Die Kaszó Staatswald-Eisenbahn ist im Vergleich zu vielen anderen Bahngesellschaften, die teilweise schon seit hundert Jahren existieren (wie es für Waldbahnen üblich ist), relativ jung. Die in den 1950er Jahren erbaute Kleinbahn im Inneren Somogys diente einst dem Transport des gefällten Holzes aus den umliegenden Wäldern, heute aber können nur noch Touristen das gemütliche Ruckeln im Wald genießen.
Der Bau der Kleinbahn begann Mitte der 1950er Jahre, obwohl es einen Vorgänger gab: Zwischen den beiden Weltkriegen wurde von Somogyszob aus eine etwa 4 Kilometer lange Waldbahn zum kaszópuszta-bördeci Waldgebiet errichtet. Der Bau der Kaszóer Kleinbahn wurde ebenfalls vom Transport des gefällten Holzes angeregt, da es damals noch keine Forsterschließungswege in den umliegenden Wäldern gab.
Nach drei Jahren Bauzeit begann der Betrieb 1955 mit einer Diesellok vom Typ C50, zunächst auf der Linie Szenta-Nagyrinyapuszta sowie auf der Nebenstrecke Bojsza-Kaszópuszta, an deren Kaszó-Endpunkt das Lokschuppen entstand, in den 1957 auch bald eine Dampflok einzog. Die Ankunft der Dampflok war darauf zurückzuführen, dass in diesem Jahr ein Sturm 40.000 Kubikmeter Holz umwarf, weshalb eine neue Strecke in Csillagpuszta gebaut wurde, um das betroffene Waldgebiet zu erreichen. Die C50 konnte den erhöhten Arbeitsaufwand nicht allein bewältigen. Aufgrund ihrer hohen Achslast konnten die dünnen Schienen auf dem Sandbett die Dampflok nicht tragen, sodass diese nicht lange im Einsatz war, sondern bald ausgemustert und zerlegt wurde.
Als Ersatz kamen zwei weitere C50-Motordieselloks, und ab 1961 begann auch der Personenverkehr: Neben den Forstmitarbeitern entdeckten bald auch Touristen die Kleinbahn für sich. Die drei Loks und 41 Güterwagen hatten hauptsächlich den Transport des gefällten Holzes zu bewältigen. Nach mehreren Streckenausbauten betrug die größte Streckenlänge ungefähr 20 Kilometer, bevor 1970 mit dem Abbau der Rinya-Linie der Rückgang begann.
Heute ist eine etwa 7,5 Kilometer lange Strecke zwischen Kaszó und Szenta befahrbar, allerdings verkehren die planmäßigen Züge nur auf dem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt Kaszó-Baláta. Die zwei offenen und ein geschlossener Wagen werden von einer der beiden verbliebenen C50-Loks gezogen. 1997 kam Karácsony, die Resicai Dampflok aus Rumänien, nach Kaszó, die von 1998 an einige Jahre fuhr, heute aber nur noch ein Ausstellungsstück am Endbahnhof Kaszó ist.
Bahnhöfe:
* Planmäßiger Zugverkehr besteht nach Szenta nicht, Sonderzüge können jedoch bestellt werden, und an besonderen Tagen (z. B. am Tag der Kleinbahn) verkehren Züge planmäßig.
Preise (Hin- und Rückfahrt):
- Vollpreis: 2400 Ft
- Ermäßigt (zwischen 3 und 14 Jahren sowie ab 65 Jahren): 1800 Ft
- Kinder bis 3 Jahre frei
- Hundeticket: 1000 Ft pro Hund
- Fachführung für Kleinbahnfreunde: 10.000 Ft pro Gruppe
Fahrplan:
Die Kleinbahn verkehrt vom 1. Mai bis zum 30. September samstags um 10:00 und 14:00 Uhr.
Die Angaben sind unverbindlich und beziehen sich auf den Stand März 2025. Informiere Dich vor der Anreise immer auf der Website des Anbieters, und wenn Du Abweichungen findest, teile uns dies bitte mit!
Autorentipp
- Gehe vor der Zugfahrt oder nach der Rückkehr unbedingt den Baumkronenlehrpfad in der Nähe des Endbahnhofs Kaszó entlang!
- Wenn Du mit Kindern anreist, nehmt Euch Zeit, den am Endbahnhof von Kaszó angelegten Spielplatz zu erkunden!
- Wenn Du die gesamte Strecke bis nach Szenta fahren möchtest, erkundige Dich bei der Bahnbetriebsleitung, wann dies möglich ist.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Höhenprofil anzeigenSicherheitshinweise
- Beim Spaziergang zwischen den Bahngleisen darf man nicht vergessen, dass jederzeit ein Sonderzug oder ein Streckenwartungszug ankommen kann, und der Wald eine erstaunlich gute Schalldämmung hat. Halte immer genügend Abstand: Die breitesten Fahrzeuge können bis zu 2,5 Meter breit sein, das bedeutet jeweils 70 cm Abstand zu beiden Seiten vom Schienenstrang, zu dem noch eventuell überstehende Ladungen oder offen gelassene Türen hinzukommen können.
- Gehe nicht über Weichen und auch nicht im Bereich von zehn Metern um diese herum: Diese Bereiche sind meist ölig, die Schwellen sind rutschig, und die Weichen enthalten viele Stolperfallen, die besonders nachts oder unter Schnee verborgen bleiben.
- Stelle niemals eine Weiche um: Die Gewichtsglocke kann auf deinen Fuß fallen, der bewegliche Spitzenschienenbereich kann Hände oder Füße einklemmen, und ein Zug auf einer falsch gestellten Weiche kann selbst bei niedriger Geschwindigkeit einen Unfall verursachen.
- Halte einige Meter Abstand vor oder hinter stehenden Fahrzeugen, wenn Du die Gleise überquerst: Der Zug oder seine Lokomotive kann jederzeit ohne Vorankündigung losfahren.
- Die Oberfläche der Gleise ist bei nassem Wetter selbst im leicht rostigen Zustand rutschig.
Weitere Infos und Links
Fahrplan der Kaszóer Staatswald-EisenbahnWegbeschreibung
Die kleinen Züge starten von dem gepflegten Endbahnhof Kaszó zu ihrer recht kurzen Fahrt, die bis zum knapp zwei Kilometer entfernten Baláta im Kaszóer Wald führt. „Das grüne Herz Somogys“ gehört innerhalb der Hügellandschaft von Transdanubien zur kleinen Region West-Inner-Somogy und besteht zum Großteil aus fast ebenen Sandgebieten, von denen fast 15.000 Hektar zusammenhängender Wald sind, dessen Mittelpunkt Kaszópuszta ist.
In der von Bachläufen (Rinyák) zerschnittenen Landschaft lebt europaweit bekannte Wildtierfauna, darunter zahlreiche geschützte Tier- und Pflanzenarten. Die Fahrt mit der Kleinbahn von einem Lehrpfad zum nächsten bietet ein angenehmes Eisenbahnerlebnis im Wald, und wenn man an einem Tag dort ankommt, an dem der Zug bis Szenta fährt, lohnt es sich, etwas Zeit für die Fahrt einzuplanen.
Lange gerade Strecken werden durch Kurven aufgelockert, und mit scharfem Auge kann man kleinere und größere Wildtiere im Wald entdecken (besonders lohnt sich ein Blick in die Schneisen, aber es gibt auch Gräben neben dem Damm, in denen Wildschweine hausen).
Fährt der Zug bis zur gewohnten Endstation Baláta, kann man auf einem 540 Meter langen Steg den Baláta-See aus der Nähe kennenlernen oder mit Hilfe von Vogelbeobachtungstürmen der Tierwelt näherkommen.
Multifunkcionális Ökoturisztikai Látogatócentrum (Kaszó)
Kaszói Vadaspark
Kaszói Állami Erdei Vasút (Kaszó állomás)
Kaszói Állami Erdei Vasút (Baláta megállóhely)
Kaszói Állami Erdei Vasút (Szenta állomás)
Öffentliche Verkehrsmittel
- Kaszó ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar, die nächstgelegene Bushaltestelle und Bahnhaltestelle befindet sich etwa 8 Kilometer entfernt in Somogyszob.
Suche Fahrplan zum Zielort
Parken
- Am Parkplatz der Kleinbahn kann man parken.
Koordinaten
Ausrüstung
- Um die Kleinbahn komplett zu befahren, brauchst Du keine speziellen Ausrüstungen, und da alle Wagen überdacht sind, ist die Fahrt auch ohne Regenjacke oder Regenschirm möglich. Im Winter werden die Fahrgäste mit Heizung erwartet, sodass Du während der Fahrt nicht frieren wirst, im Sommer verkehren zudem halboffene Aussichtswagen für ein intensiveres Erlebnis.
- Wenn Du eine Wanderung entlang der Bahngleise planst, brauchst Du wegen des Schotterbetts auf jeden Fall feste, geschlossene Schuhe.
Lokalisierung
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

Nutzerfragen