Schon Cäsar versuchte sich an der Eroberung Britanniens (55 und 54 v. Chr.), die jedoch erst im Jahr 43 n. Chr. unter Kaiser Claudius gelang. Kaiser Hadrian schließlich konsolidierte ab 122 n. Chr. die nördlichste Grenze des römischen Reichs mit einer Mauer, die sich über 120 km von der Nordsee bis zur Irischen See erstreckte. Die römischen Baumeister bedienten sich dabei geschickt der Geländegestalt und bezogen die schroffe Kante des Great Whin Sill in die Verteidigungslinie mit ein. Die vorliegende Tour umfasst den nicht nur aus archäologischer, sondern auch aus landschaftlicher Sicht beeindruckendsten Abschnitt des Hadrianswalls, ist aber alles andere als ein Sonntagsspaziergang.
Wir folgen vom Parkplatz dem »Eichel«-Symbol entlang des Gruswegs durch den alten Steinbruch, biegen hinter einem Törchen links ab und erreichen den Hügelrücken der Walltown Crags, auf dem wir aufwärtswandern und uns dabei nahe an der nördlichen Kante halten. Hinter dem ersten Hügel geht es abwärts und wir erreichen einen Abschnitt mit etwas deutlicheren Höhenunterschieden und steileren Auf- und Abstiegen, z. T. über Blockstufen. In den Senken sind meist Zauntritte oder Trittleitern zu überwinden. Anschließend verlassen wir den Höhenrücken und laufen den Hang hinunter. Hinter einem Wäldchen gehen wir geradeaus an einem Hof vorbei. Beim folgenden Gehöft stoßen wir auf die Überreste des Fort Aesica. Nun steuern wir jeweils die nächste Trittleiter an, die das »Eichel«-Symbol trägt und gelangen über Weiden hinunter zum Hangfuß. Dort geht es rechts über eine Brücke und dahinter links. Durch den Parkplatz und nördlich an einem Steinbruchsee vorbei erreichen wir einen Grasweg und nehmen die
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Autor
Sabine Gilcher
Sabine Gilcher, Jahrgang 1962, wuchs im bayerischen Alpenvorland auf, mit einem Hochmoor direkt vor der Haustür, den Osterseen gleich um die Ecke und den Bergen immer in Sichtweite. Die Liebe zur Natur wurde daher früh geweckt und später im Studium der Landespflege vertieft. Heute lebt sie als Landschaftsplanerin in Freiburg im Breisgau. Ein Aufenthalt als Erntehelferin auf einem Bauernhof in Norwegen weckte die Liebe zu Skandinavien. Seit mehr als 30 Jahren bereist sie Europas Norden und Nordwesten und lässt sich jedes Mal von Neuem von den dortigen Landschaften faszinieren. Ihre Hobbys Wandern und Fotografieren sind die ideale Kombination zum Erstellen der Wanderführer für den Rother Bergverlag und das Wissen um ökologische Zusammenhänge kommt ihr sowohl im Gelände als auch beim Verfassen der Wanderführer sehr zustatten.

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