Wer die zweitgrößte Baleareninsel und kleine Schwester des bekannteren Mallorca besucht, wird einigermaßen verblüfft sein, welch Stille und entspannte Gemütlichkeit auf Menorca vorherrschen. Eine Stille, die Wanderungen oftmals zu spirituellen Ereignissen macht, wo stundenlang nur das Rauschen der rollenden Meeresbrandung, des sich regelmäßig aus allen Richtungen über die sanften Inselzüge ziehenden Windes und einzelne Möwenschreie aus der Ferne das Knirschen der Schuhe und die Atemgeräusche übertönen. Der nach allen Seiten offene Horizont mit einigen wenigen Hügelkuppen im Nordwesten – die höchste, der Monte Torro im zentralen Hinterland, gerade mal 362 m hoch – vermittelt ein Gefühl von wohltuender Weite und Freiheit, was von der Gelassenheit und Offenheit der Menschen noch verstärkt wird.
Die 10 schönsten Wanderungen auf Menorca
Menorca abseits der ausgetretenen Pfade
Die oft strapazierten touristischen Entwicklungen des benachbarten Mallorcas wurden hier verschlafen oder einfach nicht mitgetragen. Und so herrschen auf Menorca ausgesprochen naturbelassene und ursprüngliche Landschaftsformen vor, die an Unberührtheit und wildromantischer Vielfalt auf den Balearen ihresgleichen suchen.
Die einsamen Weiden mit unzähligen Trockensteinmauern, geziert von ausgedehnten Kiefern- und Buschwäldern, fallen ab zu den oft felsigen und schroffen Klippenrändern mit tief eingeschnittenen Buchten und famosen Sandstränden in von weiß bis orange schimmernden Sandfarben und karibischen türkisblauen Wassertönen, mit zierlichen Büschen, Sträuchern und putzigen Polsterpflanzen.
Die verborgenen Schätze Menoracas
Foto: Oliver Lair, Outdooractive Premium
Eine erste Einstimmung auf Menorca und deren kulturelle als auch landschaftlichen Reize bietet sich mit der Tour „Auf prähistorischen Spuren zur Hauptstadt Mao“ an. Hier wird auf eindrucksvolle Weise sowohl ein tiefer Einblick in die Talayot-Kultur der Insel als auch in die lebendige Hauptstadt Maò geliefert. Vielfältige Eindrücke, auf denen weiter aufgebaut werden kann.
Eine völlig konträre Wanderung verspricht die Tour „Spektakuläre Riesenhöhle Cova des Coloms“ zur größten und beeindruckendsten Höhle der Insel. Hier warten Eindrücke, wie man sie kein zweites Mal auf der Insel vorfindet und wohl auch hier so nicht erwartet hätte. Schauerlich, abenteuerlich und eindrucksvoll zugleich! Ein unvergessliches Erlebnis mit anschließender Regenerationsmöglichkeit an einer malerischen Sandbucht.
Beeindruckende Flora und Fauna
Tier- und im speziellen Vogelliebhaber werden sich auf der Tour „Naturparkwandern im Vogelparadies s`Albufera des Grau“ besonders wohl fühlen. Denn es warten traumhafte Lagunenlandschaften im unberührten Naturpark mit zahlreichen Vogelkolonien und zahlreichen seltenen Vögeln, die hier ungestört beobachtet und fotografiert werden können.
Eindrucksvoll und faszinierend präsentiert sich die Vogelwelt auf der Tour „Vom Naturpark des Grau zum Cap de Favàritx“. Gepaart mit wildromantischer Küstenlandschaft, deren Faszination an der Spitze der spektakulären Felszunge „Cap de Favàritx“ mit einer urtümlichen, felsigen Küstenlandschaft und dem Far de Favàritx gipfelt.
Sehr abenteuerlich und spektakulär hingegen geht es auf der Tour „Felsenschlucht Pas d`en Revull und Barranc d`Algendar“ zu. Denn die Eindrücke auf dieser Wanderung durch den engen Felsschlund fesseln und sorgen für nicht enden wollendes Staunen. Sie bieten sowohl landschaftlich als auch botanisch Höhepunkte vom Feinsten. Der Dschungel Menorcas lässt grüßen.
Über Bergseen zu Traumstränden
Einige der schönsten Buchten der Insel lassen sich mit der Tour „Paradiesische Strände im Hügelland des Nordens“ erkunden und gewähren dabei paradiesische Eindrücke der oftmals kaum besuchten naturbelassenen Sandstrände an Menorcas Küsten. Faszinierend ist dabei auch der von goldgelb bis rötlich-orange gefärbte Sand in Kombination mit dem türkis-blauen Meerwasser.
Puren Landschaftsgenuss mit berauschenden Sandbuchten und schier unglaublichen Stränden bietet die Tour „Von der Cala d´Algaiarens über Bassa Verda zur Cala del Pilar“. Auch der kleine Bergsee Bassa Verda und die völlig konträre Grünlandschaft im Hinterland mit faszinierender Natur und satten Buschwäldern leisten einen grandiosen Beitrag zur Vielfalt der Eindrücke.
Spektakuläre Küsten in Verbindung mit prätalayotischer Kultur verspricht die Tour „Son Bou – Cala de Llucalari – Torre d`en Galmès“. Eine nicht alltägliche Kombination, die aber gerade dadurch eine besondere Faszination ausübt und vielfältige Interessen abdeckt. Nicht unerwähnt dürfen dabei die längsten Sanddünen Menorcas bleiben, die sich malerisch an der Platges de Son Bou entlang ziehen.
Norden vs. Süden
Eine malerische Kulisse wartet im Norden der Insel auf der Tour „Cap de Cavalleria, am nördlichsten Punkt Menorcas“. Der einsame Leuchtturm über den steil ins Meer abfallenden Klippen bietet höchsten landschaftlichen Genuss, bevor die rötliche Sandbucht der Cala Tirant mit ihrer famosen Dünenlandschaft, geziert von einer liebreizenden Häuserkulisse im Hintergrund, fasziniert.
Wer eine Traumtour im Nordwesten Menorcas sucht, sollte sich wohl auf die Tour „Fantastischer Nordwesten – Punta Nati“ einlassen. Hier faszinieren nicht nur die mystischen Grabhöhlen von Necròpolis de Cala Morell, sondern auch spektakuläre Steilklippen, der Leuchtturm an der abgelegenen Punta Nati und vor allem einsame und unglaublich stille Küstenlandschaften, die für puren Wandergenuss sorgen.
Und schließlich der Südzipfel der Insel, mit der „zweitgeteilten“ Tour „Torre d`Alcalfar und prächtiger Südosten“. Hier dürfen fantastische Küstenabschnitte und ländlich geprägtes Hinterland erwandert und als Höhepunkt der Torre d`Alcalfar, der spektakuläre oberhalb der Steilküste über einem mächtigen Felsentor thront, bewundert werden.


