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Hochtour empfohlene Tour Hochtour  · Glocknergruppe

Großglockner, Lammergrat

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  • Sonnenaufgang am Großglockner
    Sonnenaufgang am Großglockner
    Foto: Rafael Reder, alpenvereinaktiv.com

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    Ein wenig bekannter Anstieg auf den höchsten Berg Österreichs: alpinistisch ansprechend, landschaftlich beeindruckend, herrlich einsam.
    mittel
    Strecke 13,8 km
    12:15 h
    2.018 hm
    2.022 hm
    3.798 hm
    2.072 hm
    Der Lammergrat ist der unbekannte Bruder westlich des Meletzkigrat. Nur selten finden sich hier Steigspuren, dennoch ist das Gestein über weite Teile fest und die direkte Linie in Richtung Kleinglockner sucht ihresgleichen. Durch die Übernachtungsmöglichkeit auf der Erzherzog-Johann-Hütte ergibt sich eine tolle Möglichkeit für eine Zweitagestour. Die Gesamtanforderungen sind sehr ähnlich dem Meletzkigrat, aber ohne Bohrhaken entlang des Grats. 

    Autorentipp

    Optimalerweise gelingt ein früher Start, dann kann Mittags eine ausgiebige Rast auf der Adlersruhe gemacht werden. Am Nachmittag, wenn es ruhiger wird, erfolgt dann der Anstieg auf den Gipfel und am nächsten Morgen kommt nur mehr der Abstieg. 
    Schwierigkeit
    WS+II+40° mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Gefahrenpotenzial
    Höchster Punkt
    Großglockner, 3.798 m
    Tiefster Punkt
    2.072 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez
    Exposition
    NOSW
    Standplätze
    mobile Sicherungsmittel
    Zwischensicherung
    mobile Sicherungsmittel
    Seillänge
    1 x 50 m
    Anzahl Expressschlingen
    4

    Wegearten

    Asphalt 0,94%Pfad 44,18%Weglos 12,35%Pfadspur 38,80%Unbekannt 3,70%
    Asphalt
    130 m
    Pfad
    6,1 km
    Weglos
    1,7 km
    Pfadspur
    5,3 km
    Unbekannt
    510 m
    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    Die Tour bedingt stabiles, gutes Wetter da sowohl die Sicht (vor allem über die Pasterze und am Kleinglocknerkees, sowie beim Abstieg) als auch die Exponiertheit (Gratkletterei!) bei schlechtem Wetter wenig Freude machen bzw. rasch kritisch werden. 

    Weitere Infos und Links

    Diese Tour wurde auch im Rahmend es 150-Jahre Mammut Peak Projects eingegeben: https://www.outdooractive.com/de/hochtour/nationalparkregion-hohe-tauern/lammergrat/2811094/#downloads

    Wegbeschreibung

    Von der Franz-Josefs-Höhe geht es zuerst einmal bergab - und zwar mit laufender Klimaerwärmung immer länger bergab, bis wir auf der Pasterze angekommen sind. Beeindruckend beim Abstieg sind die Schilder die den jeweiligen Gletscherstand in 10-Jahresschritten anzeigen. Über die Pasterze folgt man den großen optischen Markierungsstangen zum Beginn des Wanderwegs in Richtung Hoffmannskees/Frühstücksplatz. Der Wegverlauf kann sich von Jahr zu Jahr verändern, da die Seitenmoränen sehr locker sind. Normalerweise ist der lose Teil durch Markierungsstangen gut ausgesteckt. Am Hoffmannsweg geht es nun bis ca. 2600 m Höhe. Dort wird dann nach Nordwesten das Tal des Kleinglocknerkees (letzte Möglichkeit zum Auffüllen von Trinkflaschen) gequert um zum Beginn des Lammergrates zu kommen. Der erste Aufschwung kann noch gut umgangen werden, danach bleiben wir anfangs eher südöstlich (links in Aufstiegsrichtung) des Grates und gewinnen im leichten (UIAA I), wiesigen Gelände an Höhe. Die Steilheit zwingt einen automatisch auf den Grat und von dort an geht es immer mehr oder minder am Grat dahin. Kurze Ausweicher links und rechts des Grates sind möglich. Die schwierigsten Stellen sind ein längere Platte sowie ein kurzes, ausgesetztes Gratstück (beide UIAA II+). Auf ca. 3240 m Höhe gibt es dann zwei Möglichkeiten. Entweder man quert unter einem Schnee- und Eisfeld etwas nach rechts (nordwestlich), bleibt so am Fels und klettert den letzten Grataufschwung (UIAA III+) zum Kleinglocknerkees. Oder der letzte Felssporn wird links über die Steilflanke des Kleinglocknerkees (40 Grad ca. 150 Hm) umgangen.

    Im flacheren Becken des Kleinglocknerkees angekommen geht es entweder in Richtung Adlersruhe oder über das Glocknerleitl (oft eisig, 40 Grad) zum Kleinglockner (Eisenstangen zum Sichern), Stellen II. Vom Kleinglockner kurz hinab zur Glocknerscharte (luftig) und dann hinauf zum Großglockner (Stellen II+).

    Der Abstieg erfolgt bis zum Glocknerleitl entlang des Aufstiegs (Achtung auf "Gegenverkehr") und von entlang der meist vorhandenen Spur bis zur Adlersruhe. Von der Adlersruhe entweder über den Hoffmannskees bis zum Frühstücksplatzl und von dort wieder bis zur Pasterze, wo der letzte Gegenanstieg oft mühsam erscheint. Alternativ kann auch über die Salmhütte abgestiegen werden, dann ist zwar am Ende der Gegenanstieg etwas länger, dafür ist der Weg landschaftlich reizvoller und vor allem dann zu empfehlen, wenn der Hoffmannskees bereits blank ist. Dieser ist im Abstieg dann kritisch und hat schon zu einigen bösen Unfällen geführt. 

    Einkehr
    Tipp
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    Wegpunkt
    Startpunkt
    Endpunkt
    Tiefpunkt
    Höhepunkt
    Vorhersage
    Heute {low} bis {high} und {precipitation} {precipitation_type}
    {x} weitere anzeigen
    Foto
    Video
    Franz-Josefs-Höhe
    Erzherzog-Johann-Hütte

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Sowohl in Zell am See (Norden) als auch in Spital an der Drau (Süden) gibt es Intercity-Haltestellen (www.oebb.at). Von dort mit dem Bus bis zu den Orten Bruck an der Großglocknerstraße bzw. Heiligenblut. Während der Öffnungszeiten der Großglockner Hochalpenstraße sind der Nationalpark Wanderbus (www.nationalpark-hohetauern.at/Wanderbus) oder der Glocknerbus (www.grossglockner.at/gg/de/motoren-reifen/glocknerbus) die besten Optionen. 

    Anfahrt

    Von Norden auf der mautpflichtige Großglockner Hochalpenstraße über Bruck an der Glocknerstraße zur Mautstation Ferleiten, über's Fuschertörl vorbei an der Fuscher Lacke und schlussendlich durch einen Tunnel auf die Kärnter Seite der Hochalpenstraße. Gut 400hm hinab, kurz nach der Wernischalm zweigt die Straße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ab. Von Süden führt die mautpflichtige Großglockner Hochalpenstraße von Heiligenblut bis zur Abzweigung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Nun noch ca. 7,5km bis zum Ausgangspunkt, dem Parkhaus auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (Ende der Straße).

    Parken

    Direkt bei der Kaiser-Franz-Josefs Höhe steht ein riesiges gebührenfreies Parkhaus.

    Koordinaten

    DD
    47.075423, 12.751188
    GMS
    47°04'31.5"N 12°45'04.3"E
    UTM
    33T 329276 5215999
    w3w 
    ///vollkommene.ewiger.prüft
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Kartenempfehlungen des Autors

    Alpenvereinskarte Nr. 40 "Glocknergruppe"

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    Ausrüstung

    Hochtourenausrüstung inkl. Steigeisen, Pickel und einem Steileisgerät (für den direkten Ausstieg). Bandschlingen sowie ein kleines Set Friends (2 Stück), Keile (4 Stück) und Haken (2 Stück) sollten dabei sein. 4 Expresschlingen sowie 4 Eisschrauben reichen. 

    Nutzerfragen


    21.07.2025
    Günter Schelling  
    Hallo Schiverein Weiz, meine Tour liegt schon ein paar Jahre zurück, habe somit keine aktuellen Infos. Frage doch mal beim lokalen Bergführerbüro oder auf den Hütten an, die geben dir sicherlich eine Auskunft. Alternativ kannst du auch von der Salmhütte aufsteigen und dann über die Lucknerhütte wieder absteigen. Dann betritt dich die Pasterze nicht und es ist eine schöne Runde. Gruß Günter
    08.08.2025
    Schiverein Weiz  
    Fragesteller
    Lieber Günter. Danke für die Infos. Die Infos die ich bis jetzt bekommen habe, gehen etwas auseinander. Wir starten am Sonntag und ich werde mal schauen ob es vor Ort dann klären wird. Danke für den Alternativvorschlag über die Salmhütte. Sollten wir über den Grat gehen, folgen aktuelle Bedingungen. Lg Christian

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    Schwierigkeit
    WS+II+40° mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    13,8 km
    Dauer
    12:15 h
    Aufstieg
    2.018 hm
    Abstieg
    2.022 hm
    Höchster Punkt
    3.798 m
    Tiefster Punkt
    2.072 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Etappentour Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour Grat

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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