Thirring-sziklák – Die Thirring-Felsen
Wenn wir auf das mit Geländer gesicherte Aussichtsplateau des Dobogó-kő hinausspazieren, dann fällt es uns wegen der bebauten Gegend vielleicht nicht auf, weshalb man kein mehrstöckiges Gebäude braucht, um die herrliche Ansicht von Dunakanyar (Donauknie) zu genießen: wir stehen oben auf einem riesigen Fels. Da dieser sehr hoch ist und dazu noch eine Rückenrand-Lage hat, liegen die Kronen der riesigen Buchen ziemlich weit unter uns.
Aber das ist nicht der einzige Fels, der unter dem Feriengebiet von Dobogókő aus dem Boden schießt. In den steilen Berghang „beißen sich“ zahlreiche Felsriesen: sie sind Ergebnis der vulkanischen Tätigkeit während der „Auffaltung“ der Karpaten. Zwischen ihnen schlängeln sich wildromantische, fast ebenverlaufende Touristenwege, den die Hunfalvy-Abteilung des Ungarischen Touristenvereins Anfang der 1990 Jahre gestaltete. Der Pfad, und eine Felsreihe darauf wurden nach Thirring Gusztáv benannt, der um die Wende des 19-20. Jh.-s lebte, und ein bekannter Geografie-Gelehrte und Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften war.
Wenn wir die Felsformationen näher betrachten, merken wir sofort, dass sie ein Mosaik von Gesteinen sind, die aus verschiedenem Material sind und unterschiedliche Formen haben: ihr Volumen liegt zwischen ganz winzigem, kieselartigem Geröll und übermenschengroßen Steinblöcken. Das Visegrádi-hegység (-Gebirge) wurde vor etwa 16,5 Millionen Jahren als feuriger Vulkan geboren; durch die Bewegungen der Grundplatte unter dem Kárpát-medence (Karpaten-Becken) entstand im inneren Bogen des Karpatenbogens eine lange Kette von Vulkanen. (Diese Reihe beginnt beim Visegrádi-hegység (-Gebirge) und geht bis zum Hargita, und verjüngt sich Richtung Osten.) Das Magma brach durch verkarstetes, wasserreiches sedimentäres Gestein – dieses bildet den heutigen Pilis. Auf Wirkung des heißen vulkanischen Stoffes bildete sich aus dem Wasser Dampf, dadurch kam es zu gigantischen Detonationen und Trümmerstreuungen.
Der riesige vulkanische Dom des Visegrádi-hegység (-Gebirge) wurde immer steiler und steiler, an seinen Abhängen rutschten wegen der Gravitation beträchtliche Mengen von Geröll-Lavinen runter, und füllten die Täler am Fuße der Berge auf. Dort erstarrte der heiße vulkanische Stoff zu harten, widerstandsfähigen Gesteinskörpern. Als in ihrer Umgebung die höher liegenden, aber weicheren Gesteinsmassen abgetragen wurden, erhoben sich diese zusammengeklebten, zementierten Formen (andesite breccia-Klötze) nach und nach über ihre Nachbarschaft. Diese Gebilde können wir körpernahe, von unten und oben gleichermaßen auf dem engen Pfad des Thirring-Rundweges bewundern. Die Gesteinskörper werden von äußeren Kräften bis heute geformt, langsam vernichtet. Am Fuße der haushohen, robusten Steinriesen ist die Bergwand mancherorts so steil, dass nur eine Person im engen Pfad durchpasst, der an einer kurzen Strecke sogar mit einer Kette zum Festhalten gesichert ist. Diese Wanderung sollte man nur in Schnürstiefeln unternehmen (besonders nach Regenwetter oder bei Schneefall), und bitte halten wir uns an unsere eigenen Grenzen beim Klettern auf die Felsen! An manchen Wänden finden wir auch Gedenktafeln.
Öffnungszeiten
Preise:
KostenlosÖffentliche Verkehrsmittel
- Nach Dobogókő, hegytető buszmegálló (Bushaltestelle) kommen die meisten Busse aus Richtung pomázi HÉV-megálló (Pomáz Vorortbahnhaltestelle), durch Pilisszentkereszt, aber einige Busse kommen auch aus Esztergom.
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Anfahrt
- Hinter dem Touristenhaus gehen wir von der Panorama-Terrasse Richtung Osten los, damit wir auf dem unmittelbar daneben beginnenden Thirring-körút (Rundweg), auf der Markierung Gelb ↺ (S↺) zu den Felsen kommen.
- Das andere Tor des Thirring-körút (Rundweg) ist westlich zu finden, auf etwa 5 Minuten Fußweg vom Touristenhaus. Neben den Markierungen Blau (K), Gelb (S) und Rot (P) sind auch die Markierungen Gelb ↺ (S↺) auf den Baumstämmen zu finden. Dieser müssen wir folgen, bis wir rechts, durch ein Holztor auf den Pfad am Berghang treten.
Parken
- In Dobogókő üdülőtelep (Erholungsgebiet), am Ende des Autoweges finden wir einen Parkplatz mit Parkgebühr.
Koordinaten
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