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Wildgall Südwestgrat

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  • Am luftigen Wildgall SW-Grat
    Am luftigen Wildgall SW-Grat
    Foto: Markus Kaserer, AVS Sektion Bozen

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    Sehr anspruchsvoller, ausgesetzter Grat in bizzarrem Fels in hochalpiner Einsamkeit. Ein Traum für Alpinisten!
    schwer
    Strecke 16,5 km
    17:40 h
    1.749 hm
    1.749 hm
    3.273 hm
    1.591 hm
    Der SW-Grat gilt als der kürzeste aber gleichzeitig auch als der schwierigste der Haupt-Grate am Wildgall. Im Gegensatz zum NW- und zum NO-Grat ist der Fels allerdings deutlich stabiler, zumindest am Grat selbst. Weil der Zustieg lang ist und man auch für den Grat selbst drei Stunden Zeit einrechnen sollte. 

    Kletterpatschen sind von Vorteil. Die Schwierigkeiten sind anhaltend III und IV, einige Stellen auch im oberen IV. Grad bis V-. Nach oben hin nehmen die Schwierigkeiten und die Ausgesetztheit zu. Die Tritte und Griffe bleiben aufgrund der scharfen Kanten gut. Beeindruckend ist der Tiefblick in die Südwand. In diesem Gelände mit den beeindruckenden Tonalit-Formationen ist viel Erfahrung gefragt, sowohl beim Lesen des Geländes, als auch beim Absichern der Tour. Heikel ist das Abseilen über die Westflanke, weil dort die Steinschlaggefahr größer ist.

    Dafür wird man mit einem der einsamtsen 3000er-Gipfel der Alpen belohnt.

    Autorentipp

    Für sehr ambitionierte Alpinisten sind die Ansteige von Antholz aus in der kalten Jahreszeit immer reizvoller und objektiv sogar sicherer als die Sommerrouten. Der alte Normalweg durch die Westrinne sollte im Frühsommer bei Schnee machbar sein. Haken sind keine vorhanden, abgesichert wird überwiegend mit Friends. Die Westflanke ist mit Abseilern versehen.
    Schwierigkeit
    V-T2 schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Gefahrenpotenzial
    Höchster Punkt
    Wildgall, 3.273 m
    Tiefster Punkt
    1.591 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez
    Exposition
    NOSW
    Zustieg
    1.400 hm, 3:30 h
    Wandhöhe
    270 m
    Kletterlänge
    3:00 h
    Abstieg
    1.700 hm, 4:30 h
    Standplätze
    mit Bohrhaken, Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
    Zwischensicherung
    Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
    Seillänge
    2 x 50 m
    Erstbegehung
    1907 im Abstieg, am 28/08/1912 im Aufstieg durch G. Hofer, M. Krüger, D. Willeit

    Wegearten

    Länge
    16,5 km
    Höhenprofil anzeigen

    Sicherheitshinweise

    Hochalpines, teils brüchiges und sehr einsames Gelände, das viel Erfahrung erfordert; speziell beim Abseilen ist die Steinschlaggefahr allgegenwärtig.

    Weitere Infos und Links

    Einer der einsamsten Gipfel weit und breit mit durchschnittlich nur vier Seilschaften pro Jahr, die sich ins Gipfelbuch eintragen

    Wegbeschreibung

     Von der Säge in Rein in Taufers  über Steig Nr. 8 auf die Kasseler Hütte: Weiter auf Steig Nr. 4 Richtung Antholzer Scharte bis auf eine Höhe von gut 2700m. Spätestens hier steigt man links in einen Talboden ab und erreicht über Moränen den Östlichen Rieserferner. Über diesen links haltend hoch direkt zur Einschartung zwischen Wildgall und Hochflachkofel, wo der Gletscher am weitesten nach oben reicht. Am oberen Gletscherende klettert man 20Hm über Platten hoch auf die Scharte auf 3000m. Ab hier (Kletterpatschen von Vorteil!) beginnt der SW-Grat mit Kletterschwierigkeiten bis V- und mehreren sehr luftigen Passagen (vgl. CAI Alpi Pusteresi von W. Beikircher und F. Cammelli.). Stabiles Wetter ist ein Muss!
    Der Fels an diesem Grat ist grundsätzlich besser als beispielsweise am NW- und NO-Grat, er bleibt aber brüchig und erfordert viel hochalpine Erfahrung. Grundsätzlich gilt: je mehr man sich vom Grat weg bewegt, desto brüchiger wird der Fels. Die ersten beiden größeren Gratzacken umklettert man am besten links, also in der Westflanke. Auf einem flacheren Abschnitt kann man auch nach rechts ausweichen.
    Ab ca. 1/3 bis knapp der Hälfte der Kletterstrecke bleibt man direkt am Grat. Ab hier nehmen die Schwierigkeiten zu mit mehreren Passagen im oberen IV. Grad und 1x V-. Die Türme sind kühn aufragend und ausgesetzt, aber gut kletterbar. Der Grat ist von insgesamt sechs teils kleineren Einschartungen unterbrochen, die man aufgrund der Schärfe des Grates zum Teil in der Reiterhocke überwindet. Auch den letzen Aufschwung überwindet man direkt am Grat ehe man den Gipfel erreicht: Kreuz ist keines vorhanden dafür auf Antholzer Seite kurz vor dem höchsten Punkt ein Gipfelbuch: pro Jahr haben sich im Schnitt vier Seilschaften darin verewigt. 
    Beim Gipfelbuch (Abseilhaken) beginnt auch der Abstieg über die Westflanke. Den "Normalweg" durch die Westrinne (Stellen II und III-) sollte man im Hochsommer wegen Steinschlaggefahr meiden. Das Abseilen ist dennoch wegen des brüchigen Geländes sehr heikel. Am Ende des ersten Abseilers quert man von oben gesehen nach links. Zweiter Abseiler ist mit einem alten Stück Seil eingerichtet. Die Abseiler Nr. 3 und 4 sind vorhanden. Sämtliche  Abseiler auf Tauglichkeit überprüfen! Nach dem 4. Abseiler quert man im etwas flacheren gerölligen Gelände Richtung Einstieg SW-Grat und folgt dabei vorsichtig dem leichtest möglichen Weg. Man entfernt sich von der Abseil-Linie max. 100 Meter und versucht dabei - wo möglich - Höhenmeter zu verlieren. Trittspuren erleichtern die Wegfindung. Sobald das Gelände wieder felsiger wird, folgen weitere zwei Abseiler (in direkter Linie zum Beginn des Abseilens). Den insgesamt siebten und letzten haben wir wieder selbst mit einem alten Stück Seil gebaut. So erreichen wir den oberen Rand des Östl. Rieserferner ca. 50m östlich des ursprünglichen Normalwegs (Rinne).
    Von dort über Felsblöcke, Schotter oder am Gletscher in den Talboden absteigen, bis man bei zwei Gletscherseen den markierten Weg erreicht, der vom Hochgall herunterführt. Über den AHartdegen-Weg zurück zur Kasseler Hüttte und weiter ins Tal zum Ausgangspunkt.
    Einkehr
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    Wegpunkt
    Startpunkt
    Endpunkt
    Tiefpunkt
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    Foto
    Video
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    Kasseler Hütte (Rif. Roma)
    Kasseler Hütte
    Wildgall - Collaspro 

    Öffentliche Verkehrsmittel

    Bis Bruneck mit Bus oder Bahn. Von Bruneck mit der Buslinie 450 nach Sand in Taufers, umsteigen auf Linie 452 und in 18 Minuten bis zur Haltetstelle Unterstatt am Ortseingang von Rein in Taufers. Von dort sind es noch 2,3 km zu Fuß oder mit dem Bike zum Ausgangspunkt der Tour bei der Säge im Bachertal!

    Anfahrt

    Von Bruneck bis Sand in Taufers, abbigen ins Hochtal nach Rein in Taufers. Bevor es links zur Kirche hochgeht, am Langlaufzentrum rechts ins Bachertal abbiegen und bis zur Säge fahren, dem Ausgangspunkt der Tour.

    Parken

    Kostenloser Parkplatz an der Säge im Bachertal, direkt am Ausgangspunkt

    Koordinaten

    DD
    46.940146, 12.087089
    GMS
    46°56'24.5"N 12°05'13.5"E
    UTM
    33T 278303 5202632
    w3w 
    ///kommenden.völker.beschreibung
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    CAI Alpi Pusteresi von W. Beikircher und F. Cammelli.

     (ISBN 88-365-1110-4)

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    Ausrüstung

    Kletterausrüstung, zweifaches 50-m-Seil, ein kompletter Satz Friends (sehr wichtig!, lassen sich zwischen den Granitplatten sehr gut fixieren), ausreichend Bandschlingen, und ein altes Stück Seil für Standplätze einrichten beim Abseilen.

    Nutzerfragen

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    Schwierigkeit
    V-T2 schwer
    Gesamtschwierigkeit
    schwer

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    16,5 km
    Dauer
    17:40 h
    Aufstieg
    1.749 hm
    Abstieg
    1.749 hm
    Höchster Punkt
    3.273 m
    Tiefster Punkt
    1.591 m
    Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Gipfel-Tour Grat Rundtour

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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