Eschwege liegt im weitläufigen Werratal am Fuß der Leuchtberge zwischen Hessischer Schweiz, Schlierbachswald und Hohem Meißner. Zusammen mit 7 eingemeindeten Dörfern der Umgebung kommt die Stadt auf etwa 21.500 Einwohner (2018). Eschwege ist das Zentrum des nordhessischen Werratals mit vielfältigen kulturellen, gastronomischen und touristischen Angeboten.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Eschwege 974 als Eskinivvach, was in alter germanischer Sprache "Siedlung bei den Eschen am Wasser" bedeutet. Das deutet sprachgeschichtlich auf die Entstehung des Ortes zwischen 500 und 700, vor der Eroberung durch die Franken. Wohl noch in merowingischer Zeit (bis 750) entstand ein fränkischer Königshof, der als Grenzbefestigung über die Werrafurt nach Thüringen wachte und noch im 10. und 11. Jh. bestand. Die Ersterwähnung war in einer Urkunde von Kaiser Otto II. (955-983), der darin den Königshof und die Siedlung seiner byzantinischen Frau Theophanu (960 - 991) aus Konstantinopel als Erbe hinterlässt. Die älteste Kirche der Stadt wurde im 10. Jh. an der Stelle der heutigen Marktkirche St. Dionys (evangelische Pfarrkirche) errichtet, die aus dem 15. Jh. stammt. Die Marktrechte erhielt Eschwege um 1188, die Stadtrechte vor 1249. Auf der wirtschaftlichen Grundlage der Tuch- und Ledererzeugung entwickelte sich Eschwege bis in die frühe Neuzeit zu einem wichtigen Handelsplatz in Niederhessen. Im 13. und 14. Jh. wechselte die Herrschaft zwischen Hessen und Thüringen. Die Burg des Balthasar von Thüringen von 1386 ließen die 1433 siegreichen Hessen zum Schloss ausbauen, das den Landgrafen als Residenz diente. 1526 führte Landgraf Philipp die Reformation in Hessen ein. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Eschwege 1637 durch kroatische Truppen geplündert und weitgehend niedergebrannt.
Eschwege lag an der 1700 eingerichteten Fahrpostroute Leipzig - Kassel (Teil der Fernpost Moskau - Amsterdam). 1875 erhielt die Stadt einen Bahnanschluss, als die Strecke von Bebra nach Eschwege gebaut wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Eschwege ab 1945 zur Amerikanischen Besatzungszone, nach der Gründung der beiden deutschen Staaten war die geschlossene Grenze zur DDR nach Norden nur etwa 5 km entfernt.
Eschwege besitzt einen mittelalterlichen Stadtkern mit geschlossener Fachwerkbebauung, insgesamt gibt es über 1000 Fachwerkhäuser. So wird beispielsweise der Marktplatz von einer Reihe von Fachwerkhäusern umschlossen. Die Rathausgruppe erstreckt sich zwischen Ober- und Untermarkt mit dem 1660 errichteten Alten Rathaus, einem Fachwerkbau mit Flachschnitzereien und dem Neuen Rathaus, welches sich als spätklassizistischer Steinbau von 1842/43 präsentiert. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl interessanter historischer Bauten zu entdecken: Marktkirche St. Dionys (älteste Kirche aus dem 15. Jh.), Neustädter Kirche St. Katharina, Eschweger Landgrafenschloss (seit 1821 Sitz der Kreisverwaltung) mit Dietemann-Turm und Frau-Holle-Brunnen (1930), Hochzeitshaus (städtisches Bürgerhaus im Renaissancestil von 1578), Schulberg (Cyriakusberg) mit dem Karlsturm, auch Schwarzer Turm genannt (einzig erhaltener Teil des Frauenstifts St. Cyriakus, um 1000 von Kaiserin Theophanus Tochter Sophia gegründet), Nikolaiturm (ehemaliger St.-Godehard-Kirchturm von 1455, höchster Turm und Wahrzeichen der Stadt (47,62 m), heute Aussichtsturm), ehemalige Synagoge (heute Neuapostolische Kirche), Hospitalkapelle, Reste des ehemaligen Augustinerklosters mit der Klosterkapelle (heute Sitz der Eschweger Klosterbrauerei), Hexenkeller...
In der Stadt und Umgebung gibt es Parks und Gärten als Erholungsgebiete oder für sportliche Aktivitäten: Schlossgarten, Botanischer Garten, Sophiengarten, Schwanenteich, Park An den Anlagen, Friedhofspark, Leuchtbergpark (Wanderwege am Kleinen und Großen Leuchtberg (319 m), Bismarckturm, Kletterpark, Premium-Rundwanderweg P3 "Blaue Kuppe - Leuchtberge"), das Naherholungsgebiet Werratalsee mit Campingpark, Strandbädern, Seerundfahrten mit der "Werranixe" und Wassersport. Das Werratal und die umgebende Mittelgebirgslandschaft lädt zum Wandern, Laufen, Radfahren und Paddeln ein. Es gibt mehrere Bootsanlegestellen an der Werra im Stadtgebiet, der Werratal-Radweg und der Qualitätswanderweg X5H Werra Burgen Steig Hessen führt durch die Stadt. Das Open Flair Festival zieht mit Musik-, Kleinkunst- und Kinderprogramm jährlich im August rund 15.000 Besucher an.
Wenn Sie mehr über die umfangreichen touristischen Möglichkeiten in Eschwege und Umgebung wissen wollen, hilft Ihnen gern die Touristinformation Eschwege-Meinhard-Wanfried am Hospitalplatz 16 im Eschweger Stadtzentrum.
Quellen: Wikipedia | www.eschwege.de | www.werratal-tourismus.de
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Eschwege
05651 331985 (Tourist-Information) http://www.eschwege.de E-mail: tourist-info@werratal-tourismus.de
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