Drei ganz verschiedene Landschaften prägen den Rundweg: das sagenhafte Schwenninger Moos, die bewaldete Strecke um den Türnleberg und das Naturschutzgebiet Mühlhauser Halde.
Die westliche Schlaufe der Schwenninger Acht führt durch weitgehend schattiges Gelände, während man im östlichen Teil auf der Sonnenseite wandelt. Dazwischen verläuft die ehemalige Grenze zwischen Baden und Württemberg mit geschichtlichen Kleinoden - ein Grund genug sich auf den Weg zu machen.
Autorentipp
Hinweis zur Wegmarkierung: Zwischen den Wegweiser-Standorten mit dem "Schwenninger Acht"-Logo leitet immer die jeweilige Raute.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Für die Wanderung ist festes Schuhwerk erforderlich. Der Weg ist für Kinderwagen nicht geeignet.
Weitere Infos und Links
Wichtiger Hinweis zu Wegmarkierung: Zwischen den jeweiligen Pfosten-Standorten und den entsprechenden Tourenschildern mit »Schwenninger Acht«-Logo leitet immer die jeweilige Raute. Auf der Schwenninger Acht sind dies zunächst der Neckarweg, ab Standort »Bei der Neckarquelle« die Gelbe Raute bis zum Schwenninger Moos, dort wieder mit Neckarweg zurück zum Ausgangspunkt. Weitere Infos zur Wegemarkierung: www.schwarzwaldverein.de/schwarzwald/wanderwege/wegemarkierung-schnell-erklaertSchwarzwaldverein e.V.
www.schwarzwaldverein.de
Schwarzwaldverein Ortsverein Villingen-Schwenningen:
https://www.schwarzwaldverein-vs.de
Wegbeschreibung
Start unserer Wanderung ist auf dem Parkplatz Gustav Strohm-Stadion, direkt am Treppenabgang in Richtung "Helios Arena". Dort befindet sich auch das Eingangsschild. Von dort an folgen wir zunächst der Neckarweg-Beschilderung mit blauem N, überqueren am Übergang die Salinenstraße. Direkt nach dem Eingangstor in den Stadtpark Möglingshöhe links auf den geschotterten Weg, an einem kleinen Klettergerüst für Kinder vorbei und weiter bis zum großen Spielplatz an der historischen Neckarquelle. Eine Tafel verrät: „Hier errichtete Herzog Ludwig von Württemberg 1581 einen Stein mit der Inschrift: Da ist des Neccars Ursprung“. Vor der Brücke über den noch jungen Neckar weiter dem Neckarweg folgen zum Wegweiserstandort "Bei der Neckarquelle".
Hier verlassen wir den Neckarweg und gehen von nun an mit gelber Raute. Wir überqueren die Neckarstraße an der Fußgängerampel, gehen durch die Badstraße hindurch, auch nach Überquerung der Kornbindstraße. Der Badstraße leicht ansteigend folgend, nehmen wir dann den Treppenaufgang und gelangen so hinauf zum Standort "Kindergarten Frühlingshalde", schön gelegen direkt am Reutewald. Ein schmaler Waldpfad führt uns hier halblinks leicht bergan in den Wald hinein. Die gelbe Raute leitet uns wenig später scharf nach rechts, sodass wir am Rande des Wohngebietes Frühlingshalde herauskommen. Links der Straße Waldeckweg führt ein geschotterter Pfad zum Standort Frühlingshalde.
Die Schwenninger Acht zweigt hier nach links ab. Wir durchwandern diesen schönen Forst und gelangen so hinunter auf den Gunnentalweg. Diesem geschotterten Weg folgen wir links bis zu einer Wegkreuzung.
Dort weiter mit gelber Raute nach rechts einen kurzen steilen Anstieg hinauf. Wir unterqueren die Bundesstraße 27 und gehen an der anschließenden Wegkreuzung geradeaus leicht bergan. Etwa 200 Meter nach der Bundesstraße nach rechts, folgen wir diesem Waldweg hin zu einer weiteren Wegkreuzung mit kleinem Biotop auf der linken Seite. Vor dem Biotop gehen wir nach links in den schönen, schmalen Pfad und nehmen wenig später die Treppenstufen hinauf zum Setzebrünnele. Ab hier folgen wir gleichzeitig auch dem Schwenninger Geschichts- und Naturlehrpfad (GNL).
Am Brünnele selbst steigen wir weiter die Treppen hinauf zum Grenzweg, der ehemaligen Grenze zwischen Baden und Württemberg. Links am Weg steht ein alter Grenzstein von 1860 mit den württembergischen Geweihstangen und dem Zeichen „GB“ für Großherzogtum Baden.
Am Standort "Alte Landesgrenze" in der Mitte der Achtschleife folgen wir der empfohlenen Laufrichtung nach links bergan, vorbei am Standort Burgrain zum zweiten großen Eingangsschild der Acht am Standort "Am Türnleberg". An seinem Fuß informieren zwei Tafeln des GNL über die Abschnittsburg und den südlich davon gelegenen Grabhügel eines Burgherrn. Den Schwenninger Hausberg, jedoch auf Hochemminger Gemarkung, erklimmen wir weiter mittels gelber Raute. Entlang des Bergsporns des Türnlebergs erreichen wir wenig später den Hochbehälter der Bodensee-Wasserversorgung und auch den Wanderparkplatz Türnleberg.
Dort folgen wir dem schönen geschotterten Pfad entlang der Weide. Ein wunderbarer Ausblick bietet sich uns hier über den Ortsteil Mühlhausen hinweg auf die Mühlhauser Halde hinüber zur Schwäbischen Alb. Am Horizont erheben sich die Gipfel der Südwestalb mit Lemberg (1015 m ü.NN., höchster Berg der Schwäbischen Alb; rechts: Fernmeldeturm Deilingen), Klippeneck (980 m, Gebäude), Dreifaltigkeitsberg (985 m, Kirche), Zundelberg (darunter das Dorf Hausen ob Verena), Hohenkarpfen (912 m, Kegelform) und Lupfen (976 m, Turm). Den geschotterten Weg verlassen wir nach etwa 600 Metern nach rechts und wenig später nach links, entlang des Heckenstreifens. Schon kurze Zeit später gehen wir wieder rechts und erreichen den Guckenbühl.
Dem Teersträßchen folgen wir zunächst nach links, an der kommenden Kreuzung nach rechts und am Standort Hirschgräben gehen wir wieder links. Nach weiteren 300 Metern wechseln wir nach rechts und gehen einen schönen Wiesenpfad entlang, der uns an die Landesstraße 173 bringt, die wir an dieser Stelle überqueren. An zwei Wegkreuzen vorbei bleiben wir immer geradeaus, auf einem "Panzersträßchen" bergab.
Den Mühlbach überqueren wir an einer kleinen Furt mittels Trittstufen und gehen direkt anschließend nach links. Der schöne, schmale Pfad entlang der Wacholderheide bringt uns zu den Mühlhauser Teichen. Da der Biber hier seinen Lebensraum hat, überqueren wir auf Stegen trockenen Fußes dieses wunderschöne Idyll.
Am Standort Kohlbrunnen gehen wir rechts, müssen hier parallel zur Kreisstraße auf dem Radweg bergan gehen. Am mittlerweile stillgelegten Kohlbrunnen selbst vorbei, gelangen wir kurz vor dem Ortsteil Weigheim zum Steineschle. Hier ist Vorsicht geboten: Wir müssen die Kreisstraße überqueren und gleich auf der anderen Seite wieder nach links parallel der Straße.
So erreichen wir die Mühlhauser Halde, ein zirka 52 Hektar großes Naturschutzgebiet mit Wacholderheiden, Magerrasen, Feldgehölzen und vielem mehr – einem Lebensraum für eine Vielzahl seltener und geschützter Tier- und Pflanzenarten. Hier müssen wir Wanderer unbedingt auf dem vorgebenenen Pfad bleiben, um die Artenvielfalt zu erhalten. Wir durchqueren die Halde abwärts und genießen auch die schöne Aussicht über den Ort hinweg in Richtung Schwenningen und die umliegenden Höhen.
Kurz nach einer kleinen Sitzbankgruppe folgen wir der gelben Raute weiter nach links und erreichen dann den Scheibenweg in Mühlhausen. Nach links gelangen wir zur Hauptstraße. Das malerische Pfarrhaus in der Dorfmitte wurde 1669 als Fachwerkbau erbaut. Links davon liegt der sehenswerte Göpelhausplatz. In seiner Mitte steht ein schmucker Brunnen. Ein schreitender Sämann und Relieftafeln mit der Thematik vom Korn zum Brot erinnern an die über Generationen unveränderten Arbeitsvorgänge um das wichtigste Grundnahrungsmittel. Im Göpelhaus steht ein gusseiserner Göpel. Durch Ochsen oder Pferde in Bewegung gehalten, trieb er die Dresch- und Futterschneidmaschinen an. Vor der "Moschte" laden Bänke zur Rast ein.
Die Hauptstraße überqueren wir an der Fußgängerampel und gehen gegenüber der Kirche nach rechts in die Richard-Müller-Straße. An der nächsten Kreuzung folgen wir dem Ortholzweg nach links und wenige Meter später nach rechts in die Straße "Am Guckenbühl".
Am Ende der Straße gelangen wir über ein kleines Brücklein wieder in den Wald hinein und folgen diesem Waldweg immer geradeaus mit gelber Raute etwa 2,5 Kilometer.
Nachdem der Weg eine scharfe Rechtskurve nahm, stehen wir an einer Kreuzung und folgen auch hier wieder der gelben Raute nach links leicht bergan.
Kurze Zeit später haben wir das Ende dieser zweiten Acht-Schleife erreicht und gehen am Standort "Am Türnleberg" geradeaus zum Burgrain. Wir nutzen wieder den selben schmalen Pfad wie auch dem Hinweg und erreichen so wieder die Alte Landesgrenze. Wir gehen jedoch nicht die Treppenstufen hinunter zum Setzebrünnele, sondern folgen nun der empfohlenen Laufrichtung für den Rückweg geradeaus weiter.
Auf der alten Landesgrenze von Baden-Württemberg bestaunen wir immer wieder die historischen Grenzsteine am Wegesrand. Der Weg bleibt schmal, geht über in einen wunderbaren mit Grün umsäumten Pfad und kommt so zum Dreimarkstein. Der große Stein von 1673 trennt die Gemarkungen Schwenningen, Dürrheim und Hochemmingen.
Nur wenige Meter weiter stehen wir auch schon an der Bundesstraße 523 und überqueren diese mittels der Fußgängerbrücke. Auf der anderen Seite angelangt gehen wir nach links entlang der Straße in Richtung Schwenninger Moos. Durch den Veesenwald gehen wir zum Kugelbühl, überqueren dann die Bundesstraße 27 und erreichen kurz darauf die Kreisstraße 5700 (Verbindungsstraße zwischen Schwenningen und Bad Dürrheim). Hier ist noch einmal Vorsicht geboten! Nach der Überquerung folgen wir nach rechts dem Rad- und Fußweg, um dann 100 Meter weiter nach links dem Wiesenweg ins Schwenninger Moos hinein zu folgen.
Am Standort Hilben angekommen, folgen wir nun der Raute des Ostweges (schwarz-rot) nach links. Auf dem Moosrundweg genießen wir die herrliche Tier- und Pflanzenwelt in diesem zirka drei Quadratkilometer großen Moorgebiet. Ein Holzsteg lädt wenig später ein, einen tieferen Blick auf die Torfmoose zu nehmen.
Im Schwenninger Moos West folgen wir rechts, wieder wie zu Beginn der Wanderung, der Neckarweg-Markierung mit blauem N. So gelangen wir auch zum wundervollen Holzsteg entlang der großen Moorseen. Ein Holzschild zeugt dort auch vom Ursprung des Neckars. Seine ausgewiesene Quelle hat der Neckar jedoch an der Neckarquelle, die wir zu Beginn der Wanderung passiert hatten und ab dort zirka 362 Kilometer zurücklegt, bis er bei Mannheim in den Rhein mündet.
Nach Überquerung der Holzbrücke am Neckarursprung verlassen wir den Moos-Rundweg nach links leicht bergan zum kleinen Infopavillon. Entlang der Pferdekoppeln und am Reiterhof vorbei. Auf dem darauffolgenden Teersträßchen gehen wir nur wenige Meter, bis uns der Neckarweg links leicht bergab und dann gleich wieder nach rechts zum Ausgangspunkt an der Helios-Arena führt.
Bauchenbergweiher
Schwenningen Eisstadion (Zug)
Helios Arena (Eisstadion)
Stadtpark Möglingshöhe
Historische Neckarquelle
Neckargarten
Bei der Neckarquelle
Kindergarten Frühlingshalde
Frühlingshalde
Setzebrünnele
Setzebrünnele
Alte Landesgrenze
Burgrain
Am Türnleberg
Abschnittsburg Türnleberg
Wanderparkplatz Türnleberg
AP Türnleberg
Guckenbühl
Wasenäcker
Hirschgräben
Mühlbachfurt
Kohlbrunnen
Steineschle
NSG Mühlhauser Halde
Scheibenweg
Mühlhausen Dorfmitte
Göpelhausplatz
Altes Pfarrhaus
Mühlhausen/Kirche
Villingen-Schwenningen - Bauernmuseum
Mühlhausen/Ortholzweg
Grenzstein
Dreimarkstein
Grabhügel der Bronzezeit
Am Grenzweg
Die ehemalige Landesgrenze
Vom Kaufholz zum Veesenwald
Am Kugelbühl
Das Vordere Bohrhaus
Beile, Schwerter, Moorgötter
Hilben
Das Schäfchen im Trockenen
NSG Schwenninger/Moos (Ost)
Villingen-Schwenningen - Schwenninger Moos
Torfabbau im Moos
Moos ohne Grenzen
NSG Schwenninger Moos (West)
Grenze auf dem Moos
Schwenninger Moos
Neckarursprung
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Mit dem 3er-Ringzug oder Bus bis Haltepunkt Schwenningen Eisstadion
Fahrplanauskunft:
Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar: www.v-s-b.de
Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
Vom Messegelände VS stadteinwärts, am ersten Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen und direkt am Zebrastreifen nach links abbiegen auf den Parkplatz Gusta Strohm-Stadion. Auf der rechten Seite des Parkplatzes befindet sich das Eingangsschild des Wanderweges
Parken
- Parkplatz Helios Arena (früher Eisstadion am Bauchenberg), Zum Mooswäldle, 78054 Villingen-Schwenningen
- Gustav-Strohm-Parkplatz, Hülben, 78056 Villingen-Schwenningen
Koordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
W249 Villingen-Schwenningen (Baar, Rottweil, Schramberg) ISBN 978-3-86398-475-5
erhältlich im Buchhandel, der Touristinfo sowie der Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins in Freiburg www.schwarzwaldverein.de E-Mail: verkauf@schwarzwaldverein.de (Sonderpreis für Mitglieder!)
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Ausrüstung
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