Walter Biselli
Rund um das Herzogenhorn führt der 2025 neu konzipierte Naturpfad durch die vielfältige Flora des zweithöchsten Berges im Schwarzwald.
Der fünf Kilometer lange Naturpfad verläuft durch eine fast unberührte Landschaft, in der es seltene Pflanzen der subalpinen Flora zu entdecken gilt. 14 Informationstafeln begleiten den Naturliebhaber auf dem meist schmalen Weg über Wurzeln und Felsen. Der Gipfel des Herzogenhorns präsentiert eine weite Rundumsicht vom Feldberg bis zu den Alpen.
Die Rundwanderung beginnt am Wanderparkplatz Krunkelbach unterhalb der Krunkelbachhütte. Von dort ist die Anfahrt mit dem Pkw zwischen dem 1. Juli und dem 1. November allerdings nur an Wochentagen gestattet. Aufgrund der eher kurzen Strecke empfiehlt sich eine Erweiterung der Tour – auch gut machbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die kürzeste Zustiegsmöglichkeit bietet die Haltestelle Bernau-Hof über den Aussichtspunkt „Pavillon“. Alternativ führt der Hans-Thoma-Weg von Bernau-Dorf ab dem Wanderparkplatz beim Annenhof über den Scheibenfelsen und anschließend auf dem Bernauer Hochtalsteig bis zur Krunkelbachhütte.
Original der Tour: https://www.schwarzwaldverein-tourenportal.de/de/tour/807925056
Autorentipp
Der Juli bietet Naturfreunden die schönsten Motive. Dann steht die Flora der Hochmatten und Hochstauden in voller Blüte.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Einkehrmöglichkeiten
KrunkelbachhütteSicherheitshinweise
Die Wege auf dem steinigen und wurzeligen Naturpfad erfordern Trittsicherheit. Im Ostabhang des Herzogenhorns besteht im Winter jederzeit die Gefahr von Lawinenabgängen. Bis in den Sommer hinein können noch Schneereste im sog. Wächtenkessel liegen.
Die markierten Wege dürfen aus Naturschutzgründen nicht verlassen werden!
Wegbeschreibung
Vom Wanderparkplatz Krunkelbach aus folgen wir dem markierten Naturpfad. Zu Beginn führt uns der Weg durch das Hochmoor des Krunkelbachs zum Krunkelbachsattel. Im Hochlagen-Fichtenwald erinnert ein alter Grenzstein an die historischen Gemarkungen von Bernau-Hof und Bernau-Dorf.
Am Großen Wächtenkessel am Osthang des Herzogenhorns lösen sich im Winter regelmäßig Lawinen – eine Naturgefahr, die bereits Skitourengeher das Leben gekostet hat. In der Hochgrasflora entdecken wir goldgelbe Arnika, leuchtenden Fingerhut und den seltenen Türkenbund.
Durch einen über 140 Jahre alten Buchenbestand erreichen wir die Kernzone des Naturschutzgebiets Herzogenhorn mit der Hochstaudenflora, wo der giftige, aber beeindruckende Blauen Eisenhut anzutreffen ist. Noch vor der sogenannten Glockenführe zweigt unser Pfad mit der blauen Raute nach links ab. Er führt uns durch ein Meer von Heidelbeersträuchern vorbei am Denkmal für Turnvater Jahn.
Am Waldrand biegt der Weg erneut nach links Richtung Herzogenhorn ab. Auf dem Gipfel (1.415 m ü.NHN), dem zweithöchsten Berg des Schwarzwalds, genießen wir eine weite Rundumsicht – vom nahegelegenen Feldberg im Norden bis zur Alpenkette, die sich bei Föhnwetter eindrucksvoll am Horizont zeigt. Das schlichte, hölzerne Gipfelkreuz ist schon von weitem sichtbar.
Zurück beim Standort „Schwedenschanze“ erinnert an eine noch gut erkennbare barocke Verteidigungsanlage an die erfolglose Abwehr französischer Truppen nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Beim Standort „Allmöser“ biegen wir links ab zu den Quellen der Bernauer Alb auf etwa 1350 Metern Höhe. Sie werden im Volksmund „Allmöser“ genannt.
Beim Abstieg folgen wir dem Weg über das „Obere Hofmättle“ Richtung „Gerstenfelsen“ durch das sogenannte „Braunseggenried“. Entlang eines naturnahen Wirtschaftswaldes aus Fichte und Buche erreichen wir eine weitere Quellmulde mit reicher Flora. Kurz vor dem Wiedereintritt in den Wald öffnet sich am Aussichtspunkt „Hofmättle“ der Blick über ganz Bernau mit seinen elf Ortsteilen.
Am Standort „Gerstenfelsen“ treffen wir auf den Zuweg von Bernau-Hof. Vor der Weidfeldbuche biegen wir links ab zum markanten Felsmassiv, das im Volksmund „Gerstenfelsen“ genannt wird. Am Kohlplatz erkennen wir noch die Spuren eines ehemaligen Kohlenmeilers. Über den Roßrücken kehren wir schließlich zum Ausgangspunkt unserer Tour zurück.
Zum Abschluss lädt uns die Krunkelbachhütte zur Einkehr in rustikaler Atmosphäre ein.
Milchberg
Wanderparkplatz Krunkelbach
Naturpfad Herzogenhorn
Krunkelbachsattel
Zinken
Herzogenhorn-Kar
Schwedenschanze
Am Herzogenhorn
Herzogenhorn
Schwedenschanze
Allmöser
Oberes Hofmättle
Hofmättle
Parkplatz Hofeck
Gerstenfelsen
Bernau Dorf
Bernau-Dorf/Hans Thoma-Weg
Bernau-Dorf
Scheibenfelsen
Bernau-Dorf/Annenhof
Wanderparkplatz Annenhof
Parkplatz Spitzenberg
Kirchenrain
Pavillon
Gerstenfelsen
Roßrücken
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Vom Busbahnhof St. Blasien mit Bus 7321 zur Haltestelle Bernau im Schwarzwald Dorf oder Bernau im Schwarzwald Hof
Fahrplanauskunft: www.bahn.de
Anfahrt
Über die B500 zum Schluchsee - weiter auf Menzenschwander Str. Richtung Bernau über Äule, an Menzenschwand vorbei zum Abzweig an der Menzenschwander Brücke - rechts ab und weiter bis Bernau-Dorf.
Nur Mo - Fr: Rechts ab durch die Dorfstraße und rechts abbiegend auf den Krunkelbachweg bis zum Parkplatz Krunkelbachhütte.
Parken
- kleiner Wanderparkplatz Annenhof in Bernau Dorf (UTM 32T 427472 5295749)
- Wanderparkplatz Krunkelbach bei der Krunkelbachhütte, nur Mo - Fr (UTM 32T 427353 5297811)
- kleiner Parkplatz Hofeck am Ende des Ortsteils Bernau Hof (UTM 32T 426121 5296908)
- großer Parkplatz Spitzenberg beim Sportplatz Spitzenberg zwischen Bernau Innerlehen und Dorf (UTM 32T 427332 5295238):
Koordinaten
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Feste Wanderschuhe mit gutem Profil; ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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