial town of Frieda via the Eichsfelder Kreuz and the Plesse to the Eichsfeld village of Katharinenberg.
One of the most beautiful hiking trails in Germany is the 280 km long Eichsfeld hiking trail located in the heart of Germany, established after ...
On Pilgrimage Paths to a Rock of Faith High Above the Werra ValleyIn Eichsfeld, Catholicism is an essential part of the regional identity, which is ...
At the border to Eichsfeld East of the Werra, the Plesse rises as a massive, steep flank, almost like a support for the Eichsfeld. The bright ...
9th stage of the Werra Water Hiking Route: Approximately 20 km from Treffurt through the Thuringian-Hessian borderland via Wanfried to Eschwege.
"How wonderful it must be to climb up to the proud castles on the high Werra banks and look far out into the world from there" -
Hülfensberg
37308 Geismar-Bebendorf
+49 36082 45500 http://www.huelfensberg.de E-mail: info@hülfensberg.de
The Monastery Trail (Side Route III) is a circular route in four stages from Mühlhausen to the monastery Hülfensberg and back to Mühlhausen.
A hike from the industrial town of Frieda via the Eichsfelder Kreuz and the Plesse to the Eichsfeld village of Katharinenberg.
One of the most beautiful hiking trails in Germany is the 280 km long Eichsfeld hiking trail located in the heart of Germany, established after ...
On Pilgrimage Paths to a Rock of Faith High Above the Werra ValleyIn Eichsfeld, Catholicism is an essential part of the regional identity, which is ...
At the border to Eichsfeld East of the Werra, the Plesse rises as a massive, steep flank, almost like a support for the Eichsfeld. The bright ...
9th stage of the Werra Water Hiking Route: Approximately 20 km from Treffurt through the Thuringian-Hessian borderland via Wanfried to Eschwege.
"How wonderful it must be to climb up to the proud castles on the high Werra banks and look far out into the world from there" -

User Questions