Das Arboretum in Szarvas ("Pepi-Garten")
Die Geschichte des Gartens
Die Geschichte des Arboretums und des "Pepi-Gartens" kann man mit dem Namen der Familie Bolza mit italienischer Herkunft verbinden. Der General Péter Bolza wurde 1798 Gutsbesitzer in Szarvas. Sein Sohn, Josef Bolza begann mit seiner Frau Gräfin Anna Batthyány mit dem Holzbau des Anna-Wäldchens. Im Park und in dem später gebauten Schloss befindet sich heute die Direktion des Körös-Maros Nationalparks.
Der jüngere Josef Bolza (sein Kosename war "Pepi") pflanzte auf den höheren Gebieten des heutigen Arboretums - die von den Hochwassern nicht betroffen waren - einige Bäume. Später erbte Pál Bolza (1861-1947) das Schloss in Szarvas und das Besitztum, der von seinem Onkel "die Weide mit Wäldchen und Bäumen" auf dem Gebiet des heutigen Arboretums bekam. Hier begann er nach der Regulierung der Flüsse Körös, in den 1890-er Jahren anzupflanzen. Der älteste Gartenteil wurde von ihm zu Ehre des Gründers "Pepi-Garten" genannt.
Der Graf verpflanzte die ersten Bäume des Gartens aus dem nahegelegenen Anna-Wäldchen, wo noch seine Großeltern Josef Bolza und Anna Batthyány einen Park ausgestaltet hatten. Einer davon ist der bekannteste "Bewohner" des Arboretums, der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum). Der Baum im Arboretum von Szarvas wurde im Jahr 1873 gepflanzt, so ist er eines von den ältesten Exemplare Europas. Seine Größen sind bewundernswert. Das mehr als 140 Jahre alte Exemplar ist mehr als 30 m hoch, hat einen 176 cm langen Stammumfang und einen 550 cm langen Stammumkreis.
Wunderwelt
In dem damaligen Gärtnerhaus des Parks befindet sich die "Zauberwelt" des Grafen Pepi. Hier kann man eine interaktive Ausstellung besuchen, in der man die Geschichte der Familie Bolza und des Arboretums kennenlernen und zahlreiche Interessantheiten über die Vegetation des Pepi-Gartens erfahren kann. Im Treibhaus leben Schildkröten neben den Kakteen und wir können eine Mineralausstellung besichtigen.
In dem kleinen Föhrenwald neben dem Hafen kann eine Frelichtkeramikausstellung besichtigt werden. Die neueste Attraktion kann das Lieblingsprogramm der Familien und Freundeskreise werden: der "Garten der Geheimnisse" ist eigentlich ein Escape-Spiel, bei dem man durch Lösung der Logik- und Geschickaufgaben das Geheimnis des verzauberten Gartens lösen kann.
Für die Kinder ist das "Mini Ungarn" natürlich die größte Sensation. In dem einzigen, interaktiven Makettpark des Landes kann man die miniature Nachbildungen von mehr als hundert berühmten Gebäuden bewundern. Unter den detailreichen Maketten befinden sich nicht nur die bekannten Gebäude des Landes sondern auch die des ganzen Karpaten-Beckens. Zwischen den Gebäuden funktionieren interaktive Bahn- und Schiffmodelle, die auf 22 verschiedenen Routen verkehren.
Botanische Werte
In der dendrologischen Sammlung, die aus fünf Gartenteilen besteht, befinden sich etwa 1600 Baum- und Straucharten, bzw. Kulturvarianten und zahlreiche krautige Pflanzen. Dabei sind die Landschaftsbildelemente die richtigen Spektakel des Gartens. Graf Pál Bolza stellte den österreichischen Gärtner, József Grines an, um die ersten Anpflanzungsarbeiten zu verrichten. Er pflanzte den ältesten Riesenmammutbaum und Gingko an, die in den 1880-er Jahren ursprünglich aus Wien nach Szarvas gelangten.
Das älteste Arboretumsexemplar des Riesenmammutbaums lebt unter dem Aussichtsturm. Mit seinem 150 Lebensjahren gilt er als Säugling im Vergleich zu seinen Verwandten in Kalifornien. Aber hier ist er einer der ältesten und größten Riesenbaäume. Die in größeren Gruppen gepflanzten Pflanzen sind mit ihrem Aussehen sehr dekorative Teile des Arboretums. So ist die beliebte Pflanze der Bewohner von Szarvas, die Sumpfzypresse, die in großer Zahl in den Gärten und am Ufer des Flusses von Körös vorkommt. Ihre Besonderheit ist es, dass sie an Orten mit Hydrolyse Luftwurzeln entwickelt.
Der Calvariabaum ist auch bekannt. Er stammt aus Nord-Amerika. Er ist sehr hoch und gelangte nach Europa um 1750. Sein Holz ist sehr dicht und hart und wegen seiner großen Wichte versinkt er im Wasser. Ein sehr stimmungsvoller Baum ist der Japanische Schnurbaum. Aber die Sammlung der Magnolien ist auch reich. Man kann sie hier in vielen verschidenen Farben finden - von den dunkellila über die rosafarbigen bis zu den gelben oder weißen.
Die Tierwelt ist auch bedeutend, denn in der Nähe des englischen Parks, der aus mehrere tausend Arten und Varianten besteht, kann man auch naturnahe Lebensräume finden.
Naturschutz
Im Garten leben insgesamt 19 geschützte Arten. Die Gehölzpflanzen sind unter anderem von den orientalischen Hainbuchen, ungarischen Eichen, Zwerg-Mandeln, ungarischen Weißdornen und Mehlbeeren vertreten. Von den krautigen Pflanzen kann man hier - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - z. B. die Große Telekie, die Ruthenische Kugeldistel und den Kaukasus-Gämswurz finden.
Unterricht
Jährlich verbringen mehrere hundert Besucher hier ihr Praktikum oder schreiben ihre Diplomarbeit. Das Unterrichtspaket, das für die 1-8. Klassen der Grundschulen, bzw. für Erwachsene ausgearbeitet wurde, hilft die Wissensvermittlung im Arboretum.
Kulturprogramme und Einstellungsänderung
Jährlich finden hier Konzerte, Ausstellungen der bildenden Kunst, Bastelbeschäftigungen, Nachttouren, Stunden über Vogelschutz, Vorträge über Gartenbau und Camps im Thema Naturkunde statt.
Zum Spaziergang im Garten kann man um Fremdenführung bitten. Außerdem können wir an Fachberatung über Gartenbau, an Stunden über Naturkunde oder an anderen spielerischen Beschäftigungen teilnehmen. Das Gasthaus und seine Umgebung sind für Meetings und Konferenzen gut geeignet und die Teilnehmer können hier natürlich auch übernachten. Hier kann man auch die Bolza Marietta Gemäldeausstellung besichtigen, die jeden Sonntag geöffnet ist.
Öffnungszeiten
Das Arboretum darf über das ganze Jahr besucht werden. Aber über die aktuellen Öffnungszeiten können Sie sich am Ort informieren!Preise:
Über die Preise können Sie sich am Ort informieren!Öffentliche Verkehrsmittel
- Wenn wir mit dem Zug kommen, sollen wir vom Bahnhof von Szarvas losgehen.
- Die Haltestelle Mezőtúri elágazás befindet sich am nähesten dem Arboretum.
- Das Arboretum können wir auch von dem Busbahnhof von Szarvas erreichen.
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
- Wenn wir von der Haltestelle Mezőtúri elágazás starten, sollen wir in Richtung Norden, auf der asphaltierten Straße, die sich in die Hauptstraße anschließt, spazieren. Wir werden das Arboretum rechts finden (1 km).
- Vom Bahnhof sollen wir auf der Állomás Straße bis zur Hauptstraße gehen (Szabadság Weg), dann darauf ganz bis zur Brücke von Holt-Körös spazieren. Nachdem wir über die Brücke gegangen sind, sollen wir die erste Straße rechts gehen (Arboretum Straße), deren Ende wir wieder nach einer Rechtskurve den Eingang erreichen können (3,9 km).
- Vom Busbahnhof soll man auf dem Szabadság Weg links gehen, über die Brücke von Holt-Körös spazieren und zuletzt an der ersten Möglichkeit rechts auf die Arboretum Straße biegen. An deren Ende finden wir wieder nach einer Rechtskurve das Arboretum (2,6 km).
- Mit der Buslinie 2 können wir bis zur Haltestelle Főiskola fahren. Sie befindet sich nah dem Arboretum. Von hier sollen wir dem Szabadság Weg folgend den Holt-Körös überqueren. Dann sollen wir rechts biegen und die Arboretum Straße entlang gehen und wir erreichen den Mezőtúri Weg. Auf diesem sollen wir nur wenig rechts spazieren und dort finden wir schon den Eingang (1,7 km).
Parken
- Vor dem Arboretum befindet sich ein großer Parkplatz.
Koordinaten
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