Wanderung
· Provinz Navarra
Roncesvalles/Orrega – Zubiri - Ein lockerer Abstieg
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Schwierigkeit
schwer
Die heutige Etappe wird uns generell bergab Richtung Zubiri führen. Geschäftige Straßen kreuzen bzw. tangieren wir hier hauptsächlich und folgen ihnen lediglich in kurzen Abschnitten durch Ortschaften. Die Wege führen uns daher weitestgehend durch urig wirkende Buchenwälder, mitunter aber auch entlang schöner Feldwege und Gehöfte. Der letzte Teil der Etappe, hinab zu unserem Ziel, wird dann noch einmal anspruchsvoller, was gerade bei entsprechender Witterung zu einem rutschigen Abenteuer werden kann.> Rechts der Straße leiten uns die Schilder aus Roncesvalles/Orrega 01 in einen wunderschönen, alten Buchenwald. Der Weg ist sehr gut und die Ausschilderungen an kritischen Stellen eindeutig.Wird der Wald lichter und öffnet sich zu den ersten Gebäuden hin, befinden wir uns kurz vor Auritz 02. Hier gibt es eine Einkaufsmöglichkeit, Tienda, was so viel wie kleiner Shop heißt. In der Realität ist es eine Art Tante-Emma-Laden. Es ist ein wunderschönes Dörfchen mit Häusern, die zum Teil um 1800 erbaut wurden und immer noch sehr gut in Schuss gehalten werden. Auf den weiteren Wegen des Caminos kommen wir an noch vielen sehr schönen und auch weitaus älteren Dörfern und Gebäuden vorbei. Auf der Hauptstraße wechseln wir die Seite, laufen entlang des Parks, um uns kurze Zeit später an der Hauptstraße entlangzugehen. Die Pfeile führen uns zuverlässig und leiten uns in Auritz an der Santander-Bank 03rechts ab. Am ATM vorbei überqueren wir den Fluss, gehen geradeaus über den Landwirtschaftsbetrieb, folgen der Serpentine aufwärts und durchqueren nun Farmland. Anschließend gelangen wir durch das Gatter zurück in den Wald.Nach einiger Zeit über eine kurzen Anstieg treffen wir an einer Lichtung auf eine Straße, der wir geradeaus abwärts folgen. Der Weg führt direkt nach Aurizberri/Espinal 04. Wir gehen durch das Dorf an der Hauptstraße rechts, folgen der Straße und werden bald links abgeleitet, von wo aus wir nun abwechselnd über idyllische Feld- und Waldwege wandern.Schließlich gelangen wir abermals an eine Straße, kreuzen sie und gehen weiter auf Waldwegen. Bereits nach kurzer Zeit laufen wir auf abwärtsgeneigte Steinstufen, die leider bei Nässe bzw. Schnee und Laub sehr rutschig werden können. Wir landen erneut an der Hauptstraße und überqueren eine Furt auf Pollern bzw. Trittsteinen. Sollte der Bach zu stark angeschwollen sein, bietet sich die Straße zur Überquerung an. Nicht mehr weit davon befindet sich Biskaretta-Gerendian 05 mit einem weiteren kleinen Shop. Wenn wir das Örtchen durchquert haben, geht es entlang einer Schotterpiste in den nahe liegenden Hain, dann rechts über die Straße und erneut auf Schotterwegen, die bei Nässe schnell matschig werden und Pfützen bereithalten. Selbiges gilt für alle weiteren Wege bis Zubiri.Das nächste Örtchen (Lintzoain) bietet neben einer Wasserquelle nicht viel, weshalb wir zügig weitergehen und die letzten Kilometer in Angriff nehmen. Abermals laufen wir durch den Wald auf langem und steinigen Untergrund. Kommen wir an eine T-Gabelung 06, hören wir bereits die Straße. Der gelbe Pfeil ist etwas versteckt, doch finden wir ihn zu unserer Rechten. An Strom- und Sendemasten vorbei treffen wir nach kurzer Zeit auf den Rastplatz Erro 07 samt kleinem Imbiss (im Winter geschlossen) und guten Aussichtsmöglichkeiten. Dahinter geht’s für die letzten rund 3 km nach Zubiri nur noch bergab, leider auf eher schlechten Wegen. Wir gelangen durch ein Gatter direkt auf Farmland. Vorsicht, falls wir Kühen begegnen! Am besten in einem Bogen an ihnen vorbei und nicht ansehen, sonst könnten sie aufgeschreckt und in dieselbe Richtung laufen wie wir. Von dort an wird der Untergrund sehr uneben, felsig, mitunter rutschig und bei entsprechender Witterung verwandelt sich der gesamte Weg zu einem kleinen Bachlauf. Äußerste Konzentration und Trittsicherheit wird uns hier abverlangt. Leider zieht sich der Weg dadurch nochmal und auf den letzten 600 m vor unserem Ziel gibt es weitere steile und glatte Stellen.