Walter Biselli
Während der Eiszeiten hat Gletschereis am nordöstlichen Hang des Herzogenhorns eine steile Geländemulde, ein sogenanntes Kar, ausgeschürft.
Im Winter bilden sich an der Gipfelkante Schneebretter (Wechten), die regelmäßig als Lawinen ins Tal stürzen und dort das Aufkommen von Bäumen verhindern. Dadurch ist der Nordosthang in Lawinenbahnen und dazwischenliegende Rippen gegliedert: Auf den geschützten Rippen wachsen vor allem Fichten, während in den Lawinenbahnen vor allem Schluchtweiden, Vogelbeeren und Mehlbeeren gedeihen.
Im durchnässten Karboden, der oft bis in den Sommer unter Schnee liegt, können nur anspruchslose Pflanzen überleben – etwa die Rasenbinse sowie zwei insektenfangende Arten: Sonnentau und Fettkraut.
(Texte aus Tafeln des Naturpfads Herzogenhorn)
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Rund um das Herzogenhorn führt der 2025 neu konzipierte Naturpfad durch die vielfältige Flora des zweithöchsten Berges im Schwarzwald.
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