Jankovich-barlang (Bajóti Öreg-kői barlang) – Die Jankovich-Höhle (Höhle vom Alten-Stein in Bajót)
Die markante Kalkfelsreihe des Öreg-kő neben Bajót ist nicht nur für Touristen ein beliebtes Gelände, sondern auch für Archäologen, Höhlenforscher und Bergsteiger. In der Seite des aus Dachstein-Kalk bestehenden Berges aus dem späten Trias, der als Adlerfelsen emporragt, befindet sich in 340 m Höhe die wichtigste archäologische Ausgrabungsstätte von Transdanubien, und gleichzeitig eine der sehenswertesten Höhlen, die Jankovich-Höhle. Das aus der Tiefe aufbrechende Karst-Wasser löste kuppelartige Gewölbe aus dem Kalkstein, so entstanden die Gänge der Höhlen und die größeren Hallen im Öreg-kő.
Hinter dem relativ großen Eingang der Jankovich-Höhle befinden wir uns in einer hinreißenden Kuppelhalle. Der 35 m lange und 20 m hohe Saal endet in einem fast ebenmäßig runden Schlot, durch den - den ganzen Tag hindurch - natürliches Licht in diesen Teil der Höhle eindringt.
Am Ende der Halle kommen wir an einem Abhang in den archäologisch interessanten, hinteren Saal der Höhle, hierher dringt aber kein Licht mehr, es lohnt sich eine Taschenlampe mitzunehmen. Am Anfang der 1910er Jahre begannen hier in der Höhle die Ausgrabungen, bei denen man zahlreiche Knochen- und Tongefäßreste fand. Später erschloss man den hinteren, inneren Raum, der wahrscheinlich am Ende der Eiszeit verschlossen wurde und so dreitausend Jahre hindurch unberührt blieb. Dieser Saal brachte die große Sensation, denn man fand hier mehrere Stein-Werkzeuge die der Neandertaler gebrauchte, noch dazu waren sie unversehrt. Vom Fund hat es sich nach langen Untersuchungen herausgestellt, dass er aus einer separaten Kultur stammt, die sich vom einzigen bis dato gekannten ungarischen Fundort gut absondern lässt. Dem Fund gab man den Namen der Höhle: Jankovich. Die Höhle selbst benannte man auf den Vorschlag des leitenden Archäologen Hillebrand Jenő nach dem damaligen Kultusminister, Jankovich Béla, der den Schauplatz selbst besuchte und die Forschungsarbeiten finanziell unterstützte.
Man sollte wissen, dass in den Schloten der Höhle Fledermäuse hausen. Da in Ungarn alle Arten der Fledermäuse geschützt sind, sollten wir bei unserem Besuch auf diese Einwohner Rücksicht nehmen!
Unweit vom Eingang der Jankovich-Höhle finden wir die weniger attraktive Baits-Höhle, die man ebenfalls frei besuchen darf. Namensgeber war Baits György, der ehemalige Notar von Bajót, dem es zu verdanken ist, dass in der damals noch Öregkői-Höhle genannten Höhle die Ausgrabungen begannen.
Wenn wir hierher einen Ausflug machen, lohnt es sich auch auf den Rücken des 375 m hohen Öreg-kő zu klettern, es erwartet uns ein herrlicher Ausblick. Der Schlot der Kuppelhalle der Höhle endet hier, wir können vom Rand ganz vorsichtig hineinschauen.
Öffnungszeiten
| Montag | 00:00–24:00 Uhr |
| Dienstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Mittwoch | 00:00–24:00 Uhr |
| Donnerstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Freitag | 00:00–24:00 Uhr |
| Samstag | 00:00–24:00 Uhr |
| Sonntag | 00:00–24:00 Uhr |
Preise:
KostenlosÖffentliche Verkehrsmittel
- In Bajót, Dobozi utca megálló (Haltestelle) steigen wir vom Fern-Bus!
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- In Bajót, Dobozi utca megálló (Haltestelle) nehmen wir die Richtung zur Kirche. Von dort halten wir uns an die Markierung Blau Ω (KΩ) und erreichen mit einem kurzen Spaziergang von 2 km die Höhle.
- Unter der Höhle führt die 11. Etappe der Blauen Landestour. Wo die Blaue Tour eine scharfe Rechtskurve nimmt, dort gehen wir an die Markierung Blau Ω (KΩ) über, und klettern auf Stufen zum Höhleneingang hoch. Bei der Y-Verzweigung nehmen wir den linken Weg!
Parken
- Mit dem Auto lohnt es sich in Bajót zu halten; In der Kreuzung Kossuth Lajos utca und Katona József utca finden wir Parkmöglichkeiten.
Koordinaten
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