Diese Rundwanderung führt Dich zum einzigen – wenn auch kleinen – Wasserfall weit und breit.
Von diesem schönen Platz, der zu einer Rast mit etwas mehr Wasserplätschern einlädt, geht es dann durch das wildromantische Tal des Schaufertsbachs. Über den Pfad fließen hier immer wieder kleine Rinnsale, die verraten, dass es am oberen Hang des Tales eine Reihe von Quellaustritten gibt, die das Wasser hinunterplätschern lassen. In Trockenphasen des Hochsommers oder kurz danach ist dieser besondere Reiz des Wanderns naturgemäß reduziert. Aber man könnte seine Wanderung ja in die „richtige“ Jahreszeit legen!
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Weitere Infos und Links
Verbandsgemeinde Aar-EinrichAustraße 4
65623 Hahnstätten
Tel: 06486/9179-141
Internet: www.lahn-taunus.de oder www.vg-aar-einrich.de
Wegbeschreibung
Vom Wanderparkplatz durchquerst Du das gesamte Dorf auf der Lindenstraße mit einigen schönen Fachwerkhäusern im unteren Abschnitt. Am Ende der Lindenstraße beim Dorfbrunnen biegst Du nach rechts ab in die Schaumburger Straße. An ihrem Ende geht es weiter geradeaus in die Felder – zunächst noch kurz aufsteigend, dann abwärts bis zum Waldrand auf dem ehemaligen Kirchweg der Biebricher.
Am Waldrand gehst Du nach links in den Wald hinein und folgst dem breiten Weg abwärts. Auf diesem Abschnitt – aber auch bei anderen Wanderwegen in der Region – siehst Du immer wieder einmal merkwürdige Formen bei den Bäumen: Sie scheinen mit ihren dünnen Stämmen wie „Sträuße“ aus einer Stelle herauszuwachsen.
Niederwaldwirtschaft
An verschiedenen Stellen dieses Wanderwegs – wie auch an anderen in der Region –
fällt diese Wuchsform auf. Sie ist ein Zeugnis einer bis ins Mittelalter zurückreichenden
Waldnutzung, die Niederwaldwirtschaft genannt wird. Dabei war es das Ziel, unterschiedlich
dünne und möglichst gerade Stämme zu bekommen. Diese Hölzer brauchte man z. B. als
Stiele für Werkzeuge oder in noch dünnerer Form als Holzgeflechte in den Gefachen der
Fachwerkhäuser. Für viele Gelegenheiten im Alltag wurden diese passend von Natur produzierten
Hölzer gebraucht. Die besondere Wuchsform ergibt sich, indem man bestimmte Baumarten,
z. B. Buchen, „auf den Stock setzt“. Dabei wird der junge Baumstamm kurz über dem Boden
abgesägt; anschließend schlägt der Wurzelstock wieder aus und bildet dabei mehrere neue
Triebe. Je nachdem wie dickes Holz man brauchte, ließ man die Triebe unterschiedlich lange
weiterwachsen.
Du folgst weiter dem Weg abwärts bis ins Tal hinein, wo sich der Weg gabelt. Von dieser Stelle ist es ein nur ein kurzer Abstecher Richtung der nahen L 323, um den einzigen Wasserfall weit und breit anzuschauen. Dafür verlässt Du kurz vor der Landstraße den Weg, um nach links auf einem Trampelpfad durch eine Wiese in der Talaue ca. 200 m zum Wasserfall zu gehen. Am Wasserfall kannst Du auch sehr gut die typischen dünnen Schichten des Schiefergesteins sehen.
Von diesem je nach Jahreszeit vielleicht erfrischenden Stopp musst Du wieder zurück auf den Wanderweg gehen, d.h. an der Weggabelung nun nach links, um in das Tal des Schaufertsbachs hineinzuwandern. Bald wird auf dem Weg parallel zum Bach klar, dass man für diesen wildromantischen Pfad feste Schuhe tragen sollte. Immer wieder fließen kleine Rinnsale über den schmalen Weg, so dass man entweder mal einen Schritt ins Wasser oder auf Steine machen muss, um vorwärts zu kommen. Ein Wegabschnitt, der richtig Spaß macht! In Zeiten von Hitze- und Dürrephasen muss man leider auf dieses Wandervergnügen verzichten.
Am Ende dieses sehr abwechslungsreichen Pfads überquerst Du einen Bach über einige Steine, steigst auf einer „Naturtreppe“ hoch und biegst nach rechts ab auf einen breiten Wanderweg. In diesem Abschnitt kommst Du auch an Windbruchschäden vorbei, wo man die Folgen des Borkenkäfer-Befalls sehen kann.
Borkenkäfer
Es gibt verschiedene Arten von Borkenkäfern, die jeweils auf bestimmte Bäume „spezialisiert“
sind. Bei den Fichten sind es vor allem der Buchdrucker und der Kupferstecher. Diese Schädlinge
dringen in der Regel erst bei kranken und absterbenden Bäumen durch Hitze, Trockenheit,
Windwurf oder Schneebruch ein. Die Weibchen der Borkenkäfer bohren Gänge in die Rinde
und legen ihre Eier dort hinein. Die geschlüpften Larven fressen dann weitere Gänge in das
Holz und schädigen somit den Baum bzw. ihre Wirtspflanze. Als junge Käfer verlassen sie
diesen Baum durch Löcher in der Rinde und suchen sich eine neue Bleibe in der Nähe –
der Kreislauf beginnt damit von Neuem und führt schließlich zum endgültigen Sterben
von Baumgruppen. Dies kannst Du auf Wanderungen häufig schon aus der Entfernung
sehen; beim Aufstieg nach Biebrich werden Dir solche Stellen auffallen.
Schließlich verlässt Du den breiten Wanderweg, der Dich in eine breitere Talaue geführt hat. Dort nimmst Du die Abzweigung nach rechts in die Wiese. Zunächst gehst Du damit ein Stück zurück unterhalb des Wegs, auf dem Du vorher gegangen bist, doch dann führt die Spur über den kleinen Schaufertsbach und Du steigst zwischen Wiesen und Weiden hoch. An der ersten Abzweigung rechts geht es bald vorbei an Schlehensträuchern auf den Wald zu. Weiter steigt der Weg an, an alten Obstbäumen mit einer Bank geht es rechts weiter entlang einer Weide und dann einem kleinen Waldgrundstück vorbei. Dort biegst Du nach rechts ab und nimmst gleich den ersten Weg links, der Dich zum Ortsrand von Biebrich führt. An den ersten Häusern bzw. ihren Gärten entlang kommst Du wieder zum Wanderparkplatz.
Öffentliche Verkehrsmittel
Buslinie 585 (Anbieter: Martin Becker)
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- von L322 bei Laurenburg über K44 nach Biebrich
- von L322 bei Katzenelnbogen über K44 nach Biebrich
- von K46 bei Schönborn über K44 nach Biebrich
Parken
Wanderparkplatz an der K44, 56370 Biebrich
Koordinaten
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Ausrüstung
Wanderschuhe sind empfohlen
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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