Der Bayerische Wald ist durch seine heutige Mittelgebirgsform als Wanderregion prädestiniert. Wandern im Bayerischen Wald heißt Gipfel wie den Großen Arber oder den Lusen erklimmen, im Nationalpark Bayerischer Wald auf Entdeckungsreise gehen oder von den zahlreichen Aussichtstürmen weit über die Wipfel des größten zusammenhängenden Waldgebirges in ganz Europa blicken.
Die 10 schönsten Wanderungen im Bayerischen Wald
Wo kann man gut im Bayerischen Wald wandern?
Der Bayerische Wald hält in allen Regionen wunderschöne Wandertouren bereit. Besonders beliebt ist dabei die Wanderung auf den Großen Arber. Dieser ist mit seinen 1.456 m der höchste Gipfel im Bayerischen Wald und gleichzeitig der höchste Berg in Bayern, der außerhalb der Alpen zu finden ist. Um den „König des Bayerischen Waldes“ zu erklimmen, sind der Urlaubsort Bodenmais oder der Große Arbersee gute Ausgangspunkte.
Auf der Runde werdet ihr durch das Naturschutzgebiet rund um den Großen Arber wandern und dabei die 400 m hohe Arberseewand umgehen. Am Aussichtspunkt Mittagsplatzl lohnt es sich, eine Pause auf dem doch recht schwierigen Aufstieg einzulegen. Anschließend geht es weiter auf den Großen Arber, der euch mit einer herrlichen Aussicht und Einkehrmöglichkeit für eure Mühen belohnt. Der Premiumwanderweg Goldsteig führt Wanderer wieder zurück zum Großen Arbersee. Möchtet ihr die Runde vergrößern, könnt ihr auch noch den Kleinen Arbersee auf eurer Wandertour mitnehmen.
Was muss man im Bayerischen Wald gesehen haben?
Highlights im Bayerischen Wald sind vor allem der Große und der Kleine Arbersee, die beide während der letzten Eiszeit entstanden. Besonders interessant sind die schwimmenden Inseln auf den Seen. Diese haben keine feste Verbindung zum Untergrund und steigen nicht nur mit dem Wasserspiegel, sondern können je nach Windrichtung auch ihre Position verändern. Die kleinen Inseln sind von typischer Moorflora bedeckt. Betreten werden können diese allerdings nicht, dabei besteht Lebensgefahr. An beiden Seen habt ihr die Möglichkeit, einzukehren und die Aussicht auf das Wasser zu genießen.
Umrundet werden kann der Kleine Arbersee beim Wandern in etwa 40 Minuten, während ihr für die Wandertour um den Großen Arbersee ca. eine Stunde braucht. Bei Letzterem gibt es inzwischen auch einen Naturlehrpfad, der euch um den See führt. Höhenmeter müsst ihr dabei fast keine überwinden. Daher eignen sich diese kurze Wanderungen auch gut für Kinder, Einsteiger oder eine Feierabend-Runde.
Wandertouren für Gipfelstürmer
Wer gerne Höhenmeter sammelt, der kommt im Bayerischen Wald keineswegs zu kurz. Das Mittelgebirge hält für Wanderer neben dem Großen Arber auch namenhafte Berggipfel wie den Großen Rachel, den Lusen, das Dreisessel-Massiv oder den Großen Osser bereit, die es zu besteigen gilt. Der Pröller und der Große Falkenstein runden das Angebot ab.
Für diese Wandertouren im Nationalpark solltet ihr zumeist eine gute Kondition und Trittsicherheit mitbringen. Wer die Touren meistert, wird nicht nur am höchsten Punkt mit wunderschönen Aussichten belohnt, bereits unterwegs bieten sich tolle Blicke auf den Bayerischen Wald. Einkehrmöglichkeiten für eine Stärkung finden Wanderer ebenfalls auf den meisten der Wanderungen.
Naturerlebnisse entlang der Wanderwege im Bayerischen Wald
Rund zwei Kilometer nordöstlich von Bodenmais liegen mit den Rieslochfällen die größten Wasserfälle des Bayerischen Waldes. Besonders nach der Schneeschmelze oder nach Starkregen bieten diese ein beeindruckendes Spektakel. Bei einer Runde mit Start in St. Englmar lassen sich die ebenso attraktiven Nagelsteiner Wasserfälle erwandern, die mit ihren zahlreichen kleinen Wasserfällen begeistern.
Naturliebhaber werden auch von der wildromantischen Steinklamm in ihren Bann gezogen. Der Wanderweg entlang der Großen Ohe verzaubert mit einer tiefen Schlucht, rauschenden Wassermassen und einer idyllischen Natur. Ein weiteres schönes Erlebnis ist eine Wanderung durch die Tiefen des Urwalds im Nationalpark Bayerischer Wald. Bei der Runde kommen Ruhe und Entspannung auf keinen Fall zu kurz.
Wanderungen für Einsteiger und Familien
Die kleinen Wanderer kommen im Bayerischen Wald ganz groß heraus. Insbesondere der Nationalpark Bayerischer Wald hält zahlreiche Wanderwege und Sehenswürdigkeiten für kleine Entdecker bereit. Dort können sie sich auf die Spuren der Wildtiere begeben, plätschernden Bachläufen folgen und sich an interaktiven Stationen austoben. Ein wahres Highlight ist der Baumwipfelpfad, der in luftigen Höhen einen herrlichen Blick auf die Täler und Berge der Region eröffnet. Der Pfad hat eine Länge von 1.300 Metern.
Viele der Wanderungen im Bayerischen Wald sind konditionell und technisch nicht allzu anspruchsvoll und daher auch für Einsteiger gut machbar, z.B. Wandern durch das Englmarbachtal oder eine Wandertour auf den Birkenberg bei Maibrunn. Aufgrund der vielfältigen Wanderwege lässt sich im Bayerischen Wald garantiert für jeden das Richtige finden.
Welcher Ort im Bayerischen Wald ist am schönsten?
Bodenmais ist ein beliebter Urlaubsort im Bayerischen Wald, der sich auch als Startpunkt einiger Wanderungen hervorragend eignet. Bekannt ist der heilklimatische Kurort neben den Rieslochfällen auch für den Silberberg, an dem Besucher das Bergwerk besichtigen können. Die Kultur des Bayerischen Waldes zeigt sich hier auch in der Glasbläserei. Die filigranen Kunststücke bieten sich ideal als Erinnerungsstück zum Mitnehmen an. Weitere Orte, die sich zu besuchen lohnen, sind Cham, Zwiesel, Regen und Furth im Wald.
Bodenmais, eine kleine Gemeinde im Landkreis Regen in Deutschland, ist ein wahres Paradies für Wanderer. Die ...


