Die Maggia, die dem unteren Talabschnitt seinen Namen gegeben hat, entspringt im hintersten Val Sambuco, das sozusagen die alpine Fortsetzung des Val Lavizzara ist. Zahlreiche kleine und größere Gletscherseen speisen hier die noch junge Maggia, deren ungehinderter Fluss zunächst aber von zwei großen Stauseen, dem Lago del Narèt und dem Lago del Sambuco, gebremst wird. Beide Seen liegen in herrlicher Hochgebirgslandschaft. Durch dieses Hochtal verlief früher der viel begangene Übergang ins Bedrettotal. Nach wie vor ist dieses Gebiet hinsichtlich seiner grandiosen Landschaft und seiner botanischen Besonderheiten empfehlenswert.
Wir verlassen Fusio in nördlicher Richtung über die Maggiabrücke und nehmen dann einen Abkürzer, der bei einer Kapelle beginnt. Am höchsten Punkt, 1457 m, wenden wir uns auf der Alpstraße links hinab und treffen bald wieder auf die befestigte Werkstraße, der wir dann bis zur Staumauer des Lago del Sambuco und von dort über drei Kilometer am Seeufer entlang folgen. Am Ende des Sees wandern wir weiter auf der Straße durch einen herrlichen Lärchenbestand – nun oberhalb der Maggia über eine Talstufe hinauf zur ausgedehnten Alp Campo la Torba. Auf der Alpe Campo di Sotto, 1601 m, die sich etwas links der Straße befindet, endet unsere Wanderung.Die Rückkehr nach Fusio variieren wir, indem wir kurz vor Erreichen des Sees links den alten Saumweg »Strada alta di Sambuco« nehmen, der 200 m oberhalb des Sees verläuft und u. a. die Alpe Sassello und die Alpe Scheggia verbindet (neuer Abkürzer, der von der ersten Spitzkehre horizontal zum alten Saumweg führt). Die Werkstraße erreichen wir wieder
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Autor
Heinrich Bauregger
Heinrich Bauregger, geboren 1951 im Berchtesgadener Land, studierte Germanistik und Geschichte (M.A.). Nach seinem Studium war er viele Jahre in Buchverlagen tätig (unter anderem auch beim Rother Bergverlag). Von Kindheit an in den Bergen wandernd unterwegs, lebte er seine Passion zunächst in den Alpen aus, dann folgten zahlreiche Trekkingtouren in den Bergen der Welt (Himalaya, Ostafrika, Mexiko, Anden). Schließlich entdeckte er die Abruzzen (Mittelitalien) als seine zweite Heimat („Tra Mare e Monti“). Heute lebt er abwechselnd in München und in Sulmona als freier Lektor und Autor. Er hat zahlreiche erfolgreiche Wander-, Rad- und Reisebücher verfasst.

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