Im Gegensatz zu anderen Destinationen pflegt die Trailcrew von Davos durchaus auch Wege, die nicht in der direken Falllinie der Bergbahnen liegen. Eine dieser etwas weiter aussen liegenden Perlen ist die Abfahrt vom Chörbschhorn. In endlosen Schleifen zieht sich hier ein Supertrail über rund 700 Höhenmeter hinunter zur Stafelalp.
Nicht weniger, aber ganz anders schön ist die Abfahrt vom Rinerhorn ins Sertigtal. Ergänzt um den Höhenweg Richtung Clavadel ergibt das Ganze eine Freeride-Tour der Extraklasse.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Der Singletrail von Äbirügg ins Sertigtal ist - in umgekehrter Richtung - Teil des Epic Trails. Tagsüber herrscht hier reger Gegenverkehr. Wer kurz nach dem Mittag im Weissfluhjoch startet kommt vermutlich so gegen 15:30 Uhr im Jatzmeder an. Um diese Uhrzeit sollte der Trail ins Sertigtal dann mehr oder weniger konfliktfrei zu fahren sein.
Auf dem Rückweg nach Davos bitte das Bike-Verbot vor Clavadel unbedingt einhalten.
Wegbeschreibung
An der Talstation der Parsennbahn lösen wir eine Biker-Tageskarte für CHF 55. Mit der Bahn geht's danach in zwei Sektionen hinauf zum Weissfluhjoch.
Auf dem Trassee eines Zugwegs gelangen wir zur Wasserscheidi, wo wir links ins Haupter Tälli einbiegen. Ein immer steiler werdender Schotterweg führt hinunter zur Talstation des Skilifts.
Wenige Serpentinen und eine flüssig zu fahrende Quereung führen zum Einstieg in den Felsenweg. Über diesen gelangen wir in wenigen Minuten zum Strelapass.
Nach einer kurzen Querung zur Bergstation des Skilifts heisst es erst mal Schieben. Am Strelasee vorbei sind einige Passagen nur schwer fahrbar. Auch für die steileren Rampen steigen wir ab. Der Tag ist noch lang. Danach wird der Trail wieder flüssiger und wir erreichen rasch die Latschüelfurgga.
Bis zur Chörbschhornhütte wechseln sich nun Schiebe- und Fahrpassagen ab. Etwas 90 Minuten nach dem Start auf dem Weissfluhjoch erreichen wir die Hütte auf der Schulter des Chörbsch Horns.
Nach einer kurzen Pause nehmen wir den Trail zur Stafelalp unter die Räder. Einzelne verblockte Passagen zwingen weniger routinierte Biker zum Absteigen. Die Unterbrechungen sind aber nur kurz. Ein Grossteil des Trails ist hervorragend gepflegt und flüssig zu fahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir das Maiensäss Stafelalp (Verpflegungsmöglichkeit).
Von der Stafelalp queren wir zuerst auf einem Fahrweg einige huntert Meter horizontal nach links (Norden), bevor wir in einen Singletrail einbiegen. Obwohl steil sind die Schwierigkeiten zu meistern. Schon bald treffen wir auf die zur Stafelalp führende Fahrstrasse.
Der weiterführende Trail liegt deutlich über unseren Verhältnissen. Deshalb folgen wir den Bike-Wegweisern und rauschen - zuerst auf Kies, später auf Teer - hinunter zur Lengmatta. Von hier ist der Weg zur Talstation der Rinerhornbahn einfach zu finden (Verpflegungsmöglichkeit).
Die Rinerhorn-Bahn bringt uns hoch nach Jatzmeder (Verpflegungsmöglichkeit). Danach pedalieren wir leicht ansteigend auf einem Fahrweg bis zur Grillstelle am Äbirügg.
Wer's gerne etwas knifflig mag findet nun einen Singletrail der Extraklasse. Teils flüssig, teils technisch, aber landschaftlich immer wunderschön zieht er hinunter bis ins hintere Sertigtal. Nach einer letzten Rumpelpiste schwingen wir bei der Bushaltestelle Sand ab (Verpflegungsmöglichkeit) und rollen auf Teer bis zum nahen Sertig Dörfli (Verpflegungsmöglichkeiten).
Natürlich könnte man nun entspannt auf der Teerstrasse das Sertigtal hinausrauschen. Wir haben aber noch nicht genug und finden einige Meter talwärts rechts den Einstieg ins nächste Trail-Segment.
Gleich zu Beginn warnt ein Schild, dass nach 3.8km ein Bike-Fahrverbot zum schieben zwingen wird. Der Singletrail selbst kostet nochmals ein paar Körner, ist aber reizvoll, gut gepflegt und schön zu fahren. Nach einer kleinen Hängebrücke und einer kurzen Abfahrt endet der Weg wie angekündigt auf einer mit einem Fahrverbot belegten Alpstrasse.
Pflichtbewusst schieben wir das Bike einige Hundert Meter den Fahrweg runter, bis eine Fahrverbotstafel in die andere Richtung das Ende der "Problemzone" markiert.
Nun ist es nicht mehr weit bis Clavadel, wo wir in den flüssigen Trail in der Jakobshorn-Flanke einbiegen. Am Hang entlang fahren wir Richtung Davos. Der Trail endet auf einer Fahrstrasse, welche im Wald oberhalb Bolgen abwärts führt. Unter der Jakobshornbahn nehmen wir noch den Freeride-Trail hinunter nach Bolgen mit (Verpflegungsmöglichkeit).
Die Querung durch Davos zurück zum Ausgangspunkt bei der Parsennbahn im Dorf ist nun nur noch ausrollen.
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Mit der RhB bis Davos Dorf, von dort in wenigen Minuten zur Talstation der ParsennbahnAnfahrt
Von Landquart über Klosters und den Wolfgang-Pass nach Davos DorfParken
Auf dem grossen Parkplatz der ParsennbahnKoordinaten
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Sowohl die Abfahrt vom Chörbischhorn als auch jene vom Äbirügg machen mit einem Allmountain- oder Enduro-Bike Spass. Mit Knie- und Ellenbogenschoner fühlen wir uns wohler.
Versierte Fahrer packen's sicher auch mit einem Cross Country Bike, mit einem Hardtail macht die Runde wenig Freude.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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