Kletterpatschen sind von Vorteil. Die Schwierigkeiten sind anhaltend III und IV, einige Stellen auch im oberen IV. Grad bis V-. Nach oben hin nehmen die Schwierigkeiten und die Ausgesetztheit zu. Die Tritte und Griffe bleiben aufgrund der scharfen Kanten gut. Beeindruckend ist der Tiefblick in die Südwand. In diesem Gelände mit den beeindruckenden Tonalit-Formationen ist viel Erfahrung gefragt, sowohl beim Lesen des Geländes, als auch beim Absichern der Tour. Heikel ist das Abseilen über die Westflanke, weil dort die Steinschlaggefahr größer ist.
Dafür wird man mit einem der einsamtsen 3000er-Gipfel der Alpen belohnt.
Autorentipp
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Hochalpines, teils brüchiges und sehr einsames Gelände, das viel Erfahrung erfordert; speziell beim Abseilen ist die Steinschlaggefahr allgegenwärtig.Weitere Infos und Links
Einer der einsamsten Gipfel weit und breit mit durchschnittlich nur vier Seilschaften pro Jahr, die sich ins Gipfelbuch eintragenWegbeschreibung
Der Fels an diesem Grat ist grundsätzlich besser als beispielsweise am NW- und NO-Grat, er bleibt aber brüchig und erfordert viel hochalpine Erfahrung. Grundsätzlich gilt: je mehr man sich vom Grat weg bewegt, desto brüchiger wird der Fels. Die ersten beiden größeren Gratzacken umklettert man am besten links, also in der Westflanke. Auf einem flacheren Abschnitt kann man auch nach rechts ausweichen.
Ab ca. 1/3 bis knapp der Hälfte der Kletterstrecke bleibt man direkt am Grat. Ab hier nehmen die Schwierigkeiten zu mit mehreren Passagen im oberen IV. Grad und 1x V-. Die Türme sind kühn aufragend und ausgesetzt, aber gut kletterbar. Der Grat ist von insgesamt sechs teils kleineren Einschartungen unterbrochen, die man aufgrund der Schärfe des Grates zum Teil in der Reiterhocke überwindet. Auch den letzen Aufschwung überwindet man direkt am Grat ehe man den Gipfel erreicht: Kreuz ist keines vorhanden dafür auf Antholzer Seite kurz vor dem höchsten Punkt ein Gipfelbuch: pro Jahr haben sich im Schnitt vier Seilschaften darin verewigt.
Beim Gipfelbuch (Abseilhaken) beginnt auch der Abstieg über die Westflanke. Den "Normalweg" durch die Westrinne (Stellen II und III-) sollte man im Hochsommer wegen Steinschlaggefahr meiden. Das Abseilen ist dennoch wegen des brüchigen Geländes sehr heikel. Am Ende des ersten Abseilers quert man von oben gesehen nach links. Zweiter Abseiler ist mit einem alten Stück Seil eingerichtet. Die Abseiler Nr. 3 und 4 sind vorhanden. Sämtliche Abseiler auf Tauglichkeit überprüfen! Nach dem 4. Abseiler quert man im etwas flacheren gerölligen Gelände Richtung Einstieg SW-Grat und folgt dabei vorsichtig dem leichtest möglichen Weg. Man entfernt sich von der Abseil-Linie max. 100 Meter und versucht dabei - wo möglich - Höhenmeter zu verlieren. Trittspuren erleichtern die Wegfindung. Sobald das Gelände wieder felsiger wird, folgen weitere zwei Abseiler (in direkter Linie zum Beginn des Abseilens). Den insgesamt siebten und letzten haben wir wieder selbst mit einem alten Stück Seil gebaut. So erreichen wir den oberen Rand des Östl. Rieserferner ca. 50m östlich des ursprünglichen Normalwegs (Rinne).
Von dort über Felsblöcke, Schotter oder am Gletscher in den Talboden absteigen, bis man bei zwei Gletscherseen den markierten Weg erreicht, der vom Hochgall herunterführt. Über den AHartdegen-Weg zurück zur Kasseler Hüttte und weiter ins Tal zum Ausgangspunkt.
Kasseler Hütte (Rif. Roma)
Kasseler Hütte
Wildgall - Collaspro
Öffentliche Verkehrsmittel
Bis Bruneck mit Bus oder Bahn. Von Bruneck mit der Buslinie 450 nach Sand in Taufers, umsteigen auf Linie 452 und in 18 Minuten bis zur Haltetstelle Unterstatt am Ortseingang von Rein in Taufers. Von dort sind es noch 2,3 km zu Fuß oder mit dem Bike zum Ausgangspunkt der Tour bei der Säge im Bachertal!Anfahrt
Von Bruneck bis Sand in Taufers, abbigen ins Hochtal nach Rein in Taufers. Bevor es links zur Kirche hochgeht, am Langlaufzentrum rechts ins Bachertal abbiegen und bis zur Säge fahren, dem Ausgangspunkt der Tour.Parken
Kostenloser Parkplatz an der Säge im Bachertal, direkt am AusgangspunktKoordinaten
Buchempfehlungen des Autors
(ISBN 88-365-1110-4)
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Ausrüstung
Kletterausrüstung, zweifaches 50-m-Seil, ein kompletter Satz Friends (sehr wichtig!, lassen sich zwischen den Granitplatten sehr gut fixieren), ausreichend Bandschlingen, und ein altes Stück Seil für Standplätze einrichten beim Abseilen.Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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