Wie üblich, hatte die Burg zahlreiche Besitzer, angefangen bei Luxemburgi Zsigmond (Sigismund von Luxemburg) über die Sippe Rozgonyi bis hin zu Héderváry István. Den Bauherren kennen wir nicht, wir wissen über ihn nur so viel, dass er vermutlich der Sippschaft Csák angehört hat. Urkunden erwähnen als Burgherren zuerst II. Mihály aus der Sippe Gutkeled zwischen 1319 und 1324, als königliche Burg erscheint sie in der Form "Castrum Vitam, Vytam vagy Wyttam" ab 1379.
Auch eine Sage knüpft an sie. Újlaki Miklós, der Herr von Gerencsérvár (Burg Gerencsér) wollte seine Tochter, Krimhild an einen deutschen Grafen verheiraten, so betrachtete er es argwöhnisch, dass sie eher Hédervári Imre, dem Herren von Vitányvár zugetan war. Der Ritter raubte eines Nachts das Mädchen, und brachte es in seine Burg. Újlaki schäumte vor Wut; zuerst griff er die Burg an, hatte aber keinen Erfolg. Dann erfuhr er von einem Verräter, dass in die Burg ein geheimer Tunnel führt. Durch diesen gelangte er schließlich in die Festung, schlug Hédervári nieder und schleppte seine Tochter mit sich. Zu Hause ging er auf Nummer sicher, und ließ sie in einem Keller der Burg einmauern. Hédervári ging inzwischen zu Mátyás király (König Matthias), um sich zu beschweren. Der versprach ihm auch seine Hilfe und machte sich auf den Weg zu Vitányvár. Bis er aber ankam, sah Újlaki seinen Fehler ein. Er umarmte seine Tochter und gab sie dem Herrn von Vitányvár zur Frau.
Die Burg hatten auch die Türken im Besitz: zuerst griffen sie sie 1529 an, 1543 gelang es ihnen, sie einzunehmen. In den folgenden Jahrzehnten wechselte sie noch zweimal ihren Besitzer, bis sie dann Pálffy Miklós 1597 endgültig zurücknahm. Ein Jahr später wurde sie gesprengt, nicht dass sie wieder in türkische Hände kommt. Ab dem 18. Jh. gehörte das Gebäude der Familie Esterházy, später wurden die Steine für Bauten in der Gegend weggetragen. Der Vitányvár Baráti Kör (ein Freundeskreis) erledigt mit Hilfe von Privatpersonen regelmäßig Konservierungsarbeiten an der Ruine. Archäologische Ausgrabungen werden unter der Leitung des Kuny Domokos Megyei Múzeum (ein Regionalmuseum) auch zur Zeit durchgeführt, deshalb kann die Burg jetzt nur auf der Markierung Blau (KL) erreicht werden, aus Nordwesten, auf der Markierung Grün (ZL) nicht.
Öffnungszeiten
Preise:
KostenlosÖffentliche Verkehrsmittel
- Am nähesten zu Vitányvár ist die Bushaltestelle Rugógyár, dorthin gelangt man aus Tatbánya autóbusz-állomás (Busbahnhof) mit den Linien 6, 16, 26R oder 36.
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Anfahrt
- Von der Rugógyár megálló (Haltestelle) folgen wir der Markierung Grün (Z). Die bei Szent László-emlékfa (Gedenkbaum) beginnende Markierung Grün L (ZL) führt ebenfalls zur Burg, aber die ist momentan wegen archäologischen Ausgrabungen gesperrt, also müssen wir weiterspazieren zur Markierung Blau (K), auf der wir links abbiegen und in einer ihrer Abzweigung wieder links auf die Markierung Blau L (KL). Die führt direkt zur Burg. (2,7 km, 139 m Höhenunterschied).
- Vitányvár liegt an der Blauen Landestour. Auf der Markierung Blau (K) müssen wir von Szárliget vasútállomás (Eisenbahnhaltestelle) 7,6 km, aus Várgesztes 6,2 km wandern.
Parken
- Parken kann man am nahesten ebenfalls in Tatabánya bei rugógyár (Federfabrik).
- Wir können auch neben der Landstraße Nr. 1, bei der ehemaligen Birka csárda (Restaurant)halten, aber von da müssen wir bis zur Burg zweimal so viel laufen.
Koordinaten
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