Hohe Schlechtgaisl
Autorentipp
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Am Westgrat selbst ist die Felsqualität durschnittlich, die Felsqualität im Gaisl-Massiv ist aber grundsätzlich nicht die beste. Jeder Griff muss überprüft werden!Wegbeschreibung
Vom Parkplatz der Ra Stua-Alm geht es für ca. 1 km über eine breite Forststraße gen Norden Richtung Sennes. 30 Meter hinter einer Brücke biegt man rechts kurz weglos ab und erreicht gleich einen alten breiten Muliweg, der vermutlich für Holztransport genutzt wird. Diesen geht man den Markierungen folgend bis zu seinem Ende auf einer grasigen Ebene hoch. Ab hier folgt man den spärlichen Steinmännern mittig durch zu einem oft ausgetrockneten kleinen Bachbett. Dieses ein kleines Stück hoch, ehe Steinmänner nach links zu einem steilen Steig weisen der ins Muntjela-Tal hochführt zum inzwischen abgetragenen Biwak Pia Helbig-Dall`Oglio auf etwa 2300 m. Kurz davor erinnert eine Madonnen-Statue an einer Felswand an die Erbauer und des Biwaks.
Hier endet auch der Steig. Von den grünen Ausläufern des Muntjela-Tales eröffnet sich ein großartiges Dolomiten-Kino mit links der Südwand der Kleinen Gaisl und im Rücken die Tofane sowie die Hochebene Sennes-Prags. Im Talschluss sieht man klar die Rinne mit Einschartung, die die Hohe Schlechtgaisl (links) von der Hohen Gaisl (rechts trennt). Einige zum Teil schwer einsehbare Steinmänner zeigen den Weg direkt im Talboden. Diesem folgt man bis an den Fuß der Rinne. Rechts das Geröllfeld queren ist deutlich mühsamer und im Herbst aufgrund der späten Sonneneinstrahlung ist es dort hartgefroren!
Die Rinne ist mit Schnee ideal, ohne Schnee kann man sie teilweise rechts umgehen. Sie ist bis zu 40 Grad steil. 25 Hm vor der Scharte verlässt man die Rinne und quert nach links über ein schmales Band (I) den Steinmännchen folgend bis auf einen exponierten Sattel. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder links im Zick-Zack über mit Geröll versetztes Gelände (I) hoch auf den Gipfel (Exposition Nordwest, also möglicherweise Schnee) oder direkt über den Westgrat (II+) auf den Gipfel. Alle anderen Beschreibungen, die man im Netz findet, sind schwieriger.
Der Westgrat bietet für Gaisl-Verhältnisse relativ guten Fels. Auch ein Normalhaken mit Ring zum Abseilen kurz unterm Gipfel zum Abseilen ist vorhanden. Am Gipfel befindet sich ein Steinmann. Darin versteckt eine Plastikflasche mit durchnässtem älteren Gipfelbuch und eine Kaffee-Blechdose mit dem neueren Gipfelbüchlein für die wenigen Gipfelstürmer. Das Panorama am Gipfel ist grandios. Man sieht die gesamten Dolomiten. Beeindruckend auch die roten „tränenden“ Wände der benachbarten Hohen Gaisl.
Der Abstieg erfolgt wie der Aufstieg, wobei die Rinne im Abstieg deutlich angenehmer ist. Ein Pickel bietet mehr Sicherheit.
Öffentliche Verkehrsmittel
Leider keine Möglichkeit, den Ausgangspunkt mit öffentlichen verkehrsmitteln zu erreichen.Anfahrt
Von Toblach durch das Höhelnsteintal vorbei an der Provinzgrenze Richtugn Cortina. In der großen Links-Kehre bei Podestagno zweigt rechts eine shcmale Bergstraße ab, die zur Ra Stua-Alm (ab Oktober nur an den Wochenende geöffnet) führt.Parken
Großer kostenloser Parkplatz bei der Ra Stua-AlmKoordinaten
Kartentipps für die Region
Ausrüstung
Steigeisen oder Grödel und ev. Pickel für Schneerinne; zum Abseilen nur einen Haken gefunden; wer bei II+ sichert, braucht am besten ein 50m-Seil und ev. Bandschlingen für ZwischensicherungAbgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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